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Extreme Schwankung bei Benzinpreisen: Wann Sie am besten tanken sollten

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Von: Fee Halberstadt

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Um Geld zu sparen, sollte zu der richtigen Uhrzeit getankt werden. Bei Diesel liegt der Unterschied bei mehr als 16 Cent.
Um Geld zu sparen, sollte zu der richtigen Uhrzeit getankt werden. Bei Diesel liegt der Unterschied bei mehr als 16 Cent. (Symbolbild) © Hannes P. Albert/dpa

Besonders während des Berufsverkehrs sind die Benzinpreise derzeit extrem hoch. Daher lohnt es sich, den richtigen Zeitpunkt zum Tanken abzuwarten.

München – Bereits vor den schnell steigenden Benzinpreisen hat es im Alltag Schwankungen an den Tanksäulen in Deutschland gegeben. Typischerweise ist der Sprit morgens besonders teuer und am Abend im Durchschnitt günstiger. Durch den Ukraine-Konflikt sind die Preise beim Tanken so teuer wie nie zuvor, weshalb die richtige Uhrzeit zum Tanken sinnvoller denn je ist. Teilweise können hier bis zu 16 Cent gespart werden, wie eine aktuelle Untersuchung des ADAC zeigt.

Im Mai betrug der Unterschied zwischen der Preisspitze im Berufsverkehr und dem Tief am Abend bei Super E10 im Vergleich zum Vorjahr demnach rund 10 Cent pro Liter. Bei Diesel stieg der Preis noch enormer an und beträgt mehr als 16 Cent im Vergleich zum Vorjahr. Das ist mehr als doppelt so viel wie vor einem Jahr und der höchste Wert, den der Verkehrsclub je bei der seit 2015 jährlich durchgeführten Analyse ermittelt hat. In die Auswertung flossen laut ADAC Preise praktisch aller Tankstellen in Deutschland im Mai ein.

Benzinpreise schwanken im Laufe des Tages: Die Uhrzeit beim Tanken ist entscheidend

„Im morgendlichen Berufsverkehr wurde einmal mehr der Versuch unternommen, von einem Teil der Kunden besonders hohe Preise zu verlangen“, kritisierte der ADAC-Experte Jürgen Albrecht. Am höchsten war der Preis der Auswertung zufolge morgens um etwa 7 Uhr. Dann lag Diesel im Schnitt 12 und Super E10 mehr als 6 Cent über dem Tagesdurchschnitt. Am späten Abend lag Diesel dagegen rund 5 Cent unter dem Tagesdurchschnitt, E10 knapp 4 Cent.

In der Tagesverlaufskurve ergeben sich für beide Kraftstoffarten insgesamt sieben Preis-Wellen. Die erste steigt von kurz vor 5 Uhr morgens bis 7 Uhr an. Bis 9 Uhr fallen die Preise dann stark, um bis 10 Uhr wieder leicht anzuziehen. Von dort geht es dann in einer Wellenbewegung schrittweise abwärts. Am günstigsten tankte es sich im Mai laut ADAC zwischen 18 und 19 Uhr sowie zwischen 20 und 22 Uhr. Das galt auch in den vergangenen Jahren. Nachts gibt es laut ADAC kaum Preisänderungen.

UhrzeitAbweichungen vom Mittelwert von Diesel / Super
5 Uhretwa +2,5 / +1,6 Cent pro Liter
7 Uhretwa +11 / +6 Cent pro Liter
9 Uhretwa +2 / +1 Cent pro Liter
11 Uhretwa -0,3 / -0,25 Cent pro Liter
13 Uhretwa +0,7 / +1 Cent pro Liter
15 Uhretwa -2,8 / -2,2 Cent pro Liter
17 Uhretwa -3,4 / -2,6 Cent pro Liter
19 Uhretwa -4 / -2,8 Cent pro Liter
21 Uhretwa -4,5 / -3,4 Cent pro Liter
23 Uhretwa -1,4 / -0,3 Cent pro Liter
Quelle: ADAC

Günstig Tanken durch Beachten der Uhrzeit: Benzinpreise schwanken mehrmals täglich

„Im Juni sind die Karten durch die aktuellen Verschiebungen neu gemischt worden“, sagte Albrecht mit Verweis auf die Steuersenkung zum Monatsanfang, die Teil des Entlastungspakets der Bundesregierung sind. In deren Umfeld es viel Bewegung auf dem Spritmarkt gab. „Die Zeitspannen von 18 bis 19 und von 20 bis 22 Uhr bleiben aber wohl besonders günstig. Zudem sollten Autofahrer die Augen offen halten und bewusst durch ihr Tankverhalten den Wettbewerb fördern. Und wenn man doch morgens tanken muss, reichen oft kleinere Mengen.“ (fh/dpa)

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