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Steigende Lebensmittelpreise: KFC will teuren Kopfsalat durch Kohlblätter ersetzen

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Von: Fee Halberstadt

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Kopfsalat verzeichnet in Australien aktuell einen enormen Preisanstieg. Die Fastfood-Kette KFC möchte nun Kohlblätter verwenden, um Geld zu sparen.

Sydney – Die weltweit hohen Kraftstoffkosten als Folge des Ukraine-Konflikts sorgen für eine Kettenreaktion, die die Preise von Lebensmitteln ansteigen lässt – auch in Deutschland. Beispielsweise war Speiseöl im April durchschnittlich um knapp 37 Prozent teurer als im Vorjahresmonat. Butter zeigt einen Anstieg von 31 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in einer Grafik zusammenfasst. Die Folgen der Corona-Pandemie sowie die jüngsten Überschwemmungen in Australien verstärken den Effekt noch.

In Australien sind vor allem Kopfsalate von dem enormen Preisanstieg betroffen. Ein einzelner Kopf Eisbergsalat kostet hier inzwischen statt zwei Dollar (~ 1,90 Euro) knapp acht Dollar (~ 7,60 Euro). Das ist eine Preissteigerung von rund 300 Prozent und damit eine deutlich stärkere Verteuerung als bei anderen Produkten.

Statt Salat kündigt eine Fastfood-Kette an, Kohl zu verwenden. Der Grund sind enorm hohe Kosten für Kopfsalate.
Statt Salat kündigt eine Fastfood-Kette an, Kohl zu verwenden. Der Grund sind enorm hohe Kosten für Kopfsalate. (Symbolbild) © Jens Kalaene/dpa

Fastfood-Kette KFC: Kosten von Kopfsalat sind in Australien so enorm – sie weichen auf Kohl aus

Die australische Fastfood-Kette Kentucky Fried Chicken (KFC) hatte aufgrund dessen angekündigt, die Salatblätter in ihren Produkten künftig teilweise durch Kohlblätter zu ersetzen. Das hatte zu Empörung geführt, auch bei Premierminister Anthony Albanese: „Kohl ist nicht das Gleiche wie Salat. Das ist einfach falsch“, sagte er dem Radiosender KIIS FM in Sydney.

Die Entscheidung von KFC, Kohl statt Kopfsalat zu verwenden, sei „verrückt“, scherzte Albanese. Die Situation sei zu einer nationalen „Krise“ geworden. „Ich werde es auf die Liste für die heutige Kabinettssitzung setzen: Der Kohl-Skandal.“ (fh/afp)

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