Weihnachten

Weihnachten mit der Katze: Tipps für einen katzensicheren Christbaum

Weihnachten steht vor der Tür. Doch das bedeutet für viele Katzenbesitzer Stress. Denn die glitzernde Baumdekoration hat eine magische Anziehung auf die Tiere.

  • Aufwändig geschmückte Weihnachtsbäume werden oft von Katzen umgerissen.
  • Damit Mensch und Tier sicher Weihnachten feiern können, gibt es hier die passenden Tipps.
  • Für Katzensichere Weihanchten ist einiges zu beachten.

Kassel - Aufwendig werden die Weihnachtsbäume mit glitzerndem Schmuck behangen, liebevoll wird die Dekoration drapiert. Doch einmal kurz nicht aufgepasst und schon hat die neugierige Katze eine Christbaumkugel vom Baum geschlagen oder sitzt gar in der Tanne zwischen Strohsternen und Lametta.

Im schlimmsten Fall reißt der Kater den Baum um und alle Mühe war umsonst. Damit sowohl Baum als auch Katze sicher durch die Weihnachtszeit kommen, haben wir ein paar Tipps gesammelt - damit an den Festtagen keine Gefahr droht*.

Katzensichere Weihnachten: Der geeignete Baum

Suchen Sie am besten einen kleineren Christbaum aus und stellen Sie ihn auf einen kleinen Tisch oder einen Hocker. So ist der Baum nicht direkt im Blickfeld der Katze und die Verlockung im Vorbeigehen mit dem bunten Schmuck zu spielen, ist direkt minimiert.

Falls der Baum dann doch mal kippen sollte, ist die Gefahr für die Katze nicht ganz so groß und der Schaden kleiner. Geben Sie Ihrem Kater ein paar Tage Zeit sich an den ungeschmückten Baum im Haus zu gewöhnen. Manchmal wird der Christbaum dann schon uninteressant, bevor der Weihnachtsschmuck hängt.

Weihnachten mit der Mieze: Der glitzernde Weihnachtsschmuck hat oft eine magische Anziehungskraft auf Katzen. (Symbolbild)

Katzensichere Weihnachten: Der passende Stand für den Weihnachtsbaum

Generell sollte ein Weihnachtsbaum einen sicheren Stand haben. Mit Katzen im Haus ist das aber ganz besonders wichtig. Ein schwerer, stabiler Weihnachtsbaumständer kann dabei helfen, dem„Angriff“ einer Katze Stand zu halten und das Umstürzen des Baumes zu verhindern.

Helfen kann dabei auch eine Verankerung an der Wand oder das Festbinden mit einem Seil. Hat der Christbaumständer einen Wasserbehälter, sollte dieser abgedeckt sein, damit die Katze nicht auf die Idee kommt, daraus zu trinken. Harz, Konservierungsstoffe und ätherische Öle können in das Wasser gelangen und giftig für die Katze sein.

Katzensichere Weihnachten: Die richtige Beleuchtung am Baum

Echte Kerzen können große Katastrophen verursachen - seien es Verbrennungen für das Tier oder gar ein Feuer in der Wohnung. Reißt die Katze den Baum samt brennender Kerzen um, wird es für alle gefährlich. Deshalb sollte der Baum nur mit elektrischen Lichtern geschmückt werden.

Je nach Größe und Standort des Baumes sollten überschüssige Kabel versteckt werden und unter Umständen die unteren Äste des Baumes beim Schmücken ausgelassen werden, damit der Kater nicht an den Kabeln knabbern kann. Schalten Sie zudem die Lichter aus, wenn ihr Tier unbeaufsichtigt ist.

Katzensichere Weihnachten: Der adäquate Baumschmuck

Wer hat sie nicht - die wertvollen Christbaumkugeln, vererbt von der Uroma, handbemalt und sehr zerbrechlich. Wenn das Herz an einzelnen Schmuckstücken hängt, sollten diese besser nicht am Weihnachtsbaum hängen. Wer eine verspielte Katze hat, sollte unempfindlichen Baumschmuck wählen. Es gibt zahlreiche Optionen aus Holz, Stroh und Papier - aber auch getrocknete Orangenscheiben, Zimtstangen oder Tannenzapfen sind ein schöner und für Katzen sicherer Baumschmuck.

Unbedingt verzichten sollten Sie auf glitzernde Ornamente, Glöckchen, zerbrechliche Kugeln aus Glas und auch Lametta. Glänzender Baumschmuck - vor allem in Form von baumelndem Lametta - wirkt auf Katzen besonders anziehend. Sie wollen mit den sich bewegenden Streifen spielen, doch wenn sie von den Metallstreifen naschen, kann es sehr schnell sehr gefährlich werden. Es drohen innere Verletzungen oder ein Darmverschluss. Beides kann tödlich sein.

Katzensichere Weihnachten: Der beste Standort für den Baum

Natürlich hat nicht jeder ein weitläufiges Wohnzimmer mit vielen Quadratmetern Platz, doch gilt es bei der Standortwahl des Weihnachtsbaums einiges zu beachten. Platzieren Sie Ihren Baum bestmöglich so, dass die Katze keine Absprungmöglichkeit aus nächster Nähe hat. Also nicht direkt neben Sofa, Fensterbank oder gar den Kratzbaum. Falls möglich, stellen sie den Christbaum in ein abschließbares Zimmer. So kann der Kater nicht unbeaufsichtigt an den Baum und eventuelle Unfälle werden direkt verhindert.

Katzensichere Weihnachten: Das Tier vom Baum fernhalten

Die Verlockung für Katzen ist groß, den glitzernd geschmückten Weihnachtsbaum zum Spielen zu nutzen oder ihn direkt als neuen Kratzbaum umzufunktionieren. Deshalb sollte von Tag eins konsequent das Tier vom Baum ferngehalten werden. Sorgen Sie in der Weihnachtszeit für ausreichend Ablenkung vom Christbaum. Bieten Sie dem Tier Spiel- Kletter- und Kratzmöglichkeiten, damit der Weihnachtsbaum nicht zu interessant wird.

Außerdem sind klare Regeln und Konsequenz unumgänglich. Sobald die Katze Interesse am Baum zeigt und mit den Samtpfoten nach Ästen und Baumschmuck schlägt, sollte jedes Mal mit einem bestimmten, energischen „Nein“ ermahnt werden.

Um den Weihnachtsbaum für die Katze unattraktiv zu machen, kann es helfen unter dem Baum Alufolie auszulegen. Die Vierbeiner mögen das Gefühl von Alufolie an ihren Pfoten überhaupt nicht, auch das Geräusch beim darüber Laufen finden sie fürchterlich. So können Sie verhindern, dass die Katze unter dem Baum spielt und ihn eventuell zu Fall bringt. Im besten Falle passt die silberne Folie auch noch zur Baum-Deko.

Wer es lieber natürlich mag, sollte Orangen- oder Mandarinenschalen unter dem Weihanchtsbaum auslegen. Katzen haben einen sehr empfindlichen Geruchssinn und mögen Zitrusdüfte gar nicht gern. Für Menschen hingegen wird der Duft zusätzlich weihnachtlich. Also eine „win-win-Situation“.

Ein Thema treibt in diesen Tagen viele um: Was schenke ich Familie und Freunden zu Weihnachten? Einige stellen sich die Frage, was sie ihren Haustieren schenken*. Das findet nicht jeder gut.  Das Weihnachtsfest 2020 muss einiges mitmachen. Können wir da auf ein wenig Schnee hoffen? Der Hundertjährige Kalender hat die Antwort parat. (Theresa Lippe) *hna.de und 24garten.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Ole Spata/picture alliance

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