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Steigende Strompreise: Bis 450 Euro weniger – So einfach könnte die Regierung Verbraucher entlasten

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Von: Patricia Huber

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Die Stromkosten sind in den vergangenen Monaten immer weiter gestiegen. Doch die Regierung könnte schnell und einfach für eine massive Ersparnis sorgen.

Berlin – Die Gas-Krise wirkt sich nicht nur auf die Preise für Erdgas aus, sondern auch auf die Strompreise. Im Juli lag der Erdgas-Anteil an der öffentlichen Nettostromerzeugung in Deutschland laut Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme bei 9,8 Prozent. Daher sind angesichts der angespannten Energie-Lage auch die Strompreise in den vergangenen Monaten immer weiter gestiegen.

Strompreis: Auf 1,9 Millionen Haushalte kommen Erhöhungen zu

Wie das Vergleichsportal Check24 berichtet, waren die Kosten für Strom im Juli im Durchschnitt 28 Prozent höher, als noch im Vorjahresmonat. Ein Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 5000 Kilowattstunden zahlte im Schnitt 1949 Euro für Strom pro Jahr. Doch das Ende der Preisspirale ist noch nicht in Sicht, denn etliche Versorger haben bereits satte Preiserhöhungen angekündigt. Davon dürften laut Check24 rund 1,9 Millionen Haushalte betroffen sein.

Um Verbraucher aufgrund der hohen Preise finanziell unter die Arme zu greifen, wurde zum ersten Juli die Erneuerbare-Energien-Umlage (EEG-Umlage) abgeschafft. Hier sind Stromanbieter auch dazu verpflichtet, die Absenkung an ihre Kunden weiterzugeben. Doch wirklich viel haben die Kunden davon trotzdem nicht bemerkt, erklärt auch Check24-Energie-Geschäftsführer Billy Scheufler. „Die erste Senkung der EEG-Umlage zum Jahreswechsel kam aufgrund der massiv gestiegenen Einkaufspreise bei Strom nicht bei den Verbrauchern an“, sagt er.

Drehstromzähler, davor verschiedene Euro-Scheine
Nicht nur die Gas-Preise, sondern auch die Stromkosten steigen enorm. Hier könnte die Regierung Abhilfe schaffen. © Weingartner-Foto/Imago Images

Strompreis-Entlastung: So könnte die Regierung Abhilfe schaffen

Doch der Staat hätte noch mehr Möglichkeiten, um Verbraucher zu entlasten. Etwa durch eine Senkung der Stromsteuer oder eine Senkung der Mehrwertsteuer, berichtet merkur.de. Die folgende Tabelle zeigt, welche Maßnahmen bei Musterhaushalten wie viel einsparen würden.

Durch entsprechende Maßnahmen könnte also die Preissteigerung noch aufgefangen werden. Eine Familie könnte dadurch um 459 Euro und ein Singlehaushalt um 147 Euro im Jahr entlastet werden. Bei diesen Zahlen ist zu beachten, dass es sich nicht um die Summe der drei in der Tabelle aufgeführten Entlastungen handelt, da es sich darin um Brutto-Beträge handelt. Bei niedrigeren Preisen trotz Wegfall der EEG-Umlage und Senkung der Stromsteuer müssen also noch sieben Prozent Mehrwertsteuer addiert werden.

Was jedoch nicht vergessen werden darf: Eine Senkung der Steuern hätte auch Auswirkungen auf den Bundeshaushalt. Damit würden dem Staat eine Menge Einnahmen fehlen.

Wie weitere Entlastungen genau aussehen könnten und ob alle Stromkunden noch eine zusätzliche Entlastung erhalten, dazu hat sich die Bundesregierung noch nicht geäußert. (ph)

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