Gartentipps

Unkraut im Garten? Wie man Löwenzahn, Hahnenfuß und Co. am besten bekämpft

Auf einer wilden Wiese ist er schön anzusehen - im eigenen Garten wollen wir ihn nicht haben: Löwenzahn. Wir geben Tipps, wie Sie das Unkraut loswerden.
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Auf einer wilden Wiese ist er schön anzusehen - im eigenen Garten wollen wir ihn nicht haben: Löwenzahn. Wir geben Tipps, wie Sie das Unkraut loswerden.

Unkraut im Garten ist nicht schön und kann sogar die eigenen Pflanzen gefährden. Mit einigen Tipps kann man den Garten von Löwenzahn und Co. befreien.

Kassel - Unkraut im eigenen Garten ist meist unerwünscht. Oft führt das dazu, dass es in stundenlanger Arbeit mühsam entfernt wird. Sobald es um die Schönheit und Ordnung des eigenen Gartens geht, nehmen Menschen auch einen schmerzenden Rücken oder Nacken in Kauf. Doch das ist nicht unbedingt nötig. Mit einigen Tricks können Sie Unkraut schnell und einfach loswerden. Doch bevor man den unliebsamen Pflanzen, den Kampf ansagt, lohnt es sich zu überlegen, was man entfernen und was stehen lassen möchte.

Unkraut, Beikraut, Wildkraut sind Bezeichnungen, die in vielen Fällen synonym verwendet wird. Während Unkraut für viele Menschen der gängigere Begriff ist, wird jedoch immer mehr dazu appelliert, die Begriffe Beikraut oder Wildkraut zu verwenden. Warum? Unkraut hat einen ziemlich schlechten Ruf. Dabei ist der Begriff menschengemacht und hat keine wissenschaftliche Aussagekraft.

Unkraut im Garten: So sagen Sie Löwenzahn, Hahnenfuß und Co. den Kampf an

Unkraut - oder eben Beikraut - hat nämlich auch viele gute Eigenschaften. Löwenzahnblätter lassen sich super für einen Salat verwenden, während Brennnesseln schon lange für ihre heilsame Wirkung bei Entzündungen oder Schmerzen bekannt sind. Darüber hinaus kann man durch das Stehenlassen von verschiedenen Pflanzen auch Insekten schützen. Wer Hahnenfuß, Löwenzahn und Co. im eigenen Garten jedoch lieber loswerden, möchte findet hier die richtigen Tipps.

Professionelle Gärtner und Hobbygärtner setzen bei der Pflege ihrer Pflanzen und der Bekämpfung von Unkraut auf Hilfsmittel - seien sie technischer oder chemischer Natur. Auch Hausmittel wie Salz oder Natron können sehr effektiv sein, sollten aber nicht über Gebühr verwendet werden. Das A und O sind Routine und Regelmäßigkeit beim Entfernen beziehungsweise Jäten der ungeliebten Pflanzen.

Video: Tipps für den Garten – So kann man Unkraut ohne Chemie bekämpfen

Unkraut im Garten loswerden: So geht das Jäten leicht von der Hand

Mit dem Begriff Jäten beschreibt man grundsätzlich die manuelle Tätigkeit, das Unkraut mit oder ohne Hilfsmittel zu entfernen. Die Art und Weise der Gartenarbeit ändert sich je nachdem, ob man die Pflanzen auf dem Rasen, auf Wegen oder in Beeten bekämpfen will. Auch das Wetter und damit die Bodenbeschaffenheit spielen eine wichtige Rolle, wenn es ums Jäten geht.

Im Frühjahr geht das Jäten am leichtesten von der Hand. Warum? Die Pflanzen hatten noch nicht ausreichend Zeit, kräftige Wurzeln auszubilden. Deshalb kann man das Unkraut meist problemlos aus dem Boden ziehen. Laut dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) hilft auch eine Vorab-Wässerung des Bodens, da dieser dadurch aufgeweicht wird. Diese Tipps helfen den Garten im Mai auf Vordermann zu bringen:

  • Mit diesen Tipps und Tricks geht das Jäten besonders leicht von der Hand:
  • Im Frühjahr das erste Mal jäten, dann sind die Wurzeln noch schwach.
  • Den Boden vor dem Jäten wässern, um ihn aufzulockern.
  • Die Blüten abschneiden, damit nicht noch mehr Unkraut kommt.
  • Das Beet umgraben oder den Rasen auflockern (vertikutieren).
  • Essig, Salz und Natron sind gute Hausmittel, sollten aber mit Bedacht genutzt werden.

Hausmittel gegen Unkraut: Salz, Essig und Natron können im Garten eine Hilfe sein

Wer nicht genug Zeit hat, direkt alles Unkraut zu entfernen, sollte zumindest die Blüten abschneiden. Dadurch wird die Samenbildung und somit die Ausbreitung im eigenen Garten verhindert. Weil verfestigter Boden ein guter Nährboden für Unkraut ist, sollten Beete und Rasen regelmäßig aufgelockert werden. Dabei muss das Beet jedoch nicht jedes Mal vollständig umgegraben werden.

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Die drei am häufigsten genannten Hausmittel gegen Unkraut sind Essig, Salz und Natron. Laut dem RND können sie einem Hobbygärtner in der richtigen Menge gute Dienste leisten. Salz sollte im Verhältnis 1:5 mit Wasser gemischt werden, Essig hingegen im Verhältnis 1:15. Natron (oder Backpulver) mischt man im folgenden Verhältnis: 2-3 Päckchen auf 5 Liter Wasser. Das empfehlen die Experten von plantopedia.de. Mit dem jeweiligen Gemisch sollte das Unkraut mehrmals gegossen werden. Das Ergebnis ist bei allen Mitteln gleich, die unerwünschten Pflanzen sterben ab.

Dabei lieber auf zu viel Wasser setzen als zu wenig - denn die Mittel machen keinen Unterschied zwischen Nutzpflanzen und Unkraut. Darüber hinaus greifen sie auch Lebensformen an, die in der Erde leben und für das Wachsen und Gedeihen des eigenen Gartens unerlässlich sind. Der Boden kann zu salzhaltig oder übersäuert werden. Während Unkraut meist ohne Zutun wächst und gedeiht, ist das bei anderen Pflanzen nicht so einfach: So braucht Bärlauch im eigenen Garten besondere Pflege.

Unkraut im Garten – Eine Gefahr für eigene Pflanzen

Doch was ist Unkraut überhaupt? Pflanzen, die auf einer wilden Blumenwiese schön wirken können, wollen wir im eigenen Garten oft nicht haben. Löwenzahn oder Hahnenfuß können ganz hübsch aussehen, sollen sich aber bitte nicht ohne Zustimmung ausbreiten. Pflanzen, die wir nicht haben wollen, bezeichnen wir dann als Unkraut.

Unkraut ist deshalb ein Problem, weil es den eigentlich gepflanzten Kräutern, Beeren oder dem Gemüse Nährstoffe, Licht oder Wasser streitig machen kann. Bei unregelmäßiger Pflege kann das Unkraut auch anfangen zu wuchern. Dann sieht der Garten bald aus wie eine unkontrollierbare Masse und das ist alles andere als schön. Dagegen hilft nur eins - jäten und pflegen. (Jennifer Greve)

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