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Wespen mit dem Kupfermünzen-Trick verscheuchen – Das steckt dahinter

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Von: Alina Schröder

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Wespen machen sich gut und gerne über Lebensmittel her. Ein vermeintlicher Kupfermünzen-Trick soll die Tiere vertreiben.
Wespen machen sich gut und gerne über Lebensmittel her. Ein vermeintlicher Kupfermünzen-Trick soll die Tiere vertreiben. © F. Hecker/Imago

Ein leckeres Sommer-Essen im Freien? Nicht ohne Besuch der Wespen. Ein Kupfermünzen-Trick verspricht, die Insekten fernzuhalten – doch funktioniert es wirklich?

Kassel – Sobald es im Sommer wärmer wird, sind sie nicht weit: Wespen. Die kleinen Plagegeister machen sich gerne über Obst, Kuchen oder andere Lebensmittel her. Viele Menschen fühlen sich dadurch beim Essen gestört und würden die Insekten gerne fernhalten. Ein Kupfermünzen-Trick soll Abhilfe schaffen – doch taugt der wirklich etwas?

Es heißt, Kupfermünzen sollen Wespen auf Abstand halten. Das soll an dem Geruch des Kupfers liegen, der entsteht, wenn dieses erhitzt. Der Effekt soll besonders intensiv sein, wenn man 1-, 2- oder 5-Cent-Münzen zusätzlich in der Hand aufwärmt und anschließend auf dem Tisch verteilt.

Echte Wespe
UnterfamilieFaltenwespen (rund 61 Arten)
Häufigste Arten in DeutschlandDeutsche Wespe, Gemeine Wespe, Hornisse
Zeitraum der NahrungssucheSpätsommer

Wespen mit dem Kupfermünzen-Trick verscheuchen? „Vergessen Sie irgendwelche Gerüche“

So einfach der Trick auch klingt, nützen soll er tatsächlich nichts. Wie auch der vermeintliche Papierknäuel-Trick, der Wespen fernhalten soll, sorgen auch Kupfermünzen nicht dafür, dass die kleinen Störenfriede schlagartig die Flucht ergreifen. Wie das Portal gartenjournal.net informiert, wirke Kupfer zwar für einige Insekten toxisch und werde zudem auch gegen Schnecken im Garten eingesetzt. Allerdings mache der Geruch, der bei einer Erhitzung entstehen soll, den Wespen überhaupt nichts aus – erst recht nicht, bei einem gedeckten Tisch mit zahlreichen Leckereien.

Auch äußern Expertinnen und Experten an solch einem vermeintlichen Trick ihre Zweifel. „Vergessen Sie irgendwelche Gerüche“, sagte Melanie von Orlow, Expertin rund um das Thema Hummeln, Biene, Wespen und Hornissen des Nabu Berlin, gegenüber IPPEN.MEDIA. „Wespen gehen selbst an Aas, sie haben wirklich kein Problem mit irgendwelchen Ausdünstungen.“

Selbst, wenn es für die Insekten abstoßende Gerüche gäbe: Vor schmackhafter Beute, wie einem Stück Kuchen oder einem belegten Brötchen werden sie wohl trotzdem nicht Halt machen. Fernab von all den kursierenden Tricks und irrtümlichen Hausmittel, helfen im Sommer wohl doch nur starke Nerven. Oder, wie von Orlow betonte: „Nur Einnetzen mit Insektenschutz-Gaze hilft, um die Tiere sicher auf Abstand zu halten“. Und wenn es mal tatsächlich zu einem Wespenstich kommt, hilft die richtige Behandlung den Schmerz im Nu zu lindern. (asc)

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