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Vodafone stellt Service ein: Was sich für Verbraucher bald ändert

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Von: Sophia Lother

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Ein Mann am Laptop und Handy.
Vodafone beendet einen bekannten Dienst, was auf Nutzer nun zukommt, im Überblick. (Symbolbild) © Science Photo Library/Imago

Bei Vodafone steht ein ehemals beliebter Dienst vor dem Aus. Wird die Konkurrenz bald nachfolgen?

Kassel - Ab Januar 2023 ist es so weit. Vodafone beendet einen Service, den jeder Handynutzer kennt. Doch genutzt haben ihn die wenigsten, zumindest seit der Einführung von WhatsApp und anderen Anbietern. „Die MMS hat im Vergleich zur SMS immer ein Schattendasein geführt“, erklärt Pressesprecher Helge Buchheister in einer Mitteilung auf der Vodafone Webseite. Und nun ist sie bald Geschichte.

Ab dem Jahr 2023 wird der MMS-Dienst bei Vodafone also abgeschaltet. Doch wie sieht es bei anderen Anbietern aus? Ein Überblick:

Vodafone beendet bekannten Dienst: Was planen O2, Telekom und Co?

Vor über zwei Jahrzehnten, im April 2002, starteten Anbieter mit der MMS. Plötzlich konnten nicht mehr nur Textnachrichten verschickt werden, sondern auch Bilder und Videos. Doch es gab einen Haken: Die Kosten waren enorm. Im Schnitt mussten Nutzer ohne besonderes Abo 39 Cent hinblättern. Ein weiteres Problem: Die Größe einer MMS ist üblicherweise auf 300 Kilobyte beschränkt. Angesichts der immer besser werdenden Handykameras und der daraus resultierenden hochqualitativen Bilder ein großes Problem.

MMSMultimedia Messaging Service
StartzeitApril 2002 bei Vodafone eingeführt
Ende bei VodafoneJanuar 2023

Neben Vodafone hat sich auch Telekom über eine mögliche Änderung hinsichtlich der MMS geäußert. Eigentlich war eine Abschaltung des Dienstes schon am 31. Dezember angesetzt. Doch offenbar bekommt der Service bei der Telekom noch eine Schonfrist. In einer Preisliste für Privatkunden hat das Unternehmen notiert: „Der Versand und Empfang von MMS ist – vorbehaltlich einer Verlängerung – nur bis zum 31.12.2023 möglich“.

Vodafone kündigt Ende eines bekannten Dienstes an: Wie reagiert O2?

Vodafone und die Telekom sind sich also recht einig, was die Zukunft der MMS betrifft. Nicht ganz so deutlich zeichnet sich das Ende des Services bei O2 ab. Die Telefónica hat gegenüber dem Portal Teltarif erklärt, dass es noch kein Enddatum für die MMS gäbe. Zwar könne ein solches Datum in künftigen Tarifdokumenten erscheinen, dieses sei aber verlängerbar.

Ganz so rabiat scheinen also die Konkurrenten von Vodafone nicht mit der MMS zu verfahren. Bleibt abzuwarten, ob die MMS - zumindest bei einigen Anbietern - vielleicht sogar die Laufzeit von drei Jahrzehnten knacken wird. Wahrscheinlich ist es jedoch freilich nicht, denn die Nutzungszahlen sind bescheiden und werden höchstwahrscheinlich weiter zurückgehen, wenn immer weniger Anbieter den Service anbieten. (Sophia Lother)

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