Glyphosat in jedem zweiten Produkt

Nudeln im Test: Experten finden Gift und krebserregende Stoffe in Spaghetti

Öko-Test hat Spaghetti untersucht: Manche Produkte enthalten bedenkliche Inhaltsstoffe, die Krebs auslösen können. Bekannte Marken fallen durch den Test.

  • Öko-Test* untersucht 20 Spaghetti-Marken.
  • Mehr als die Hälfte der Spaghetti im Test enthält Pestizide und Gift.
  • Die Experten finden neben dem krebserregenden Stoff Gyphosat auch Mineralöl und Schimmelpilze in den Nudeln.

Kassel - Sie zählen zu den Lieblingsgerichten der meisten Menschen und sind schnell und einfach zubereitet: Nudeln. Mehrmals die Woche landen bei Verbrauchern in Deutschland Nudelgerichte auf dem Teller, dabei greifen die meisten am liebsten zu Spaghetti. Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat in aktuellen Untersuchungen insgesamt 20 Spaghetti verschiedener Marken auf Schadstoffe und Geschmack geprüft.

Das Ergebnis: Mehr als die Hälfte der Spaghetti im Test enthält Pestizide und Gift. Einige bekannte Produkte sind zusätzlich mit Mineralölbestandteilen und Schimmelpilzgiften belastet. Auch Spaghetti bekannter Marken schneiden bei Öko-Test nicht gut ab.

Spaghetti im Test: Probleme mit Glyphosat und Verunreinigungen

Laut aktuellen Untersuchungen des Verbrauchermagazins Öko-Test enthalten mehr als die Hälfte der 20 Spaghettimarken im Test Spuren des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat. „Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) hat das Pestizid als wahrscheinlich krebserregend für den Menschen eingestuft“ heißt es bei Öko-Test. Nur 3 von 15 Spaghetti-Marken im Test waren frei von Glyphosat.

Die in den Spaghetti gefundenen sehr geringen Spurengehalte sind jedoch nicht akut gefährlich, heißt es weiter im aktuellen Artikel des Verbrauchermagazins Öko-Test. Allerdings gefährde der verbreitete Einsatz von Glyphosat die biologische Vielfalt, mahnen die Experten an.

Öko-Test
Verkaufte Auflage106.876 Exemplare
VerlagÖKO-TEST AG (Deutschland)
BeschreibungVerbrauchermagazin

Öko-Test untersucht Spaghetti: Rückstände von Mineralöl und Schimmelpilzgifte entdeckt

Doch Glyphosat sei nicht das einzige Problem: Die von Öko-Test beauftragten Labore haben in einigen Spaghetti-Marken Verunreinigungen mit Mineralöl sowie Belastungen mit einem Schimmelpilzgift nachgewiesen.

In vier Spaghetti-Produkten im Test kritisieren die Experten von Öko-Test die „leicht erhöhten“ Gehalte an gesättigten Mineralölkohlenwasserstoffen (MOSH). Diese können sich in menschlichen Organen und im Fettgewebe ansammeln und sollten von Menschen nicht in größeren Mengen aufgenommen werden. 

Spaghetti bei Öko-Test: Manche Produkte enthalten bedenkliche Inhaltsstoffe wie Glyphosat oder Schimmelpilze. Im Test war jedes zweite Produkt verunreinigt - darunter auch bekannte Marken. (Symbolbild)

Das Schimmelpilzgift Deoxynivalenol (DON) wurde von den Verbraucherexperten in zwei überprüften Spaghetti-Packungen nachgewiesen. Die Mengen werden von Öko-Test als „erhöht“ bewertet. „Mit einer Portion dieser Nudeln schöpft ein 60 Kilogramm schwerer Mensch die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge bereits zu mehr als der Hälfte aus“, heißt es im aktuellen Testbericht.

Spaghetti bei Öko-Test: Acht Nudelsorten schneiden mit Bestnote ab

Insgesamt schließen acht Spaghetti-Sorten in den aktuellen Untersuchungen von Öko-Test mit dem Ergebnis „sehr gut“ ab. Darunter sind auch alle fünf Bio-Marken im Test. Unter anderem mit Bestnote abgeschnitten haben die folgenden Produkte:

  • Alnatura SpaghettiNo. 3
  • Dennree Spaghetti
  • DmBio Spaghett
  • D‘Antelli Spaghetti von Aldi Nord
  • De Cecco Spaghetti N°12

Weitere sieben Spaghetti-Produkte wurden von Öko-Test insgesamt mit der Note „gut“ ausgezeichnet. Unter anderen als gut bewertet wurden im Test die „Barilla Spaghetti n.5“ und die „Buitoni Spaghetti72“.

Test von Spaghetti: Diese Nudeln fallen bei Öko-Test durch

Aufgrund von Verunreinigungen mit Mineralöl sowie Belastungen mit Schimmelpilzgiften und den gefundenen Spuren von Glyphosat fallen zwei Spaghetti-Marken bei Öko-Test durch. Die Spaghetti der Eigenmarke von Edeka wurden im Test mit der Note „mangelhaft“ bewertet, die Penny-Eigenmarke erhielt sogar nur das Testergebnis „ungenügend“.

Erst kürzlich haben die Experten von Öko-Test verschiedene Brote unter die Lupe genommen - mit teilweise erschreckenden Ergebnissen. Auch hier entdeckten die Experten Mineralöl-Rückstände. (Helena Gries) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Caroline Seidel/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.