Verbraucher

Lieferengpässe bei Aldi, Lidl, dm & Co.: Das steckt hinter den leeren Regalen

In einigen Läden von Aldi, Lidl, dm & Co. sind viele Regale wie leer gefegt. Doch das liegt nicht an erneuten Hamsterkäufen, sondern an Lieferengpässen.

Kassel - In einigen Einkaufsfilialen in Deutschland kann man sie sehen: leere Regale. Das liegt derzeit an Lieferengpässen, die diverse Gründe haben. Besonders davon betroffen sind einige Supermärkte wie Aldi und Lidl sowie die Drogerien dm und Rossmann.

Vor allem das Hochwasser in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hat in einigen Märkten seine Spuren hinterlassen, berichtet rtl.de. In den betroffenen Gebieten bitten beispielsweise Hinweisschilder die Kunden um etwas mehr Geduld, da die Lager für viele Produkte dort aktuell beinahe leer sind.

In Duisburg heiße es laut chip.de, dass viele Artikel „aus technischen Gründen“ nicht lieferbar seien. Hauptsächlich alltägliche Produkte, wie Shampoo, Toilettenpapier oder Zahnpasta sind davon betroffen. Aber nicht nur die Flut-Katastrophe beeinflusst die stockende Lieferkette.

In einigen deutschen Geschäften stehen Kunden derzeit vor leeren Regalen. Aldi, dm und Co. haben mit Lieferengpässen zu kämpfen.

Flut, Corona, Logistik: Das sind die Gründe für die leeren Regale bei Aldi, Lidl, dm und Co.

Auch die weltweite Container-Krise sorgt für Chaos und Lieferengpässe in den Filialen. Die Waren stauen sich auf den Schiffen in den Häfen der jeweiligen Städte. Das betrifft vor allem Produkte und Kleidung aus Asien, die von zahlreichen deutschen Händlern bezogen werden. Die Chefs von dem Discounter Kik und dem Drogerie-Riesen Rossmann warnten bereits Kunden weiterhin vor leeren Regalen und damit verbundenen Preissteigerungen.

Ein zusätzliches Problem sind bereits ausgebuchte Lieferslots und ein Mangel an freien Containern. Aus diesen Gründen bleibt die Ware oftmals bei den Herstellern liegen und kann nicht rechtzeitig abgeholt werden. Die Nachfrage nimmt allerdings nicht ab, was wegen Angebotsknappheit zu höheren Transportkosten führt.

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„Die Knappheit der Frachtkapazitäten und der Container hat deutliche Auswirkungen auf den deutschen Handel“, erklärte Raoul Roßmann, Chef der Drogeriekette Rossmann, dem Handelsblatt. Dies könnte langfristige Folgen für die Wirtschaft in Deutschland haben. Auch das im März 2021 auf Grund gelaufene Frachtschiff Ever Given sorgte für Waren-Knappheit in Europa - auch PS5-Konsolen waren darauf geladen.

Corona-Pandemie unterbricht Lieferketten: Eine Branche trifft es besonders

Nun erschwert die weltweit anhaltende Corona-Pandemie die Situationen noch weiter. Aufgrund der einzuhaltenden Hygienemaßnahmen zur Eindämmung des Virus, laufen die Arbeiten deutlich langsamer. Außerdem wurden auch dadurch bestimmte Lieferketten unterbrochen - beispielsweise ist das Angebot von Sport- und Freizeitartikeln aktuell sehr knapp.

Unternehmendm
Mitarbeiter in Deutschland41.000
Filialen Etwa 2000
GründerProf. Götz W. Werner
Quelle: dm.de

Während der Lockdowns sind zahlreiche Menschen auf Individualsport umgestiegen, um sich trotz Schließungen der Fitnessstudios weitestgehend fit zu halten. Doch besonders im Fahrradhandel ist jetzt Geduld gefragt, denn dort kommt es derzeit zu erheblichen Lieferproblemen. Eine Vielzahl an Rädern kann erst Monate später ausgeliefert werden.

„Einige Händler warten bis heute noch auf bis zu 40 Prozent der Räder, die sie bereits im vergangenen Jahr bestellt haben“, sagte Hans-Peter Obermark vom Verband des Deutschen Zweiradhandels (VDZ) der Funke-Mediengruppe. Die Branche rechne damit, dass sich dies auch noch weiter hinauszögern könnte - erst 2024 erwarte man eine Normalisierung des Fahrradmarktes. (Alina Schröder)

Rubriklistenbild: © Robert Michael/dpa

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