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Änderung bei Vodafone: Dieser Service wird bald abgeschaltet

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Von: Luisa Weckesser

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Vodafone schaltet einen Service in einem Jahr ab.
Vodafone schaltet einen Service in einem Jahr ab. © Federico Gambarini/dpa

SMS und MMS, Begriffe aus Tagen vor WhatsApp und weiteren Messaging-Diensten. Vodafone trennt sich von einer einstigen „Innovation“.

Kassel – Vodafone erklärt die MMS (Multimedia Messaging Service) zum Auslaufmodell. Die SMS mit Bild-Funktion werde zum 17. Januar 2023 eingestellt, teilte das Telekommunikationsunternehmen in Düsseldorf mit. Die Deutsche Telekom hatte bereits vor längerer Zeit den 31. Dezember 2022 als Termin für die MMS-Abschaltung benannt.

Im April 2002 wurde die MMS-Funktion in Betrieb genommen. Damals galt der Service als Innovation. Heute aber weist der Technikchef von Vodafone-Deutschland, Gerhard Mack, darauf hin, dass die Handybilder und Videos längst sicher und mit hohem Tempo über populäre Messenger-Dienste liefen.

„Die MMS ist veraltet, ihre Bedeutung gering und der Kundennutzen minimal.“ Deshalb gehen Vodafone und die MMS ab 2023 getrennte Wege. Gewissermaßen die ältere Schwester der MMS, die SMS (Short Message Service), bleibt bei Vodafone aber verfügbar. 

Vodafone schaltet Service in einem Jahr ab: MMS nicht mehr zeitgemäß

Die MMS ist schon seit langem aus der Mode gekommen. Denn sie hat gleich mehrere Nachteile: Zum einen ist ihre Größe in Deutschland auf 300 Kilobyte beschränkt, was sehr wenig ist – Handyfotos brauchen in der Regel deutlich mehr Speicherplatz, können aber komprimiert werden. Zweiter Nachteil: Der Versand einer solchen Multimedia-Nachricht kostet extra – üblicherweise fallen 39 Cent an, wenn der Handynutzer kein monatliches Gratis-Kontingent an MMS hat.

Warum man Fotos oder kurze Videos per MMS schicken sollte und nicht über Messaging-Apps, bei welchen der Versand nichts kostet und im Mobilfunk nur einen kleinen Schnipsel des monatlichen Datenvolumens verbraucht, dürfte den allermeisten Verbrauchern schleierhaft sein. Der Telekom-Sprecher stellt fest: „Was einmal innovativ und hochmodern war, ist heute allerdings nicht mehr zeitgemäß.“

Am meisten genutzt wurde die MMS vor knapp einem Jahrzehnt: Im Dezember 2012 wurden im deutschen Vodafone-Netz rund 13 Millionen MMS verschickt. Zum Vergleich: Im selben Monat waren es 1,5 Milliarden SMS – das verdeutlicht, dass die MMS letztlich nie ein Massenphänomen war. 

Vodafone schafft MMS-Service ab: Ein anderer Anbieter hält an dem Service fest

Der Bedarf sinkt außerdem seit langem. Vergleicht man den Dezember 2012 mit dem Dezember 2021, so liegt die Zahl der im Vodafone-Netz verschickten MMS nur noch bei fünf Prozent von damals. Die Düsseldorfer Telekommunikationsfirma rechnet damit, dass die MMS-Zahl in den nächsten Monaten weiter sinken wird. 

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Beim dritten deutschen Mobilfunk-Netzbetreiber, Telefónica mit seiner Marke O2, spielt die MMS zwar ebenfalls eine geringe Rolle, der Stecker wird aber noch nicht gezogen. „Wir bieten den MMS-Dienst weiterhin in unserem O2-Netz an“, sagt ein Telefónica-Sprecher. „Derzeit ist keine Einstellung des Services geplant.“

Die massiven Preisunterschiede zwischen Festnetz und Mobilfunk für Anrufe bei 0137er- und 0180er-Nummern gehören außerdem nun der Vergangenheit an.  (luw/dpa)

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