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Vorhersage Sturm: Wichtige Infos zum Wetterereignis

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Von: Marie Ries

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Stürme tauchen gerade im Herbst und im Winter häufig in den Vorhersagen der Meteorologen auf. Spannende und wichtige Fakten zum Wetterphänomen erfahren Sie hier.

Kassel – Unfälle, entwurzelte Bäume und umgestürzte Strommasten – dass Stürme für einiges an Schäden sorgen können, ist allgemein bekannt. Weniger geläufig dürfte jedoch vielen die meteorologische Definition eines Sturms sein. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) handelt es sich bei einem Sturm um einen „Wind von großer Heftigkeit“ mit Windböen von 74 bis zu 117 Kilometern pro Stunde.

Wetterphänomen:Sturm
Windgeschwindigkeiten:74 bis 117 Kilometer pro Stunde
Begleiterscheinungen:schwere Schauer, Gewitter
Mögliche Schäden:z.B. Schäden an Dächern, Stromausfälle, umgewehte Zäune

Sturm: Einteilung der Windstärke durch die Beaufort-Skala

Diese Windgeschwindigkeiten entsprechen den Stärken 9 bis 11 auf der sogenannten Beaufort-Skala. Diese Skala teilt Windgeschwindigkeiten in Stufen von 0 bis 12 ein, die von Windstille bis Orkan reichen. Ab einer Windgeschwindigkeit von 89 Kilometern pro Stunde spricht man von einem schweren Sturm (Stufe 10), ab 103 Kilometern pro Stunde von einem orkanartigen Sturm (Stufe 11). Orkanartige Böen werden vom DWD auch zur Kategorie Unwetter gezählt.

Grundsätzlich können Stürme zu allen Jahreszeiten auftreten. Laut DWD ist die Wahrscheinlichkeit dafür in Deutschland jedoch im Sommer deutlich geringer als im Winter. Generell ziehen über ganz Mitteleuropa im Winter mehr Sturmtiefs hinweg als in der warmen Jahreszeit.

Entstehung durch Temperatur- und Druckunterschiede

Die Entstehung von Stürmen ist auf Temperatur- und Druckunterschiede in der Luft zurückzuführen. In Europa entstehen viele Sturmtiefs im Herbst und Winter über dem Nordatlantik. Wenn dort warme, feuchte Luft vom Äquator auf kalte Luft vom Nordpol trifft, können sich starke Winde bilden, wie auf einer Webseite des Helmholtz-Forschungszentrums zu lesen ist. Je größer der Temperatur- und Druckunterschied zwischen den zwei Luftmassen ist, desto stärker wird der Sturm.

Sturmtiefs werden häufig von schweren Schauern begleitet.
Sturmtiefs werden häufig von schweren Schauern begleitet. © IMAGO/Ying Tang

Ein Sturm zieht auf – was ist zu tun?

Begleitet werden die Sturmtiefs häufig auch von starkem Niederschlag und Gewitter. Steht ein Sturm bevor, empfiehlt es sich, lose Gegenstände wie Blumentöpfe und Fahrräder zu sichern. Während des Unwetters sollte man nach Möglichkeit im Erdgeschoss eines Gebäudes ausharren. Auch der Aufenthalt in einem Auto kann wirksam vor Gewitter schützen. Wird man jedoch im Freien von einem Unwetter überrascht, so sollte man offenes Gelände, aber auch Strommasten und Bäume meiden. Dem Arbeiter-Samariter-Bund zufolge ist es ebenso ratsam, mindestens 50 Meter Abstand zu Überlandleitungen einzuhalten.

Sturm, Gewitter und starker Niederschlag können trotz Schutzmaßnahmen für Schäden an Dächern, Fenstern und Gartenmöbeln, aber auch für überflutete Keller sorgen. Möchte man seine Besitztümer gegen die Schäden absichern, kann man über Versicherungen von Wohngebäude und Hausrat hinaus auch Zusatzversicherungen abschließen. Eine Elementarversicherung beispielsweise zielt speziell auf Schäden durch Unwetter und Naturgewalten ab. (Marie Ries)

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