Zahlreiche Produkte betroffen

Neuerung bei Aldi, Lidl und Co.: Was Supermarkt-Kunden jetzt beachten müssen

Eine Flasche liegt in einem Pfandautomaten:  Supermarktkunden müssen sich ab 2022 auf eine neue Pfand-Regelung einstellen.
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Lidl, Aldi, Rewe, Edeka und Co.: Supermarktkunden müssen sich ab 2022 auf eine neue Pfand-Regelung einstellen.

Bei Aldi, Lidl, Rewe, Edeka und Co. wird sich den nächsten Jahren einiges ändern. Viele Getränke sind von neuen Regeln betroffen.

Kassel – Beim Einkaufen in Supermärkten müssen sich Kunden künftig umstellen. Nach Plänen des Bundesumweltministeriums sollen die Pfandregeln in Deutschland nämlich weiter ausgebaut werden. Demnach müssten Kunden bei gewissen Produkten schon bald tiefer in die Tasche greifen.

Betroffen sind einige Plastikflaschen, die beispielsweise als Behälter für Smoothies oder Fruchtsäfte aus Kühltheken dienen. Vorgesehen ist, dass auch diese Flaschen in Zukunft wieder verwendet werden können. Diese Änderungen würden sämtliche Supermärkte und Discounter betreffen – egal ob Aldi, Lidl, Rewe oder auch Edeka.

Neue Pfand-Regelung bei Aldi, Lidl, Rewe, Edeka und Co.: Diese Produkte sind betroffen

Obwohl in Deutschland bereits seit über 18 Jahren Pfand auf Dosen und Flaschen fällig ist, waren Frucht- und Gemüsesäfte bislang von der Pfand-Pflicht ausgenommen. Mit einer Neuregelung des Verpackungsgesetzes soll sich das jedoch ab dem kommenden Jahr ändern. Da die Regelerweiterung vor allem gekühlte Produkte betreffen soll, bekommen Supermarkt-Kunden, die etwa bei Aldi, Lidl, Rewe und Edeka gern in die Kühltheke greifen, die Aufpreise besonders zu spüren.

Auf diese Produkte müssen Kunden ab 2022 einen Pfand bezahlen:

  • Smoothies in Plastikflaschen und Dosen
  • Obst- und Gemüse-Shots
  • Säfte in Plastikflaschen
  • Sämtliche Getränkedosen wie alkoholische Mischgetränk-Dosen

Aldi, Lidl, Rewe, Edeka und Co.: Pfandfreie Plastikflaschen sollen abgeschafft werden

Während zunächst Einweg-Getränkeflaschen aus Kunststoff pfandpflichtig werden, sollen zwei Jahre später weitere Änderungen im Supermarkt eingeführt werden. Denn ab 2024 soll die Pfand-Pflicht auch auf Plastikflaschen ausgeweitet werden, die Milchgetränke beinhalten – wie etwa gekühlte Kaffee-Getränke, Kakao und weitere Milch-Spezialitäten. Wie merkur.de berichtet, würde dieser Schritt das Aus für die letzten pfandfreien Plastikflaschen* bedeuten. Doch auch weitere Lebensmittel könnten für wahre Preis-Explosionen in Supermärkten sorgen.

Auf diese Produkte müssen unter anderem Kunden von Aldi, Lidl, Rewe, Edeka und Co. ab 2024 einen Pfand bezahlen:

  • Kaffee-Getränke aus der Kühltheke
  • Milchshakes in Plastikflaschen
  • Kakao aus Dosen und Plastikflaschen

Wie gewohnt soll die Rückgabe der betroffenen Getränke ebenfalls über die Pfand-Automaten in den Supermärkten stattfinden. Wo die Milchgetränke abgegeben werden sollen, steht aber noch nicht fest, da hier eine mögliche Schimmelbildung im Raum steht.

Änderungen bei Aldi, Lidl, Rewe, Edeka und Co. sollen Müll verringern

Weiter müssen ab 2025 PET-Einweg-Getränkeflaschen aus mindestens 25 Prozent Recycling-Plastik bestehen. Fünf Jahre später soll diese Quote auf mindestens 30 Prozent erhöht werden. Zudem müssen Restaurants und Lieferdienste ab 2023 Mehrwegbehälter für Essen und Getränke zum Mitnehmen anbieten.

Ein schöner Nebeneffekt durch die neuen Regelungen würde sich auch für kommunale Reinigungsbetriebe ergeben, da aufgrund des To-Go-Booms eine große Menge Müll entsteht. Dieser würde durch die Veränderungen, die dann auch bei Aldi, Lidl, Rewe und Edeka greifen würden, enorm verringert werden. (Nail Akkoyun) *merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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