Starkregen und Hochwasser

Unwetter-Serie in Deutschland reißt nicht ab – Meteorologe warnt: „Kein Ende in Sicht“

In Deutschland kommt es derzeit vielerorts zu Überschwemmungen. Ein Meteorologe rechnet damit, dass die Unwetter-Serie weiter anhält.

Kassel – Die Unwetter-Serie in Deutschland reißt nicht ab. Auch im Westen hat das Extremwetter wie erwartet zugeschlagen, sowohl in Nordrhein-Westfalen als auch in der Eifel sorgen Überflutungen* für einen wahren Katastrophenfall.

Spitzenreiter in Sachen Regen war am Donnerstagmorgen (15.07.2021) Köln-Stammheim mit einer Regenmenge von sagenhaften 153,5 Litern pro Quadratmeter. Laut Meteorologe Dominik Jung handelt es sich dabei um das doppelte einer üblichen Monatsmenge. Rekordniederschläge wurden aber auch an vielen anderen Wetterstationen der Bundesrepublik gemessen.

Wie der Wetter-Experte erklärt, drohen jedoch weitere Schauer sowie starke Gewitter – und das mindestens bis zum Freitagabend (16.07.2021). Doch auch das Wochenende soll nach zeitweiligem Sonnenschein ebenso neue Schauer und Gewitter bringen.

Unwetter in Deutschland: So geht es in den kommenden Tagen weiter

Gegenüber wetter.net erklärt Jung, dass es zwar nicht mehr so viel Niederschläge wie in den vergangenen Stunden geben werde, allerdings bleibe die „Hochwasserlage“ weiter angespannt. Zudem sei die Erde sehr nass, was vermehrt zu Erdrutschen führen könne. Weiter würden die Trends darauf hindeuten, dass bis Ende des Monats immer wieder Unwetter auftreten werden.

So geht es in den kommenden Tagen in Deutschland weiter:

  • Freitag (16.07.2021): 20 bis 27 Grad, neuer Starkregen im Westen, sonst ein Mix aus Sonne und Wolken mit Gewitter.
  • Samstag (17.07.2021): 23 bis 27 Grad, ein Wechsel aus Sonne und Wolken und weitgehend trocken.
  • Sonntag (18.07.2021) 21 bis 28 Grad, meist freundlich und trocken, gegen Abend neue Gewitter im Westen.
  • Montag (19.07.2021): 19 bis 27 Grad, meist freundlich mit Sonnenschein.
  • Dienstag (20.07.2021): 20 bis 26 Grad, ein Wechsel aus Sonne und Wolken, einzelne Schauer.
Katastrophen-Unwetter in Deutschland: Mehrere Autos stecken nach Starkregen auf einer überfluteten Straße fest.

Meteorologe Dominik Jung von Unwetter-Auswirkungen in Deutschland geschockt

Dieser „Sandsacksommer“, so Jung, sei darüber hinaus auf dem besten Weg, einer der teuersten Sommer aller Zeiten zu werden. So habe allein der Juni 2021 die deutschen Versicherer rund 1,7 Milliarden Euro gekostet. Die Zahlen für den Juli dürften daher ähnlich oder sogar noch höher ausfallen. Der Verlust von Menschenleben, der unter anderem bei dem Unwetter in der Eifel zu beklagen war, wiegt dabei natürlich noch weitaus schwerer.

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Allein in der Eifel stiegen kleine Flüsse von etwas unter einem Meter auf über sechs Meter an – innerhalb weniger Stunden. Meteorologe Dominik Jung gibt an, dass selbst er als Wetter-Experte von den „extremen Auswirkungen“ in Deutschland schockiert war. (Nail Akkoyun) *merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Ralf Roeger/dpa

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