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Dringender Kartoffel-Rückruf bei Edeka und Netto: Bei Verzehr drohen Erbrechen oder Durchfall

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Drei Kartoffelprodukte wurden aus dem Verkehr gezogen. Rückruf-Grund: Der Nachweis gefährlicher Inhaltsstoffe. Der Hersteller nennt Details.

Kassel – Mehrere Kartoffel-Produkte, die auch bei Edeka und Netto verkauft wurden, sind von einem Rückruf betroffen. Wie der Hersteller in einer Mitteilung angab, kann „eine gesundheitliche Beeinträchtigung nicht vollständig ausgeschlossen werden“.

Rückruf von Speisekartoffeln bei Edeka und Netto – Pflanzenschutzmittel nachgewiesen

Es ist in der jüngsten Vergangenheit nicht der erste Kartoffel-Rückruf, kürzlich mussten auch Rewe und Penny reagieren.

Folgende Produkte wurden zurückgerufen:

Als Grund für den Rückruf gab der Hersteller an, man habe in den betroffenen Artikeln den „Nachweis eines Pflanzenschutzmittels über dem gesetzlichen Rückstandshöchstgehalt“ erbracht. Kunden wird dringend dazu geraten, vom Verzehr der oben genannten Speisefrühkartoffeln abzusehen.

Ein Sack Edeka-Kartoffeln
Diese beiden Edeka-Kartoffeln sind von einem Rückruf betroffen – wie auch ein weiteres Produkt. © Edeka

Pflanzenschutzmittel in Kartoffeln: Das können Symptome einer akuten Pestizidvergiftung sein

Nach Angaben des BUND werden „viele unterschiedliche Stoffe und Stoffkombinationen“ als Pestizide bezeichnet. Diese werden „als ‚Pflanzenschutzmittel‘ oder Biozide eingesetzt“ und sind „giftig für Pflanzen, Insekten oder Pilze“.

Und auch Menschen können Krankheitssymptome unmittelbar nach dem Kontakt mit Pestiziden entwickeln, schreibt die Heinrich-Böll-Stiftung auf ihrer Homepage: „Man spricht medizinisch von einer akuten Pestizidvergiftung“. Erkrankte „können sich schlapp, müde und abgeschlagen fühlen und wie bei einer Grippe an Kopf- und Gliederschmerzen leiden. Darüber hinaus wird häufig der Magen-Darm-Trakt angegriffen – die Folgen sind Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall.“ 

Zahlreiche Bundesländer vom Edeka-Rückruf betroffen

Die vom Rückruf betroffenen Speisekartoffeln wurden bei Edeka, Marktkauf und Netto verkauft – nach Angaben des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in folgenden Bundesländern:

In der Rückrufmitteilung präzisiert der Hersteller dazu: „Der Artikel ‚Edeka Ackergold Speisefrühkartoffeln mehligkochend“ wurde vorwiegend bei Edeka und Marktkauf in Bremen, Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und den daran angrenzenden Teilen von Nordrhein-Westfalen sowie in Rheinland-Pfalz, dem südlichen Teil Hessens, dem Saarland, Baden-Württemberg und den daran angrenzenden Teilen Bayerns angeboten.“ Die „GUT&GÜNSTIG Speisefrühkartoffeln vorwiegend festkochend“ wurden demnach überwiegend „bei EDEKA und Marktkauf in Rheinland-Pfalz, dem südlichen Teil Hessens, dem Saarland, Baden-Württemberg und den daran angrenzenden Teilen Bayerns angeboten“.

Laut Hersteller konnten Kunden „das Produkt ‚Markttag Speisefrühkartoffeln mehligkochend‘ fast bundesweit bei Netto Marken-Discount“ kaufen, „Ausnahmen sind Hamburg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein“.

Kartoffel-Rückruf: Kunden von Edeka, Netto oder Marktkauf kriegen ihr Geld zurück – auch ohne Kassenbon

Kunden, die bei Edeka, Netto oder Marktkauf die betroffenen Kartoffeln gekauft haben, können diese problemlos in den Supermarkt- oder Discounter-Filialen zurückgeben. Sie bekommen den Kaufpreis laut Herstellerangaben auch ohne Vorlage des Kassenbons erstattet.

Unterdessen müsste kürzlich auch ein Gewürz wegen gesundheitlicher Bedenken aus dem Verkehr gezogen werden. Es wurde auch bei Kaufland verkauft (kh)

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