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Benzin oder Diesel kaufen: Wie viel Liter dürfen Sie zuhause lagern?

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Von: Fee Halberstadt

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Seit dem 1. Juni gilt der Tankrabatt. Manche werden sicherlich auf die Idee kommen, Kraftstoff zu bunkern.
Seit dem 1. Juni gilt der Tankrabatt. Manche werden sicherlich auf die Idee kommen, Kraftstoff zu bunkern. (Symbolbild) © Christophe Gateau/dpa

Seit dem 1. Juni gilt in Deutschland ein Tankrabatt. Neben gesetzlicher Regeln sorgen auch andere Aspekte dafür, dass das Bunkern nicht sinnvoll ist.

Kassel – Der Ukraine-Konflikt führte in Deutschland zu extrem hohen Preise an den Tankstellen. Die Kosten für einen Liter Diesel stiegen im März 2022 auf einen Rekordwert von 2,14 Euro an, während Super E10 auf einen neuen Höchstwert von 2,07 Euro pro Liter hinaufschnellte. Da diese teuren Tankkosten die deutsche Bevölkerung zunehmend belastet, entschloss die Regierung durch einen Tankrabatt ab dem 1. Juni die Preise für Diesel und Super günstiger zu machen.

Drei Monate lang soll die Energiesteuer der Kraftstoffe gesenkt werden und somit allen Autofahrerinnen und Autofahrern, zwischen 17 und 36 Cent pro Liter erspart bleiben. Diese Senkung kann allerdings zeitweise auch zu einem Kraftstoff-Mangel führen, wie ein Tankstelle-Betreiber warnte. Eine zu große Nachfrage kann, wie auch bei Lebensmitteln, zu kurzzeitigen Lieferengpässen führen.

Bunkern von Kraftstoff: Kanister für Diesel und Benzin müssen Vorschriften entsprechen

Die Eine oder der Andere wird ebenfalls auf die Idee kommen, Kraftstoff in Kanister zu füllen. Allerdings gibt es hierbei eine Menge Regelungen und Vorschriften, die das Bunkern von Sprit erschweren. Außerdem ist es eine Frage der Sicherheit, denn Diesel und Benzin sind leicht entflammbar. Werden sie nicht ordnungsgemäß gelagert, kann es zu katastrophalen Folgen kommen. Zudem können giftige Gase austreten, die gesundheitsschädlich sind.

Sprit darf daher nicht in irgendeinen gewöhnlichen Behälter gefüllt werden. Reservekraftstoffkanister benötigen eine UN- oder Reservekraftstoffkanister-Zulassung und müssen zudem luftdicht, fest verschließbar, bruchsicher und maximal 60 Liter groß sein, wie der ADAC berichtet.

Haltbarkeit von Diesel und Benzin: Lohnt es sich Sprit zu bunkern?

Hinzu kommen Regelungen, die besagen, dass in einer Garage von 100 Quadratmeter maximal 20 Liter Benzin aufbewahrt werden dürfen. Da Diesel nicht so leicht entflammbar ist, dürfen hiervon maximal 200 Liter gelagert werden, informiert der Auto Club Europa (ACE). In Mietverträgen wird die Lagerung von Kraftstoff oftmals vollständig untersagt. Zusammengefasst gibt es, laut ACE, einige Einschränkungen bei der Lagerung:

Zusätzlich ist Sprit nicht lange haltbar, so der ACE. Die Qualität beginnt bereits nach wenigen Monaten abzunehmen. Bei Diesel verändert sich die Konsistenz, selbst bei luftdichter Lagerung. Bakterien, die in der Flüssigkeit leben, zersetzen den Kohlenstoff, was für eine Art Schlamm sorgt. Dieser kann den Motor verstopfen. Somit ist es, abgesehen davon, dass es nicht erlaubt ist, nicht rentabel, Kraftstoff zu bunkern. (Fee Halberstadt)

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