1. Startseite
  2. Verbraucher

Verbraucherschutz warnt vor zwei Stromanbietern

Erstellt:

Von: Simon Stock

Kommentare

Achtung: Verbraucherschützer warnen aktuell vor zwei Stromanbietern. Es geht unter anderem um unrechtmäßige Preiserhöhungen. Die Vorwürfe haben es in sich.

Hamm - Die Vorwürfe sind kernig: Es geht um unrechtmäßige Preiserhöhungen und das Ignorieren von Sonderkündigungsrechten. Die Stromanbieter Voxenergie GmbH und Primastrom GmbH stehen nach „auffällig vielen Beschwerden“ ihrer Kunden im Fokus von Verbraucherschützern.

UnternehmenPrimastrom, Voxenergie
Hauptsitz (jeweils)Berlin
BranchenEnergie, Festnetz, Mobilfunk

Beschwerden von Kunden: Warnung vor Stromanbietern Voxenergie und Primastrom

Die Zahl der Beschwerden von Kunden von Voxenergie und Primastrom sei seit Januar 2022 sprunghaft angestiegen, teilen die Verbraucherzentralen Bayern und Rheinland-Pfalz mit. Sie sprechen von einem „fragwürdigen Verhalten“ der Konzerne und haben bereits die dem Wirtschaftsministerium unterstellte Bundesnetzagentur über die Vorwürfe informiert.

Was stört die Kunden? In der Regel geht es bei den Beschwerden darum, dass die beiden Stromanbieter den vereinbarten Verbrauchspreis trotz Preisgarantie stark erhöht haben. Häufig hoben sie laut Verbraucherzentrale auch die monatliche Abschlagszahlung extrem an.

Wer unter diesen Umständen den Anbieter verlassen wollte, hatte vielfach Pech, denn Voxenergie und Primastrom ignorieren offenbar das Sonderkündigungsrecht, das Kunden in solchen Fällen eigentlich zusteht.

Primastrom und Voxenergie: Verbraucherzentrale schaltet Aufsichtsbehörde ein

Aktuell untersucht die Bundesnetzagentur das Verhalten von Primastrom und Voxenergie. Die Aufsichtsbehörde „sollte angesichts der zahlreichen Vertragsbrüche schnell und wirkungsvoll eingreifen“, fordert Energierechtsexpertin Marion Gaksch. „Allein bei den Verbraucherzentralen dürfte die Zahl der gemeldeten Fälle bei mehreren tausend liegen.“

Die beiden Unternehmen haben sich bislang nicht zu der Situation geäußert. Beide Konzerne geben im Impressum ihrer Webseiten übrigens dieselbe Adresse in Berlin an, wie wa.de berichtet.

Verbraucherzentrale: Kunden von Primastrom und Voxenergie sollen Forderungen nicht zahlen

Die Verbraucherzentrale rät Kunden, die von den Preiserhöhungen bei Primastrom und Voxenergie betroffen sind, die entsprechenden Forderungen nicht zu bezahlen.

Strom
Drastische Vorwürfe: Verbraucherschutz warnt vor diesen Stromanbietern. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild

Ob es sich bei dem Vorgehen der Konzerne gar um ein strafrechtliches relevantes Verhalten wie Betrug handelt, könne die Verbraucherzentrale nicht beantworten, heißt es. Um diese Frage zu beantworten, sei eine Strafanzeige bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft durch die Betroffenen nötig.

Während des Corona-Lockdowns konnten Mitglieder im Fitnessstudio nicht trainieren. Dürfen sie ihr Geld zurückverlangen? Ein Urteil klärt die Frage. Kann Urlaub bei der Arbeit verfallen? Die Meinung von Arbeitnehmern und Arbeitgebern gehen weit auseinander. Ein neues Gutachten macht Angestellten Hoffnung.

Auch interessant

Kommentare