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Zettel an Nachbarn „voller Triggerpunkte“: Bitte von Eltern des „kleinen Vincent“ geht nach hinten los

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Ein Paar frisch gebackener Eltern wendet sich mit einer Bitte an ihre Nachbarn. Zumindest bei der Netzgemeinde kommt ihr Wunsch aber gar nicht gut an.

Kassel – Das Zusammenleben in einer Nachbarschaft kann sowohl erfreulich als auch störend sein. Besonders wenn neue Mitglieder hinzukommen – sei es durch eine Geburt oder einen Umzug – kann es zu Spannungen kommen. Ein Beispiel dafür ist ein Zettel, den frisch gebackene Eltern an ihre Nachbarn verteilt haben. Dieser erinnert in seiner Absurdität an ein skurriles Schild in einem Fitnessstudio oder an einen Anhängerzettel eines Falschparkers.

Nachbar-Zettel richtet sich an „2.- und 4. Stock“, sorgt aber für Stirnrunzeln

Die neuen Eltern teilen ihre „freudigen“ Neuigkeiten mit den Nachbarn im „2.- und 4. Stock“: „Unser kleiner Vincent ist jetzt bei uns und bringt viel Freud in unser Leben. Allerdings bringt ein Neugeborenes ein wenig Sensibilität mit sich – besonders, wenn es um Lärm geht.“ Der Anfang des Zettels klingt positiv, endet jedoch mit einer indirekten Bitte oder Warnung, die im zweiten Absatz genauer ausgeführt wird.

Die „Bitte“ richtet sich wahrscheinlich hauptsächlich an den 4. Stock: „Könntet ihr besonders in den Abend- und Nachtstunden Rücksicht auf den kleinen Vincent und seine Mama nehmen? Vor allem die enthusiastischen Trampelschritte von oben sorgen oft dafür, dass unser kleiner Sonnenschein und seine Mama aus dem wohl verdienten Schlaf gerissen werden“. Es scheint, als ob Vincent jetzt in der dritten Etage wohnt und die Nachbarn ihr Leben nach ihm ausrichten müssen, wenn es nach den Eltern geht. Sie geben jedoch zu: „Wir wissen, dass es nicht immer leicht ist, wie ein Ninja durch die Wohnung zu schleichen, aber ein bisschen Rücksicht wäre einfach großartig.“ Eine Zettel-Debatte entfachte auch ein Getränkemarkt.

Eltern des „kleinen Vincent“ mit Bitte an Nachbarn via Zettel, deren Inhalt „herablassend“ wirkt

Darüber hinaus fordern sie, dass die „Partys woanders abgehalten werden könnten“. Der Grund dafür? „Wir denken, nach den vielen Monaten, in denen wir sehr verständnisvoll euch gegenüber waren, dürfen wir das einfordern“. Die Bewohner im 2.- und 4. Stock müssen jedoch nicht vollständig auf wilde Feiern verzichten. „Wir geben Bescheid, sollten wir nicht zu Hause sein, dann könnt ihr es gerne krachen lassen.“

Auf der Plattform reddit wurde der Zettel über den kleinen Vincent größtenteils negativ aufgenommen. „Passiv aggressiv“ lautet der Titel der Botschaft. „Nett gemeint, Scheiße transportiert“, kommentiert ein Nutzer und fügt hinzu: „Ein Zettel voller Triggerpunkte, besser wäre ein direktes Gespräch.“ Eine weitere Person kritisiert: „Das Hirngaga durch die Babyankunft hat die Fähigkeiten der normalen Kommunikation völlig zerschossen“. Ein anderer Nutzer merkt an, dass die Auswirkungen nicht bedacht wurden. „DeR kLeInE vInCeNt“ sollte dann aber mit fortschreitendem Alter bloß nicht auf die Idee kommen, in der Wohnung herumzuschreien, weil er Hunger hat/müde ist/wasauchimmer, zu spielen, Musik zu machen oder ähnliches.“

Nachbarn werden wohl kein Verständnis für das „Wie“ haben

Eine Person kommentiert süffisant: „Vincent, unser kleiner Sonnenschein. Nach dem Zettel kann man ihn nur noch lieben.“ Einige werben für Verständnis, doch auch hier ist das „Wie“ entscheidend. „Ich kann so ein bisschen herauslesen, wie es gemeint war. Aber die Art und Weise, wie es geschrieben ist, ist mehr als suboptimal. Das kommt sehr passiv-aggressiv und herablassend rüber.“ Ein Nutzer meint noch: „Sowas ist der Grund für die explodierenden Eigenheim-Preise.“ Wo sich das ganze Szenario abspielte, ist allerdings nicht bekannt.

Würde jemand aus der Wohngemeinschaft „Minus-Trinkgeld“ geben? Auch über diese Aktion wurde diskutiert.

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