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Urlaub 2022: Was in Italien, Spanien und Griechenland nun deutlich teurer ist

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Von: Karolin Schäfer

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Urlaub in beliebten Reiseregionen wie Italien, Spanien und Kroatien sind teurer geworden.
Urlaub in beliebten Reiseregionen wie Italien, Spanien und Kroatien sind teurer geworden. © Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Wer in diesem Jahr Sommerurlaub in warmen Regionen plant, muss vergleichsweise tiefer in die Tasche greifen. Alle Infos im Überblick.

Kassel – Nach zwei Jahren Corona-Pandemie freuen sich viele wieder auf einen ausgiebigen Sommerurlaub. Aber auch das stellt Reisende in diesem Jahr vor Herausforderungen. Zum einen steigen erneut die Corona-Neuinfektionen, saisonale Effekte können das kaum ausgleichen. Deshalb führt ein beliebtes Urlaubsland wieder 3G ein. Auf der anderen Seite dauert der weltweite Ausbruch von Affenpocken an.

Günstig dürfte es in diesem Jahr vergleichsweise auch nicht werden. Aufgrund des Ukraine-Krieges und der hohen Inflationsrate schießen die Kosten für Verbraucherinnen und Verbraucher in die Höhe – und das nicht nur in Deutschland.

Sommerurlaub 2022: Flüge sind deutlich teurer geworden

Wer in den Sommermonaten im Mittelmeer baden und die Sonne am Strand genießen möchte, reist in den meisten Fällen mit dem Flugzeug an. Hier kristallisieren sich im Vergleich zu den vergangenen Jahren erhebliche Preisunterschiede heraus. Ein Flug nach Alicante im Südosten Spaniens kostete im Mai bereits 71 Prozent mehr als noch vor drei Jahren. Das ergab eine Untersuchung des Preisvergleichsportal Idealo im Auftrag des ARD-Wirtschaftsmagazins Plusminus.

Flüge nach Mallorca sind gut 61 Prozent teurer geworden, zur portugiesischen Region Algarve können Flüge gerne mal 41 Prozent mehr kosten. Der Verband der deutschen Luftfahrtindustrie begründet das in erster Linie mit gestiegenen Kerosinkosten, aber auch der Wettbewerb spiele hier eine wichtige Rolle.

Urlaub 2022: Preissteigerungen bei Pauschalreisen

Auch die Kosten für Pauschalreisen haben sich verändert. Dafür hat das Reiseportal Holidaycheck für das ARD-Magazin umfangreiche Daten ausgewertet. Wer zu Beginn des Jahres einen Sommerurlaub gebucht hat, muss mit soviel Mehrkosten rechnen (als noch vor drei Jahren):

Reise nach Italien 2022: Spritpreise trotz Steuersenkung hoch

Wer stattdessen mit dem Auto nach Italien möchte, wird über die Spritpreise staunen. Trotz Steuersenkung durch den Staat ist Tanken aktuell wieder teurer. Nach Angaben von tagesschau.de liegt der Preis bei einem Liter Benzin bei rund zwei Euro, Diesel liegt bei etwa 1,90 Euro.

Aber nicht nur der Sprit ist teurer geworden. Die Inflationsrate in der Euro-Zone zeichnet sich auch in vielen anderen Bereichen ab. In Italien liegt diese derzeit bei rund sieben Prozent. Nach Angaben des italienischen Verbraucherverbands Codacons seien die Preise für Hotels um knapp 15 Prozent gestiegen. Auch in Restaurants, Cafés und öffentlichen Verkehrsmittel müssen sich Reisende auf höhere Kosten einstellen. Wer am Strand entspannen will, muss für Liegestühle und Sonnenschirme am Wochenende schon mal 30 Euro hinlegen, berichtete das Nachrichtenportal derwesten.de.

Sommerurlaub 2022: Reisen nach Spanien und Portugal deutlich teurer

Mit höheren Preisen sollten Urlauber auch in Spanien und Portugal rechnen. Die Inflation mit etwa acht Prozent in beiden Ländern dürfte daher sowohl im Supermarkt als auch beim Restaurant-Besuch spürbar sein. Es empfiehlt sich daher nicht in unmittelbarer Nähe zu Sehenswürdigkeiten oder Touristenattraktionen zu essen.

Grundsätzlich lässt sich sagen: Je touristischer die Urlaubsregion, desto höher können die Kosten ausfallen. Die Hotelpreise sind nach Angaben von tagesschau.de etwa ähnlich stark wie in Italien angestiegen. Wer Events beim Reiseziel im Blick behält, spart noch den ein oder anderen Euro. So sind laut Recherchen der tagesschau.de Übernachtungen im Juli aufgrund des Stierrennens in Pamplona bis zu fünfmal teurer als sonst.

Spritpreise in Spanien und Portugal belaufen sich derzeit auf etwa 2,20 Euro. Einheimische und Touristen profitieren in Spanien beispielsweise von einem Tankrabatt. Dort werden pro Liter 20 Cent von der Rechnung an der Zapfsäule abgezogen. In Portugal dagegen gilt die Regelung lediglich für Einheimische.

Urlaub in Griechenland: Hotelpreise um zehn bis 30 Prozent gestiegen

Griechenland zählt ebenfalls zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen. Die Inflationsrate liegt hier derzeit bei elf Prozent. Das geben viele Betreiber auch die Touristen weiter. Nach Informationen des Tourismusverbandes Sete sind die Preise für Hotelübernachtungen in diesem Jahr zwischen zehn und 30 Prozent gestiegen.

Auch die Kosten für Sonnenschirm und Strandliege sind teurer geworden. Während vor einem Jahr auf der Ferieninsel Kreta dafür noch sieben Euro gezahlt wurden, liegt der Preis inzwischen bei zehn Euro. Die Ticketpreise für Fähren in Griechenland, mit denen Urlauber beliebte Inseln erreichen, sind ebenfalls in die Höhe geschossen. Nach Angaben des Verbandes sind die Tickets um 25 bis 30 Prozent teurer. Essen und Getränke sind hier ebenfalls teurer geworden. (kas)

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