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Wasser im Bad und der Küche sparen: So viel Geld bleibt dann übrig

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Auch beim Putzen und im Bad kann man mit einigen Tricks bares Geld sparen. (Symbolfoto)
Auch beim Putzen und im Bad kann man mit einigen Tricks bares Geld sparen. (Symbolfoto) © blickwinkel/Imago

Vor dem Hintergrund der Energiekrise ist es sinnvoll, weniger warmes Wasser zu verbrauchen. So viel Geld können Sie beim Putzen und im Bad sparen.

Kassel – Angesichts der steigenden Energiepreise müssen viele Haushalte in Deutschland mit sehr hohen Nachzahlungen rechnen. Wasser zu sparen, insbesondere erhitztes, ist eine effektive Möglichkeit, um die Haushaltsausgaben zu senken. Denn laut Verbraucherzentrale Niedersachsen werden etwa 14 Prozent der Energie zur Erwärmung von Wasser genutzt.

Durch einige Tricks lässt sich beim Putzen und im Bad jedoch effektiv Wasser sparen, das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt.

Wasser im Haushalt sparen: Spülmaschine und Waschmaschine effektiv nutzen

Halbvolle Spülmaschinen oder Waschmaschinen anzuschalten, ist eine enorme Energie und Wasserverschwendung. Denn dadurch läuft das Gerät viel häufiger und verbraucht jedes Mal die volle Menge warmes Wasser. Deshalb sollten Verbraucherinnen und Verbraucher darauf achten, die Geräte immer vollständig einzuräumen. Damit sparen Sie nicht nur Wasser, sondern auch Energie.

Auch niedrigere Temperatureinstellungen machen sich weniger stark auf der Rechnung bemerkbar. „Bei 160 Waschgängen pro Jahr mit 40 statt 60 Grad sowie Verzicht auf Vorwäsche und Trockner können Sie etwa 110 Euro sparen sowie 250 Kilogramm CO2 vermeiden“, so die Umweltschutzorganisation WWF.

Bei manchen Geräten gibt es sogar ein Spar- oder Ökoprogramm. Dieses benötigt weniger Wasser und Strom. „Sie vermeiden bei 160 Spülmaschinengängen im Sparprogramm statt Handwäschen pro Jahr rund 80 Kilogramm CO2 und sparen etwa 35 Euro“, weiß der WWF.

Nutzung von Wasser im HaushaltAnteil
Körperpflege (Duschen und Baden)39 Prozent
Toilettenspülung30 Prozent
Wäsche waschen13 Prozent
Geschirr spülen7 Prozent
Raumreinigung, Autopflege, Gärten7 Prozent
Essen und Trinken4 Prozent
Quelle: Umweltbundesamt/Statistisches Bundesamt

Wasser sparen beim Putzen: Dieser Trick spart bares Geld

Der Preis für einen Liter Wasser liegt in Deutschland je nach Standort derzeit bei etwa einem halben Cent. Einen 10-Liter-Putzeimer zu füllen kostet deshalb etwa 5 Cent. Ein Hochdruckreiniger hat bereits nach einer bis zwei Minuten genauso viel Wasser verloren, ein Gartenschlauch in der Regel schon nach weniger als einer Minute. Aus einem Wasserhahn fließen pro Minute sogar bis zu 20 Liter.

Wer beim Putzen Wasser sparen möchte, sollte seine Terrasse also lieber nass schrubben, sein Auto mit einem Schwamm waschen und das Geschirr nicht einzeln abspülen, sondern vollen Waschbecken säubern. Je nachdem, wie viel Zeit Sie sich im Normalfall bei der Reinigung per Hochdruckreiniger, Gartenschlauch oder Wasserhahn aufwenden, können Sie hier viel sparen. Aus einer zehnminütigen Autowäsche für 50 Cent machen Sie beispielsweise eine Autowäsche für zweimal 0,25 Cent, wenn Sie Ihren 5-Liter-Eimer nach dem ersten Durchgang frisch auffüllen. Wer sich einen No-Rinse-Reiniger für Fahrzeuge zulegt, spart sich sogar das Abspülen der Seife.

Wasser sparen durch weniger Wassernutzung beim Toilettenspülen

Wie das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz erklärt, entfallen durchschnittlich fast 40 Liter, also rund 30 Prozent des täglichen Trinkwasserverbrauchs, auf die Toilettenspülung. Bei älteren Toiletten fließe circa 9 bis 14 Liter pro Spülung durch das WC-Becken, dabei seien 6 bis 9 Liter ausreichend. Sofern ein geeignetes WC-Becken und ein geeigneter Spülkasten vorhanden sind – dies lässt sich an der Prüfnummer mit einer 6 oder 61 am Ende ablesen – lasse sich hier also viel Wasser einsparen.

Warmwasser beim Duschen sparen: Auch im Bad steckt Sparpotenzial

Wasser und Energie sparen, indem man die Wassertemperatur senkt. Es klingt im ersten Moment unangenehm. Doch dieser Tipp bedeutet nicht, kälter zu duschen. Vielmehr verhindert man, so erklärt der NDR, dass auf bis zu 70 Grad erhitztes Wasser mit kaltem Wasser gemischt wird, um die gewünschte Temperatur zu erreichen. Senkt man am Boiler, in den Einstellungen der Heizung oder des Durchlauferhitzers die Warmwassertemperatur, so wird schlicht weniger kaltes Wasser beigemischt, bis die gewünschte Temperatur erreicht ist. Wie viel Geld übrig bleibt, hängt letztlich davon ab, wie warm Sie duschen und wie hoch die Warmwassertemperatur an Ihrer Heizung oder Ihrem Boiler eingestellt ist.

Wer zusätzlich einen Sparduschkopf nutzt, der rund 20 Euro kostet, kann aber bis zu 50 Prozent Wasser und damit auch bis zu 50 Prozent der Kosten für Duschwasser sparen. Während Standard-Duschköpfe 12 bis 15 Liter pro Minute ausschütten, sind es bei guten Sparduschköpfe nur sechs bis sieben Liter. Sie verursachen meist das gewohnte Strahlbild, also den Wasserdruck, obwohl weniger Wasser genutzt wird. (tk)

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