1. Startseite
  2. Verbraucher

Aldi, Lidl, Rewe & Co.: Ist der Einkauf morgens wirklich günstiger als am Abend?

Erstellt:

Von: Fabian Pieper

Kommentare

Spielt die Uhrzeit beim Einkaufen preislich eine Rolle?
Spielt die Uhrzeit beim Einkaufen preislich eine Rolle? © Sven Hoppe/dpa

An der Tanksäule verändern sich die Spritpreise teils mehrmals täglich. Doch gilt das auch für Produkte im Supermarkt – und wenn ja: wann ist das Einkaufen am günstigsten?

Berlin – Selten waren die Preise für Lebensmittel im Supermarkt ähnlich hoch wie heutzutage. Die durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine ausgelöste Inflation trifft vor allem die hart, die sowieso ständig aufs Geld schauen müssen. Daher bietet sich ein Blick auf Sonderangebote meistens an. Viele Supermärkte bieten bestimmte Produkte meistens über den Zeitraum von einer Woche günstiger an.

Doch verändern sich Preise auch im Tagesverlauf? Und wenn ja: Wann ist der Einkauf am günstigsten?

Die gute Nachricht: Supermärkte erhöhen die Preise ihrer Waren nicht in Abhängigkeit der Tageszeit und des damit verbundenen Aufkommens von Kunden. Damit unterscheiden sie sich beispielsweise von Tankstellen, die ihre Preise tagsüber zu den Stoßzeiten nach oben hin anpassen. In Supermärkten ist häufig am späten Nachmittag und frühen Abend am meisten los, wenn zur Feierabend-Zeit viele Menschen einkaufen gehen. Die Preise bleiben dennoch stabil, da ein Austauschen von Preisschildern, selbst bei digitalen Preisschildern, zu aufwendig wäre und sich nicht rechnen würde. Zudem würden die Preise häufig vom Hersteller der Produkte vorgegeben, sodass den Märkten der Spielraum zur Preisgestaltung fehlt. Das haben mehrere Insider dem Online-Portal t-online.de verraten.

Einkaufen im Supermarkt: Dann sind verderbliche Waren am günstigsten

Und dennoch kann es sich lohnen, zu entsprechenden Tageszeiten oder zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Woche einkaufen zu gehen. Denn häufig werden frische Produkte vor allem in kleinen Supermärkten in den ein bis zwei Stunden vor Ladenschluss deutlich reduziert. Das betrifft Lebensmittel wie Obst, Gemüse und Backwaren. Zudem lassen sich samstags oder vor Feiertagen verderbliche Produkte wie Wurstwaren und Milchprodukte oftmals günstiger erstehen. Allerdings sollten diese Lebensmittel dann bald aufgebraucht werden, da sie kurz vorm Erreichen des Mindesthaltbarkeitsdatums stehen. Der Preisvorteil kann von 30 bis 50 Prozent reichen.

Mit unserem Newsletter verpassen Sie nichts mehr aus Ihrer Umgebung, Deutschland und der Welt – jetzt kostenlos anmelden!

Weitere Spar-Tipps: Die Eigenmarken der Supermärkte sind in der Regel günstiger als bekannte Marken-Produkte. Marken-Produkte stehen außerdem in der Regel auf Augenhöhe der Kunden, die günstigeren Produkte finden sich meistens unten im Regal, wo sie schwerer zu finden sind – Bücken lohnt sich! Zudem lohnt es sich nur selten, für Sonderangebote mit dem Auto Umwege zu anderen Supermärkten zu fahren, da der Spritverbrauch die Ersparnis an der Ladentheke wieder auffrisst.

Und: Nicht jedes Sonderangebot ist auch ein gutes Angebot. Denn manchmal gilt der Preisnachlass nur auf die Preisempfehlung des Herstellers, während sich am Preis des Produkts im Laden nichts geändert hat – eine Mogelpackung also. Ein vergleichender Blick kann sich also lohnen. Und auch daheim lässt sich mit diesen Koch-Tipps Geld sparen.

Auch interessant

Kommentare