Social Media

Ist das die Zukunft? Twitter wird exklusiv: Das sind die Möglichkeiten für Nutzer

Twitter ist seit fast 15 Jahren komplett kostenlos. Dieses Modell soll sich jetzt ändern. Mit exklusiven Inhalten sollen Twitter-Nutzer Geld verdienen können. 

  • Twitter stellte bei einem Investorentag seine Zukunftspläne vor.
  • Demnach sollen Nutzer nun mit dem neuen Feature „Super Follows“ mit ihren Inhalten Geld verdienen können.
  • Der Kurznachrichtendienst gab auch noch weitere Neuerungen bekannt.

San Francisco ‒ Der Social-Media-Gigant Twitter schlägt einen neuen Weg ein. Nutzer sollen zukünftig mit den Inhalten, die sie in der App teilen, Geld verdienen können. Das teilte das Unternehmen beim „Analyst Day“ mit.

Im Rahmen des Investorentags stellte Twitter seine Pläne für die Zukunft vor. Für viele Nutzenden wohl am interessanten ist, dass der Konzern, der seit fast 15 Jahren alle Funktionen kostenlos anbietet, bald auch exklusive, gebührenpflichtige Inhalte in petto haben wird.

Twitter: Mit der „Super Follows“-Funktion können Nutzer Geld verdienen

Ähnlich wie bei dem Social-Payment-Service-Anbieter Patroen soll es für bezahlende Nutzer exklusive Inhalte geben. Accounts können so Tweets, Nachrichten und andere Inhalte anbieten, die nur für die Follower sichtbar sind, die dafür bezahlen. Die gebührenpflichtige App-Funktion soll „Super Follows“ heißen und 4,99 US-Dollar im Monat kosten. Das Feature soll jederzeit kündbar sein.

Twitter
HauptsitzSan Francisco, Kalifornien
GründerJack Dorsey, Evan Williams, Biz Stone, Noah Glass am 21. März 2006
Aktueller CEOJack Dorsey (seit 30. September 2015)
Anzahl täglich aktiver Nutzer192 Millionen (Stand viertes Quartal 2020)
Umsatz Twitter Inc. 3,7 Milliarden US-Dollar (Stand 2020)

Wann genau die neue Funktion freigeschaltet werden soll, wurde nicht bekannt gegeben. Doch das „Super Follows“-Feature bietet neben den exklusiven Inhalten noch weitere Highlights: Es soll zudem sogenannte „Supporter Bagdes“ geben und einen exklusiven Newsletter.

Twitter in der Zukunft: Das sind die Pläne

Des Weiteren zielt Twitter darauf ab, seinen jährlichen Umsatz bis 2023 zu verdoppeln ‒ und zwar auf 7,3 Milliarden US-Dollar (6,15 Milliarden Euro). Das soll möglich werden, indem der Kurznachrichtendienst nach einer Hochrechnung davon ausgeht, dass er bis dahin 315 Millionen täglich aktive Nutzer generiert hat, mit denen der Konzern Geld verdienen kann. Zum Vergleich: Im vierten Quartal von 2020 waren es 192 Millionen täglich aktive Nutzer.

Die Ziele wurden an der Börse gut aufgenommen: Die Twitter-Aktie schloss im Anschluss an den Investorentag mit einem Plus von 3,71 Prozent. Im vergangenen Jahr hatte Twitter den Umsatz laut der Nachrichtenagentur dpa um 7,5 Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar gesteigert. 

Twitter geht einen neuen Schritt: Mit einer neuen Funktion sollen Nutzer und Nutzerinnen nun mit der App auch Geld verdienen können. (Symbolbild)

Sicherheit bei Twitter: Insbesondere Frauen im Fokus

Ein weiteres neues Feature, welches bald Einzug auf Twitter erhalten soll, ist der sogenannte Sicherheitsmodus. Seit über einem Jahrzehnt muss die Microblogging-App Kritik einstecken, weil sie nicht gegen Belästigungen und Bedrohungen, die vor allem gegen Frauen gerichtet sind, ankommt.

Der Sicherheitsmodus soll erkennen, wenn Nutzerinnen und Nutzer in kurzer Zeit viele Antworten oder Nachrichten erhalten, die Twitter als aggressiv oder beleidigend einstuft. Diese Accounts sollen dann automatisch blockiert oder stumm geschaltet werden, damit die Zielpersonen den ihnen entgegen geschleuderten Hass gar nicht erst erhalten.

Neuheiten bei Twitter: Neue Funktionen für Nutzer

Zudem sollen sich in neuen Community-Gruppen Nutzer und Nutzerinnen nach ihren Interessen zusammen tun können. Twitter hatte in den vergangenen Monaten bereits neue Funktionen wie Talkrunden unter dem Namen „Spaces“ und von allein verschwindende Nachrichten mit der Bezeichnung „Fleets“ vorgestellt.

Nach eigenen Angaben hat die Sperre von Ex-US-Präsident Donald Twitter nicht geschadet. Es war befürchtet worden, dass dadurch das Wachstum der Plattform gebremst werde. (Sandra Böhm)

Rubriklistenbild: © Roman Moebius/Imago

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