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Heizung beim Verlassen der Wohnung nie ausschalten – Experte verrät Hintergrund

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Von: Helena Gries

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Aktuell ist effizient Heizen wichtiger denn je. Doch kann man wirklich Geld sparen, wenn man die Heizung bei Abwesenheit abdreht?

Kassel – Heizen ist derzeit ein brisantes Thema. Angesichts der Energiekrise und der steigenden Preise rückt diesbezüglich die Effizienz in den Blickpunkt zahlreicher Menschen in Deutschland. Um beim Heizen Energie und Geld zu sparen, dreht so mancher beim Verlassen der Wohnung die Heizung komplett ab.

Doch ist das wirklich sinnvoll? Oder sollte die Heizung nicht lieber nur heruntergeregelt werden, solange man sich außer Haus aufhält? Experten haben dazu eine klare Meinung.

Wie heizt man richtig? Angesichts der Energiekrise hat das Thema neue Bedeutung gewonnen.
Wie heizt man richtig? Angesichts der Energiekrise hat das Thema neue Bedeutung gewonnen. © Imago/Arnulf Hettrich

Heizung richtig regeln: Jedes Grad weniger spart Heizenergie

Welche Methode am sparsamsten ist, hängt letztendlich von verschiedenen Faktoren ab. Eine große Rolle spielt beispielsweise der Brennstoff, mit dem geheizt wird. Und auch die Isolierung der Wohnung oder die Größe des Zuhauses sind ausschlaggebend. Generell wird jedoch gespart, je niedriger die Heizung eingestellt ist. Nach Angaben des Umweltbundesamtes verteuert jedes Grad Raumtemperatur mehr die Heizkostenrechnung und jedes Grad weniger spart Heizenergie. Doch ist es deshalb sinnvoll, die Wärmezufuhr komplett zu kappen, sobald man sich für einige Stunden nicht in der Wohnung aufhält?

Lieber nicht, raten Experten des Heizungstechnikunternehmens Vaillant. Es kostet nämlich sehr viel Energie, kalte Räume wieder aufzuheizen. Besser ist es, die Raumtemperatur um wenige Grad zu senken. Um Kälteschäden im Winter zu vermeiden, sollte eine Mindesttemperatur von 16 Grad dabei nicht unterschritten werden.

Heiz-Empfehlung des Umweltbundesamtes
Küche18 Grad
Schlafzimmer17 Grad
Wohnraum allgemein20 Grad

Heizung im Winter: Heizen beugt Kälteschäden und Schimmelbildung vor

Die Heizung komplett abzustellen, kann also die Heizkosten in die Höhe treiben, weil umso mehr Energie benötigt wird, um ausgekühlte Räume wieder aufzuheizen. Ähnlich wie bei der sogenannten Nachtabsenkung, welche meist zwischen 24 und 6 Uhr dafür sorgt, dass das Heizungswasser mit niedrigerer Temperatur durch die Heizflächen fließt und die Raumtemperatur auf 16-18 Grad Celsius gehalten wird, sollte daher auch beim Verlassen der Wohnung die Heizung nicht komplett abgestellt, sondern nur heruntergedreht werden.

Heizen beugt außerdem Kälteschäden und Schimmelbildung vor. Um hier auf Nummer Sicher zu gehen, sollte bei auch bei längerer Abwesenheit, beispielsweise im Winterurlaub, in der gesamten Wohnung eine Temperatur von mindestens 15 Grad herrschen. Experten raten zudem zu moderner Heiztechnik mit smarter Regelung. (hg)

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