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Mit dem Handy: Self-Scanning im Supermarkt – So funktioniert es

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Von: Jan Oeftger

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Die Möglichkeit, Produkte im Supermarkt mit dem Handy zu scannen, soll die Kaufentscheidung erleichtern – und Zeit sparen.

Kassel – Ein Produkt beim Supermarkt mit dem Smartphone scannen, einige Zusatzinformationen erhalten und kein langes Warten an der Kasse – klingt einfach und sinnvoll. Bei teilnehmenden Märkten können Kunden mit dem eigenen Smartphone den Strichcode des Produkts einscannen. Benötigt wird dazu lediglich eine zugehörige App. Das soll bei der Kaufentscheidung helfen und Zeit sparen.

Alternativ gibt es auch „Self-Scanning“-Methoden, für die Kunden bei Aldi, Lidl, Edeka & Co. ihre Smartphones nicht benötigen. Beispielsweise Scanner, die in den teilnehmenden Geschäften vorhanden sind. Genauso wie bei der Smartphone-Methode muss das Produkt nur kurz eingescannt werden.

Einkaufen im Supermarkt: Diese „Self-Scanning“-Methoden gibt es

„Self-Scanning“ im Supermarkt: Methode wird nur selten genutzt

Mit einer entsprechenden App auf dem Smartphone lassen sich Produkte mittles QR-Code einfach scannen und erfassen. An der Kasse kann schließlich einfach ein generierter Checkout-Code vorgezeigt und dann bezahlt werden. Zu solchen Apps zählen beispielsweise „Scangoru“ oder „Scansation“.

Wie die Lebensmittel Zeitung (LZ) schreibt, werden solche Methode in der Praxis jedoch nur selten genutzt. Nur wenig Einkaufende greifen demnach vor allem auf die Smartphone-Technik zurück, schreibt die LZ unter Berufung auf eine Studie des EHI.

Der Studie zufolge nutzen in Läden, die es anbieten, lediglich 0,67 Prozent der Kunden die Möglichkeit, Produkte einzuscannen. Nur in einzelnen Filialen dreier Händler ist die Quote mit 2,5 Prozent etwas höher. An der Studie nahmen 15 Unternehmer mit 1100 Filialen teil, in denen das „Self-Scanning“ mit einer App möglich ist.

Ein Kunde scannt mit seinem Handy ein Produkt. Laut einer Studie wird diese Möglichkeit jedoch selten angenommen.
Ein Kunde scannt mit seinem Handy ein Produkt. Laut einer Studie wird diese Möglichkeit jedoch selten angenommen. © Georg Wendt/dpa

„Self-Scanning“ im Supermarkt: Einkaufsmethode nutzt nur einer von 15 Einkaufenden

Experte Frank Horst hob bei den EHI-Technologie-Tagen in Bonn hervor, dass der Wert von 0,67 Prozent bedeute, dass nur einer von 150 Kunden seine Produkte in einem Laden mit seinem eigenen Smartphone abscannt. Horst gibt an, dass lediglich drei der 15 Händler in ihren Geschäften durchschnittlich eine Nutzungsrate über einem Prozent haben.

Eine ähnliche Funktion sei jedoch schon deutlich etablierter und hat laut Horst „deutlich höhere Kundenakzeptanz“. Dabei handelt es sich um das „Self-Scanning“ mit einem Profi-Handscanner oder einem Personal-Shopping-Assistant (PSA). Ein PSA ist am Einkaufswagen fest installiert. Er hat einen Touchscreen und kann Produkte ebenfalls scannen. Laut der EHI-Studie erreichen diese beiden Geräte durchschnittliche Nutzungsquoten von sieben Prozent. In einzelnen Filialen liegt dieser Wert sogar noch deutlich höher. Darüber hinaus testet Rewe die neue Einkaufsmethode „Pick&Go“. (Jan Oeftger)

Für den Online-Einkauf von Lebensmitteln wurden zuletzt neue Regelungen eingeführt, die Verbraucher beachten müssen.

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