Gesundheit und Ernährung

Desserts für Kinder im Test: So bewertet Stiftung Warentest Frucht­zwerge, Mons­terbacke & Co

Viel Zucker, Fett und Kalorien: Stiftung Warentest nimmt Desserts für Kinder unter die Lupe. So schneiden Fruchtzwerge und Monsterbacke im Test ab. 

  • Desserts für Kinder im Test.
  • Ein Dessert für Kinder bekommt von Stiftung Warentest die Note mangelhaft.
  • Viele Produkte enthalten nur wenig Fruchtanteil.

Kassel - Biene Maja, Eisprinzessin und Dinos: Fertigdesserts mit bunten Motiven sind besonders beliebt bei Kindern. Sie präsentieren sich in bunten Farben und vielfältiger Auswahl im Kühlregal. Doch nicht nur die aufgedruckten Bilder auf der Verpackung, sondern auch der süße Geschmack sind verlockend. Stiftung Warentest nimmt in einem Test 25 Desserts unter die Lupe.

Für den Test werden Frischkäse- und Quarkdesserts, Puddings und Joghurts untersucht. Unter anderem sind Produkte von Danone, Dr. Oetker und Ehrmann dabei.

Stiftung Warentest: Ein Dessert für Kinder von Zott besonders ungesund

Von den 25 Desserts bewerten die Experten von Stiftung Warentest fünf Produkte als Süßigkeiten, weil reichlich Fett, Zucker und Kalorien enthalten sind. In einem Fall sogar zu viel. Aber es geht auch anders: Zwölf Desserts für Kinder können die Tester weiterempfehlen.

Wichtig sei die Größe der Portion. Allein dadurch enthalten die Produkte weniger Zucker und Fett. Die 50- bis 60-Gramm-Portionen eignen sich somit ideal als Nachtisch oder als Snack für zwischendurch. Das gilt allerdings nicht für ein Dessert im Test. „Angry Birds“ von Zott hat pro Portion bis zu sechsmal so viel Kalorien, viermal so viel Zucker und 14-mal so viel Fett wie ein Becher Fruchtzwerge.

Empfohlene Tageszufuhr für ein fünfjähriges Kind34 Gramm Zucker, 45 Gramm Fett, 1350 Kalorien
Fruchtzwerge weniger süß (50-Gramm-Becher)2,7 Gramm Zucker, 1,2 Gramm Fett, 44 Kalorien
Angry Birds von Zott Monte (125-Gramm-Becher)14,5 Gramm Zucker, 17 Gramm Fett, 268 Kalorien

Stiftung Warentest: Viele Desserts für Kinder mit wenig Fruchtanteil

Solche Produkte sollten Eltern ihren Kindern nur selten als Nachtisch anbieten. Denn nach Angaben des Robert-Koch-Instituts sind in Deutschland 15,4 Prozent der Kinder und Jugendlichen übergewichtig (Stand 2014-2017).

Fast alle Desserts im Test schmecken richtig gut. Allerdings gibt es nur wenige mit ausreichend Fruchtanteil. Der liegt bei einigen Produkten gerade einmal bei sechs Prozent. Vielmehr versehen Hersteller ihre Fertigdesserts mit natürlichen und synthetisch hergestellten Aromen.

Desserts für Kindern: Das sind die Verlierer bei Stiftung Warentest

Diese Produkte im Test schneiden schlecht ab:

  • „Angry Birds Milchdessert mit Schoko, Haselnüssen, Butterkeksen“ von Zott Monte - mangelhaft (4,7)
  • „Milchdessert mit Schoko, Haselnüssen und Schokolinsen“ von Zott Monte - ausreichend (4,0)
  • „Karli Kugelblitz Unterwasser Welt gesüßter, aromatisierter Joghurt“ von Netto - ausreichend (4,0)
  • „Karli Kugelblitz Milch und Haselnuss Dessert“ von Netto - ausreichend (4,0)
  • „Safari Bunter Vogel Joghurt mit Schokolinsen“ von Lidl Milbona - ausreichend (3,9)

Stiftung Warentest: Desserts für Kinder heutzutage mit weniger Fett, Zucker und Kalorien

Ein Rückblick auf den Test von Desserts für Kinder aus dem Jahr 2000 überrascht: Viele Produkte haben heute eine schlankere Rezeptur. Damals enthielten klassische Produkte wie Fruchtzwerge und Monsterbacke doppelt so viel Fett, ein Drittel mehr Zucker und ein Drittel mehr Kalorien. Auch Leckermäulchen hat sich dahingehend verbessert.

Das sind die Sieger im Test bei Stiftung Warentest:

  • „Fruchtjunior Erdbeere, Himbeere“ von Aldi Süd Desira - gut (1,9)
  • „Bio - Die Eiskönigin Erdbeere“ von Fruchtzwerge - gut (1,9)
  • „Fruchtjunior Erdbeere, Aprikose“ von Aldi Nord Sontner - gut (2,0)
  • „Erdbeere, Aprikose, Banane“ von Fruchtzwerge - gut (2,0)

Stiftung Warentest - Kleine Desserts für Kinder verursachen viel Müll

Allerdings gibt es einen entscheidenden Nachteil der kleinen Becher: Einige Desserts für Kinder sind aufwendig verpackt. Zusätzliche Pappe mit Werbung oder Kunststoff-Behälter für Schokolinsen verursachen viel Müll. Für das Kind sind die kleinen Portionen aber gut.

Beim Einkaufen von Desserts für Kinder sollten Eltern auf die Nährwerte achten. Die Produkte sollten außerdem nicht im Übermaß angeboten werden. Dann bleibt nach den Experten von Stiftung Warentest nur wenig Spielraum für eine ausgewogene Hauptmahlzeit und Obst zwischendurch. Gesunde Alternativen sind zum Beispiel Naturjoghurt mit Beeren, Apfelquark oder Milchreis. (Karolin Schaefer)

Rubriklistenbild: © Uwe Anspach/dpa

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