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Lieferengpässe wegen Papiermangel: Nun könnten Zigaretten knapp werden

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Von: Fee Halberstadt

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Die angespannte Lage in der Ukraine sorgt für verschiedene Logistik- und Herstellungsprobleme. Nun sind auch Zigaretten von den Lieferengpässen betroffen.

Berlin – Der Ukraine-Konflikt führt zu Lieferengpässen von verschiedenen Produkten - auch in Deutschland. Beispielsweise sind Lebensmittel wie Nudeln, Mehl, Hefe, Honig oder Speiseöl knapp und das in den verschiedenen Einkaufsmärkten wie Lidl, Aldi, Rewe und Co. Doch das bleibt nicht das Einzige, was aktuell von verzögerten Lieferungen oder fehlenden Ressourcen betroffen ist.

Der Zigaretten-Hersteller Philip Morris produziert unter anderem die Tabakwaren der Marken Marlboro und L&M. Eines der Werke für die Herstellung der Papierschachteln liegt in der ostukrainischen Stadt Charkiw. Durch die angespannte Lage in der Ukraine legte der Produzent das Werk jedoch vorerst still. Dadurch kommt es zu fehlendem Papier und daraus folgenden Lieferengpässen.

Mangel an Zigaretten: Lieferengpässe sorgen für zu wenig Papier für die Herstellung

„Wegen der weltweit angespannten Lage auf den Rohstoffmärkten und der Verknappung der Kartonagen kann es tatsächlich zu Engpässen kommen“, sagte der Tabakkonzern auf Anfrage der Bild-Zeitung. Allerdings scheinen nicht alle Verpackungsgrößen und Produkte von den möglichen Engpässen betroffen zu sein. Demnach teilte eine Sprecherin des Großhandelsunternehmens Lekkerland mit, dass die „Lieferschwierigkeiten für bestimmte Packungseinheiten“ gelten würden. Betroffen seien demnach nur die Sorten Marlboro Red und Gold in den Schachtelgrößen 22 und 29.

Wegen eines stillgelegten Werkes in der Ukraine kommt es zu Lieferengpässen von Zigaretten.
Wegen eines stillgelegten Werkes in der Ukraine kommt es zu Lieferengpässen von Zigaretten. (Symbolbild) © Christoph Schmidt/dpa

Aktuell seien vor allem Zigarettenautomaten betroffen, bestätigt Cyryl Ratz, Vertriebsleiter des Großhandels Tabakwaren Dietz der Bild-Zeitung mit den Worten: „An vielen Automaten sind Marlboros bereits vergriffen.“ Wann dieses Problem gelöst ist, bleibt vorerst unklar. Um die Engpässe zu bewältigen, würde der Tabakproduzent Philip Morris die Lieferketten kontinuierlich anpassen, wie ein Sprecher der Firma gegenüber der Bild-Zeitung mitteilte. (Fee Halberstadt)

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