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Essen in der Mikrowelle oder auf dem Herd aufwärmen? Was effizienter ist

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Von: Stella Henrich

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Für das Erhitzen von Fertiggerichten oder ein kurzes Aufwärmen bereits gekochter Speisen eignen sich Mikrowellen wunderbar. Sie können im Handumdrehen den Ofen ersetzen.

München – Mikrowellen sind nicht nur praktische Küchenhelfer, mit denen sich Speisen rasch und kinderleicht per Knopfdruck aufwärmen lassen. Sie sind obendrein auch noch energieeffizient. Denn während der Herd oder der Ofen lange benötigen, bis sie auf Betriebstemperatur sind, sind Mikrowellen sofort einsatzbereit.

Eine Mikrowelle erwärmt über die abgegebene Strahlung die Wassermoleküle direkt in der Speise. Das geht sehr schnell.

Energieberater Norbert Endres

Im Nu ist die Suppe heiß, das Diät-Fertigmenü warm und der Apfelstrudel schwimmt im Handumdrehen in der flüssig heißen Vanillesoße. Wer will schon Zeit mit Kochen verlieren, wenn es richtig schnell mit der Mikrowelle geht. Außerdem sind die Küchenhelfer dank moderner Technik inzwischen richtig sparsam im Energieverbrauch. Allerdings gilt das laut Norbert Endres von der Verbraucherzentrale Bayern nur für das „Aufwärmen kleiner, bereits gekochter Speisen“, zitiert Bild.de den Energieberater. Je länger das Gerät aber laufe, desto ineffizienter werde es.

Bild zeigt Frau in Küche, die vor einem Ofen mit Mikrowelle steht.
Wohin mit dem Essen? In die Mikrowelle oder den Ofen? Wenn schnell gehen soll, tuts oft auch die Mikrowelle. (Symbolbild) © Eva Blanco/imago

Mikrowelle oder Herd? Lebensmittel müssen erhitzt werden, um Keime abzutöten – Herd im Vorteil

Den Vorteil eines Herds sieht Endres dann, wenn größere Mengen an Lebensmitteln gekocht werden, die über 100 Grad erhitzt werden müssen. Dann sei ein Herd effizienter. Ein Argument, das auch Daniela Krehl so sieht. Die Lebensmittelexpertin betont dabei, dass es beim Kochen oftmals wichtig sei, Keime abzutöten – so etwa bei Hackfleisch oder Geflügel. Dazu müssten gesamte Speisen für mehrere Minuten auf über 70 Grad erhitzt werden. Dafür erweist sich eine Mikrowelle eher als unpraktisch, berichtet merkur.de.

Bei kleinen Speisen hingegen spricht nichts gegen eine Mikrowelle. Die Speisen verlieren nach Meinung von Krehl auch durch die Erwärmung in der Mikrowelle nicht mehr an Vitaminen als bei der Zubereitung auf dem Herd.

Mikrowelle oder Herd? Die Kosten für Energie sprechen für die Mikrowelle

Ein wichtiges Thema für Verbraucher ist auch die Energieeffizienz von Küchenmaschinen. Nach wie vor sind die Kosten für Strom und Gas dramatisch hoch, viele Verbraucher müssen bis zu 1000 Euro in diesem Jahr mehr zahlen. Da versucht jeder gern irgendwie im Haushalt Kilowattstunden einzusparen. Das Vergleichsportal Verivox hat daher die Ersparnis beim Vergleich der beiden Küchengeräte ausgerechnet und kommt laut Bild auf eine Ersparnis von 33 Euro im Jahr, wenn man eine Mahlzeit pro Tag statt im Ofen oder auf dem Herd in der Mikrowelle erwärmt. Immerhin. Worauf Verbraucher beim Kauf einer Mikrowelle noch alles achten sollten, erfahren sie bei unseren Produktempfehlungen.

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