Garten-Tipps

Schimmel im Gartenhaus bekämpfen und vorbeugen: Mit diesen Tipps klappt es

Ein Gartenhaus ist oft von Schimmel befallen. Mit ein paar Tipps bekommt man die schädlichen Pilze wieder in den Griff.
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Ein Gartenhaus ist oft von Schimmel befallen. Mit ein paar Tipps bekommt man die schädlichen Pilze wieder in den Griff.

Ein Gartenhaus aus Holz ist besonders anfällig für Schimmel. Mit ein paar Tipps und Tricks lassen sich die schädlichen Pilze allerdings wieder entfernen.

Kassel - Einige Gartenbesitzer machen oftmals eine ärgerliche Entdeckung in dem eigenen Gartenhaus: Schimmel. Dieser kann sich dort besonders gut ausbreiten, da solche Hütten nur wenig bis gar nicht regelmäßig gelüftet werden - und das auch nur hauptsächlich in den warmen Jahreszeiten.

Doch Schimmel ist nicht gleich Schimmel. Der auf Käsesorten wird als Nutzpilz verwendet, um Nahrungsmittel zu veredeln - beispielsweise beim Blauschimmelkäse. Er ist aus diesem Grund gesundheitlich völlig unbedenklich. Den Unterschied machen Schadschimmelpilze, die sich nach einiger Zeit auf Lebensmitteln oder an feuchten Wänden in Häusern bilden. Schimmel im Gartenhaus greift nicht nur die Bausubstanz des Gebäudes an, sondern ist auch besonders gesundheitsschädlich für Mensch und Tier. Das berichtet gartentipps.com. Doch wie entstehen die schädlichen Sporen?

Auf Lebensmitteln, Wänden oder im Gartenhaus: Deshalb entsteht Schimmel

Wenn Nahrungsmittel verfallen und nicht rechtzeitig entsorgt werden, entsteht schnell ein weißer bis gräulicher Belag auf der Oberfläche. Dasselbe passiert auf feuchtem Holz oder Wänden. Die Grundvoraussetzung, dass sich Schimmel bilden kann ist Feuchtigkeit. Überleben kann er daher auch nur in einer feuchten Umgebung. Wenn diese ideale Lebensbedingunge in einer Gartenhütte gegeben ist, steht der Sporenbildung grundsätzlich nichts mehr im Weg. In der Regel erwartet den Schimmelpilz darin sogar ein reichhaltiges Nahrungsangebot:

  • Staub und Schmutz
  • Nahrungsmittelreste
  • Zellulose (pflanzlicher Hauptbestandteil) durch Pflanzenreste etc.
  • Organisches Material in Wänden und Fußböden

Schimmel-Befall: Warum ist ein Gartenhaus besonders gefährdet?

In einem Gartenhaus herrscht zudem meist eine erhöhte Luftfeuchtigkeit, da unregelmäßig bis gar nicht gelüftet wird. Wenn diese mehr als 70 Prozent beträgt, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Schimmelbildung zu erwarten. Die Temperatur spielt dabei keine große Rolle: Zwischen Werten von null und 60 Grad fühlen sich die Pilzsporen wohl - die meisten breiten sich jedoch zwischen 25 und 30 Grad aus.

Besonders im Sommer staut sich oftmals durch die direkte Sonneneinstrahlung die Hitze in den Hütten, die durch die geschlossenen Fenster nicht ausreichend entweichen kann. Hinzu kommt, dass Gartenhäuser meist unzureichend gedämmt sind. Die Feuchtigkeit kann aus diesem Grund problemlos in Dach und Wände eindringen, was eine ideale Bedingung für Schimmel bedeutet.

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Tipps und Tricks: So sagt man Schimmel im Gartenhaus den Kampf an

Wenn er schlussendlich entdeckt wird, sollte schnell gehandelt werden, damit er das befallene Material nicht weiter zersetzt und eine weitere gesundheitsschädliche Einatmung der Schimmelpilze verhindert werden kann. Dies kann unter anderem zu allergischen Reaktionen, Reizungen der Atemwege oder zu Asthma führen. Mit ein paar Tipps kann die Gartenhütte von den Sporen befreit werden.

Eine klare Vorgehensweise gibt es dabei jedoch nicht. Holzproduzenten raten beispielsweise davon ab, chemische Produkte zur Hilfe zu nehmen. Man solle in solchen Fällen lieber auf Hausmittel zurückgreifen. Dafür eignet sich unter anderem Essig. Dieser ist ungiftig und in nahezu jedem Haushalt zu finden und kann mithilfe eines Schwamms oder Tuchs aufgetragen werden. Die Einwirkzeit beträgt mindestens 30 Minuten. Bei einer Arbeit mit Essigessenz sollten allerdings Schutzhandschuhe und eine Schutzbrille getragen werden, da eine Gefahr von Verätzungen besteht.

Von Schimmel befallene Stellen können unter anderem mit Essig oder hochprozentigem Alkohol behandelt werden.

Essig und Alkohol: Mit diesen Hausmitteln wird man Schimmel im Gartenhaus los

Eine weitere Möglichkeit, den Schimmel loszuwerden, ist reiner Alkohol mit mindestens 70 Prozent. Jedoch sollten dabei die Brandgefahr berücksichtigt und offenes Feuer sowie Zigaretten fern gehalten werden. Da sich Alkohol schnell verflüchtigt, können bei einer nachhaltigen Sporen-Bekämpfung mehrere Anwendungen nötig sein. Anschließend kann ein auf Schimmelentferner auf Chlorbasis auf die Stelle gegeben werden. Währenddessen sollte das Gartenhaus stets gut durchlüftet werden.

Auch Wasserstoffperoxid kann hilfreich sein. Besonders kleine Schimmelflecken lassen sich in der Gartenhütte mit einer mindestens fünfprozentigen Lösung beseitigen. Sind sie danach weiterhin sichtbar, muss das Holz neu bearbeitet werden. Nach dem Abhobeln und Abschleifen der entsprechenden Stelle kann es dann wieder überstrichen werden.

Im Video: Schimmel-Bildung vermeiden - So lüften Sie richtig

Schimmel im Gartenhaus: Wie kann man eine erneute Sporen-Bildung verhindern?

Damit es nicht erneut zu einem Schimmel-Befall im Gartenhaus kommt, sollte man den undichten Punkt ausfindig machen und beheben. Mögliche Ursachen sind:

  • ein undichtes Dach
  • undichte Fenster
  • eine überlaufende Regentonne in der Nähe
  • eine verstopfte Regenrinne durch Laubreste und Schmutz
  • ein schlechter Wasserabfluss unter dem Gartenhaus

Gegen eindringende Nässe durch Fenster und Türen hilft eine Abdichtung mit Silikon. Die meisten Gartenhäuser bestehen aus Holz und sollten zur Pflege in bestimmten Abständen mit einer Holzschutzlasur behandelt werden, um Feuchtigkeit draußen zu halten. Zusätzlich sind auch Schimmelschutzanstriche empfehlenswert.

Ansonsten sollte das Gartenhaus dringend regelmäßig gelüftet werden - hierbei reicht mehrfaches Stoßlüften für fünf bis zehn Minuten täglich aus. Wichtig dabei ist, dass ein Durchzug erzeugt wird. Durch regelmäßige Kontrollen lassen sich Schimmelbildungen dann schneller verhindern - besonders vor den kalten Wintermonaten sollten diese durchgeführt werden. (Alina Schröder)

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