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Strom bei der Beleuchtung sparen: So berechnet man den Energieverbrauch

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Von: Kilian Bäuml

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Glühbirne mit Energielabel
Glühbirne mit Energielabel © Rhombur

Energiesparen ist zurzeit das Ziel vieler Haushalte. So können Sie Ihren Energieverbrauch errechnen, damit ein böses Erwachen ausbleibt.

Frankfurt - Die Strompreise steigen. Viele Verbraucher wollen also Energie sparen – doch wie stellt man das am besten an? Zunächst einmal ist es sinnvoll, den eigenen Stromverbauch zu berechnen. Anhand dessen können effiziente Maßnahmen getroffen werden.

Um den Energieverbrauch einheitlich berechnen zu können, ist es wichtig, die Einheiten zu kennen und damit rechnen zu können. Hier erfahren Sie, wie das geht.

Strom bei der Beleuchtung sparen: Verbrauch berechnen in Watt

Ihr Stromverbrauch bei Lampen lässt sich ganz einfach berechnen. Dafür brauchen Sie drei Variablen:

Die Leistung wird mit den Stunden multipliziert, an denen die Glühbirne pro Tag genutzt wurde. Dieser Wert wird wiederum mit den genutzten Tagen multipliziert, wie das Wissenschaftsmagazin scinexx.de auch in einer Beispielrechnung erklärt. 

Beispielrechnung:

Nehmen wir als Beispiel eine herkömmliche 60-Watt-Glühbirne, die für einen Monat (30 Tage) jeden Tag fünf Stunden leuchtet.

60 x 5 = 300 ; 300 x 30 = 9.000

Das bedeutet, dass die Beispielglühbirne im Monat 9000 Watt verbraucht.

In der Regel geben die Stromanbieter auf ihrer Rechnung den Strom jedoch nicht in Watt, sondern in Kilowatt an. Um zu berechnen, wie teuer der Stromverbrauch einer Glühbirne ist, muss der Verbrauch also in Kilowatt umgerechnet werden. 1000 Wattstunden entsprechen 1 Kilowattstunde. In dem genannten Beispiel verbraucht die Glühbirne also 9 Kilowattstunden (kWh) im Monat. Diese Berechnung funktioniert auch für alle anderen Elektrogeräte in ihrem Haushalt.

Um mit ihrem Verbrauch die Kosten zu ermitteln, müssen Sie den Betrag, den Sie pro kWh zahlen, mit ihrem Verbrauch multiplizieren.

Auch hierfür eine Beispielrechnung:

Nehmen wir an, eine kWh kostet 0,40 Euro und wir multiplizieren Sie mit den 9 kWh der Beispiel-Glühbirne.

9 x 0,40 = 3,60 Euro kostet die Glühbirne im Monat

Auf den Monat gerechnet, müssen Sie diesen Wert mit der Anzahl der Glühbirnen multiplizieren. Nehmen wir an, Sie haben fünf dieser Glühbirnen in ihrem Haushalt, die alle gleichviel verwendet werden.

5 x 3,60 = 18 Euro kosten die fünf Glühbirnen im Monat

Warum stellen so viele Leute auf LED um?

In den letzten Jahren wurden LEDs immer beliebter – vor allem beim Energiespar-Potenzial. Das liegt unter anderem daran, dass sie kaum Energie in Form von Wärme abgeben. Außerdem haben die LEDs einen sehr geringen Wartungsaufwand. Sie müssen nur sehr selten gewechselt werden und haben eine lange Lebensdauer. Laut scinexx.de kann eine LED trotz täglicher achtstündiger Nutzung bis zu 17 Jahre halten.

Werden Glühbirnen durch LEDs ausgetauscht, wird inzwischen nicht mehr auf den Verbrauch in Watt, sondern auf den Lumen geachtet. Watt und Lumen stehen in einem linearen Verhältnis, das aber von der Art des gewählten Leuchtmittels abhängig ist, schreibt die Verbraucherzentrale-Energieberatung.

Was ist der Unterschied zwischen Lumen und Watt?

Lumen gibt die Helligkeit des Leuchtmittels an. Mit dieser Angabe können Sie die verschiedenen Helligkeitsgrade der Leuchtmittel miteinander vergleichen. Hierbei gilt, dass ein besonders hoher Lumenwert (lm) besonders hell ist, schreibt die Verbraucherzentrale und schreibt als Beispiel zur Einordnung, dass die herkömmliche 60-Watt Glühbirne einen Wert von 700 lm hat.

Die beiden Begriffe bezeichnen jeweils etwas anderes. Watt bezeichnet den Verbrauch/die Leistung und Lumen die Helligkeit des gewählten Leuchtmittels. Grundsätzlich gilt, je höher der Lumen ist, desto effizienter ist die Energieumsetzung. Mit einem hohen Lumen lässt sich dementsprechend Energie sparen. Inzwischen wird häufig auf den Leuchtmitteln auch ein Energielabel gedruckt, auf dem Leistung und Verbrauch eingeordnet werden. Das hilft Verbrauchern auf den ersten Blick ein Modell zu wählen, dass sich zum Strom sparen eignet. (Kilian Bäuml)

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