Öko-Test untersucht Nudel-Produkte

Vollkornnudeln im Test: Warnung! Schimmelpilzgift in einigen Marken entdeckt

Lose, unverpackte Nudeln, Spaghetti
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Schimmel in Vollkornnudeln: Test deckt Pilzgifte in bekannten Produkten auf (Symbolbild)

Vollkornnudeln gelten als gesund. Doch Öko-Test zeigt: Einige der getesteten Nudeln weisen Spuren gefährlicher Schimmelpilzgifte auf.  

  • Öko-Test untersucht Vollkornnudeln
  • Von 20 Packungen Vollkornspaghetti im Test sind elf mit Schimmelpilzgiften belastet
  • Acht Sorten Nudeln schneiden im Test mit Bestnote ab

Kassel - Vollkornnudeln gelten als gesündere Alternative zu herkömmlicher Pasta, da sie besonders reich an Ballaststoffen sind und zudem viel Eisen, Magnesium, Zink und B-Vitamine enthalten. Während normale Nudeln meistens nur aus dem Mehlkörper des Getreidekorns bestehen, werden in Vollkornspaghetti auch Teile der äußeren Kornschichten verarbeitet, in welchen sich die meisten Nährstoffe befinden.

Vollkorn ist allerdings auch anfälliger für Schimmelpilzgifte. Öko-Test hat daher verschiedene Vollkornnudel-Produkte in einem Test unter die Lupe genommen und die Spaghetti in einem Labor unter anderem auf Pestizide, Schimmelpilzgifte, Schwermetalle und Mineralölbestandteile untersuchen lassen. Das Ergebnis: Von 20 Vollkorn-Produkten fallen elf durch den Test, da Schimmelpilzgifte laut Laborergebnissen in „erhöhten“ oder „stark erhöhten“ Mengen nachgewiesen wurden.

Vollkornnudeln bei Öko-Test: Mehr als die Hälfte der getesteten Nudeln ist belastet

Bei den Schimmelpilzgiften, die das Labor in elf Sorten Vollkornnudeln im Test nachgewiesen hat, handelt es sich laut Öko-Test um Stoffe aus der Gruppe der T2- und HT2-Toxine. „Diese können Blutzellen und das Immunsystem schädigen. Erst kürzlich hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) die Sicherheitsbewertung für T2- und HT2-Toxine aufgrund neuer Daten verschärft“, heißt es im Artikel des Verbrauchermagazins. Die in den getesteten Nudeln gefundenen Gifte sind nach Angaben der Experten zudem ziemlich stabil, sie werden beim Kochen also kaum zerstört.

Verlag\tÖko-Test AG (Deutschland)
BeschreibungVerbrauchermagazin
Chefredakteur und GeschäftsführerHans Oppermann
Verkaufte Auflage103.397 Exemplare

Öko-Test untersucht Vollkornnudeln: Bio-Nudeln im Test vorn

Von den 20 Produkten im Test wertet das Verbrauchermagazin Öko-Test insgesamt acht Vollkornnudeln mit der Note „sehr gut“. Dabei fällt auf: Alle sehr guten Nudeln haben Bio-Qualität und bestehen aus Hartweizenvollkornmehl, Vollkorn-Hartweizengrieß oder Dinkel-Vollkornmehl. Unter den Testsiegern sind auch Discounter-Produkte zu finden. Die Bio-Spaghetti von Lidl schneiden im Test beispielsweise sehr gut ab. Auch Marken-Produkte wie die Dinkel-Vollkornspaghetti von Naturata mit Demeter-Siegel finden sich unter den Spitzenreitern in den Untersuchungen von Öko-Test. Laut Untersuchungen des Verbrauchermagazins wurden bei den acht Testsiegern keine oder nur sehr geringe Spuren von Mineralölrückständen nachgewiesen.

Vollkornnudeln bei Öko-Test: Bekannte Marken fallen durch den Test

Besonders hohe Mengen an den gefährlichen Schimmelpilzgiften hat das Labor zum Beispiel bei folgenden Nudel-Produkten, die von Öko-Test unter die Lupe genommen wurden, festgestellt:

  • Vollkornspaghetti von Alnatura
  • Vollkornspaghetti von Barilla
  • Spaghetti der italienischen Pasta-Marke „Buitoni Integrale Spaghettini“

Die Spaghetti der italienischen Pasta-Marke „Buitoni Integrale Spaghettini“ sind mit dem Testurteil „Ungenügend“ bei Öko-Test durchgefallen. Sie enthalten laut Experten des Verbrauchermagazins Rückstände der Insektenspritzgifte Cypermethrin und Pirimiphos-methyl. „Die Gehalte liegen zwar deutlich unterhalb zulässiger Grenzen, aber die beiden Stoffe zählen wir zu den besonders bedenklichen Pestiziden, da sie sehr giftig für Bienen sind“, heißt es im Testbericht von Öko-Test.

Öko-Test: Nicht nur Nudeln, auch Reis mit Schadstoffen bealstet

Verbraucher: Pasta in kurzer Zeit kochen

Manchmal möchte man sich die acht bis zwölf Minuten für das Kochen der Nudeln doch eigentlich sparen. Dafür empfehlen einige „Spar-Kocher“ im Internet einen tollen Trick*, der auch noch Energie spart.

Pasta kochen: Können Nudeln zum Kochen* schon in kaltes Wasser im Topf gelegt werden? (Helena Gries) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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