Tipps und Tricks

Tauben vom Balkon vertreiben: Mit diesem Trick wird man die Vögel los

Tauben auf dem Balkon sorgen bei einigen Menschen für Unmut. Sie machen Lärm und Schmutz. Wie vertreibt man die Vögel aber am besten?

Kassel – Allein das Gurren von Tauben auf dem eigenen Balkon kann bei dem ein oder anderen dafür sorgen, dass Wut aufkommt. Doch falls die Vögel dann auch noch Terrassen- oder Balkonmöbel mit ihren Hinterlassenschaften „verzieren“ hört auch für die tierliebsten Verbraucher irgendwann der Spaß auf.

Denn Tauben-Kot frisst sich schnell in die Möbel und Garnituren und das Reinigen kostet meist nicht nur Zeit, sondern auch bares Geld. Doch wie wird man die Vögel auf Dauer los?

Tauben auf dem Balkon: So werden Sie die Vögel endgültig los

Es könnte so schön auf dem eigenen Balkon oder der Terrasse sein: Doch Tauben können die gute Laune dauerhaft trüben. Zwar ist der Mythos, dass eine Taube Krankheiten übertragen kann, mittlerweile widerlegt, dennoch nerven die Vögel manche Balkonbesitzer. Ein einfacher Trick gegen die Tiere sind Kugeln aus Kunststoff oder Glas. Diese können einfach an einem Stock in verschiedene Töpfe gesteckt werden. Fällt die Sonne darauf, irritieren die Lichtreflexe die Tauben. Dann suchen sie sich bestenfalls einen anderen Lieblingsplatz.

Taubenarten in DeutschlandBrutbestand in Deutschland
Straßentaube190.000 bis 310.000 Paare
Hohltaube49.000 bis 82.000 Paare
Ringeltaube2,6 bis 3,1 Millionen Paare
Türkentaube110.000 bis 205.000 Paare
Turteltaube25.000 bis 45.000 Paare
Quelle: Nabu (Bestandsgrößenangaben nach „Vögel in Deutschland 2013“)

Auch Windräder, CDs oder selbstgebastelte Windspiele aus Alufolie können die Vögel irritieren. Hierfür einfach jeweils eine längere Lage der silbernen Folie der Länge nach immer wieder zusammenfalten. Wer möchte, kann diese auch in sich etwas verdrehen. Im Anschluss einfach eine Schnur ans Ende knoten und an einem Seil befestigen. Durch die Bewegung und die Lichtspiegelung werden die Tauben verjagt. Wichtig ist hier, die Gegenstände zur Tauben-Abwehr gelegentlich an unterschiedlichen Orten aufzustellen, damit sich die Vögel nicht zu schnell daran gewöhnen.

Einige Verbraucher greifen auch zu Wasserpistolen, um die Tiere zu vertreiben. Doch das ist leider keine nachhaltige Methode, denn wenn die Balkonbesitzer nicht vor Ort sind, nehmen die Vögel meist unbeirrt wieder ihren gewohnten Platz ein.

Tauben auf dem Balkon loswerden: Experte rät von Attrappen ab

Auf immer mehr Balkonen in Deutschland sind Raben und Krähen zu beobachten. Nur handelt es sich bei diesen meist nicht um die lebenden Vögel, sondern um Attrappen aus Plastik. Sie sollen den natürlichen Fressfeind der Tauben möglichst naturgetreu nachstellen und die Tiere so in die Flucht jagen. Doch wird man eine Taube dadurch wirklich nachhaltig los?

Tauben auf dem eigenen Balkon kosten oft Zeit und Nerven.

Der Wildtierexperte Derk Ehlert hat da so seine Zweifel. Er sagt, dass man damit, wenn überhaupt, nur kurzfristige Siege gegen das Tauben-Problem feiern kann: „Die Vögel sind nicht bescheuert. Nach kurzer Zeit merken sie, dass sich die Kunststofffigur nicht bewegt“, so der Fachmann im Interview mit der Berliner Zeitung B.Z. Ein Trick ist, die Krähen- und Rabenattrappen auf dem Balkon oder der Terrasse häufiger einmal zu bewegen und ihren Standort zu verändern. Dann gewöhnen sich die Tauben nicht ganz so schnell daran.

Balkon und Terrasse: Wie kann man Tauben vertreiben?

Eine andere Herangehensweise ist es, das Taubenproblem vom Grund her zu betrachten. Wenn die Vögel deshalb so oft den eigenen Balkon besuchen, weil sie es dort so gemütlich finden, dann müssen ihre Lieblingsplätze ausgemerzt werden. Sitzen die Tiere beispielsweise gerne auf freien Vorsprüngen, dann sollten diese mit Pflanzen oder anderen Deko-Gegenständen versperrt werden. Nicht jede Pflanze eignet sich übrigens für Ihren Balkon. Je nachdem wie viel Sonne es auf dem Balkon gibt, sollten die Pflanzen genau ausgewählt werden.

Bei Geländern können ebenfalls Dekoartikel oder im Erstfall auch „Taubenspikes“ helfen. Dabei handelt es sich um Spitzen, die mit der scharfen Seite nach oben auf Oberflächen angebracht werden können. Für Tauben ist dort dann kein Platz mehr. Allerdings handelt es sich hierbei um eine sehr rabiate Methode, bei der sich die Tiere im Ernstfall verletzten können. Viele Tierschützer raten daher von den Spikes eindringlich ab. Balkonbesitzer sollten diese Plätze besser mit tierfreundlicheren Methoden versperren.

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Tauben vom Balkon vertreiben: Vogelhaus „taubensicher“ machen

Wenn sich die ein oder andere Taube dagegen am ausgelegten Vogelfutter bedient, muss anders vorgegangen werden. Ist das Vogelhaus so groß, dass auch die größeren Vögel hineinpassen? Dann hilft ein Trick mit einer Juteschnur. Diese muss so um das Futterhaus gewickelt werden, dass Tauben nicht mehr hindurchpassen. Falls Sie jedoch noch Besuch von Meise, Spatz oder Rotkelchen haben möchten, achten Sie darauf, dass für diese noch ein Durchschlupf besteht.

Auch die beliebten Meisenknödel sollten Verbraucher unter Umständen noch einmal überdenken – vor allem, wenn diese so an Balkon oder Terrasse angebracht sind, dass auch eine Taube an sie herankommt. Im Zweifel, lieber an eine weniger gut erreichbare Stelle hängen. Falls sich übrigens eine Brieftaube zu Ihnen nach Hause verirrt, dann sollten Sie dem Fundvogel dringend helfen und mehrere Tipps im Hinterkopf behalten.

Ärger mit Tauben auf dem Balkon? – Vogelnetz hat eine Menge Nachteile

Die wohl unliebsamste Methode Tauben zu vertreiben sind Vogelnetze. Denn sie versperren die Sicht vom Balkon und werden durch Wetter und umherfliegende Blätter schnell unansehnlich. Doch wenn die Tauben besonders hartnäckig sind, kann das zur letzten Bastion gegen das Tauben-Problem werden. Hier müssen Balkonbesitzer jedoch vorsichtig sein. Denn das Netz muss engmaschig sein, sonst können sich die Vögel darin verheddern und schwer verletzten. Und noch einen Nachteil haben die Netze: Denn sie halten nicht nur Tauben, sondern auch den willkommenen Singvogelbesuch von Meise, Fink und Sperling ab. (Sophia Lother)

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

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