Weihnachtszeit

Plätzchenbacken für Weihnachten – Diese typischen Fehler unbedingt vermeiden

Beim Plätzchenbacken geht schnell einiges schief. Geraten die Kekse außer Form, werden matschig oder zu trocken, dann können diese typischen Fehler schuld sein.

Kassel - Vorweihnachtszeit ist Plätzchenzeit. Zwar gibt es Vanillekipferl, Zimtsterne und Co. auch im Laden zu kaufen, doch für viele ist das selber backen, eine liebgewonnene Tradition und die perfekte Einstimmung auf die besinnlichen Tage. Bereits im November glüht in den Küchen wieder der Ofen, Teig wird geknetet, Plätzchen ausgestochen und gebacken. Doch in der Weihnachtsbäckerei kann auch so einiges schiefgehen. Damit die Plätzchen auch wirklich gelingen, gilt es einige typische Fehler zu vermeiden.

Eine gute und gründliche Vorbereitung ist beim Plätzchenbacken bereits die halbe Miete. Sind alle Zutaten da und die Mengen ausreichend? Wenn am Ende noch etwas Mehl fehlt oder das letzte Ei auf dem Boden statt im Teig landet, kann das schnell für Frust und Ärger sorgen. Deshalb am besten bereits vor dem Backen alles nochmal genau prüfen und schon abgewogen bereitstellen.

Typische Fehler beim Plätzchenbacken: Warum geraten die Kekse außer Form?

Auch das Rezept gilt es gründlich zu studieren. Denn oft sind längere Kühl- oder Ruhezeiten für den Teig nötig. Daran sollten sich auch ungeduldige Hobby-Bäcker unbedingt halten. Das Fatale an zu warmem Teig ist nämlich, dass er sich nicht so gut ausrollen lässt, verklebt und auf dem Backblech verläuft. So geraten die Weihnachtsplätzchen schnell mal außer Form. Lieber also den Teig nach dem Kneten mindestens 30 bis 60 Minuten (je nach Rezept) in den Kühlschrank packen. Dabei wird das Fett wieder fest und der Teig lässt sich wunderbar ausrollen und verarbeiten. Der Teig kann übrigens auch bereits am Vortag zubereitet und über Nacht im Kühlschrank kaltgestellt werden. So startet man am Morgen ganz entspannt mit dem Ausstechen und Backen und hat anschließend extra viel Zeit für kreative Verzierungen auf den Keksen.

Das Rezept vorher gründlich zu lesen bewahrt den Plätzchenbäcker zudem vor einem anderen großen Fehler: Zu warmer oder zu kalter Butter. Die richtige Temperatur des Streichfetts ist bei vielen Rezepten entscheidend. Gerade bei einem Knetteig, wie Mürbeteig eignet sich kalte Butter. Die abgewogene Menge sollte also nicht den ganzen Tag in der warmen Küche stehen und weich werden, sondern erst kurz vor ihrem Einsatz aus dem Kühlschrank kommen.

Beim Plätzchenbacken stimmen sich viele Menschen auf die Weihnachtszeit ein. Doch einiges kann dabei schiefgehen. (Symbolbild)

Plätzchen für Weihnachten backen: Backofen vorheizen oder nicht?

Gerade bei Teig ist es auch ungemein wichtig, sich an die richtigen Mengen und Zutaten zu halten. Eier sollten die richtige Größe haben, Butter kann nicht einfach durch Margarine ersetzt werden. Wenn weißer Zucker im Rezept steht, gehört auch weißer Zucker rein - und kein brauner Zucker. Ist der Teig dann fertig, geht es ans Ausrollen und Ausstechen. Doch schnell bleibt er an der Arbeitsfläche kleben und zerreißt. Wer den Untergrund mit Mehl bestäubt wird diese Probleme nicht haben. Doch Vorsicht: Zu viel Mehl macht die Plätzchen trocken.

Wer Makronen backt, wird übrigens auch an Eisschnee nicht vorbeikommen. Der gelingt jedoch nur, wenn die Eier sauber getrennt wurden und Schüssel sowie Schneebesen oder Mixer sauber sind und kein Fett oder Teigreste darin kleben.

Der nächste typische Fehler beim Plätzchenbacken vor Weihnachten lauert beim Backofen. Dann nämlich, wenn der Ofen nicht richtig vorgeheizt wird. Auch wenn es bei anderen Gerichten nicht immer nötig ist und das Vorheizen des Backofens auch viel Strom verbraucht, geht beim Plätzchenbacken kaum ein Weg dran vorbei. Denn die Kekse bleiben nur eine relativ kurze Zeit im Ofen. Die Temperatur sollte also bereits passen, wenn das Backblech in den Ofen geschoben wird.

Weihnachten: Diese typischen Fehler beim Plätzchenbacken machen viele

Wie hoch der Ofen eingestellt werden muss, steht in der Regel im Rezept. Wichtig ist außerdem, wie lange die Kekse gebacken werden. Holt man sie zu früh raus, werden sie matschig - zu lange und sie sind trocken. Aber nicht immer kann man blind auf die angegebene Backzeit vertrauen. Jeder Backofen ist anders. Also am besten einen Wecker stellen, die Plätzchen aber zusätzlich im Blick behalten.

Beim Plätzchenbacken auch ruhig mit mehreren Blechen arbeiten, damit diese nach jedem Backen abkühlen können. Landet der kalte Teig nämlich auf dem heißen Blech, droht ein Hitzeschock und die Backware misslingt. Nur ein Blech zu benutzen und es abkühlen zu lassen, ist wenig sinnvoll. Der Backofen läuft so leer und verbraucht unnötig Energie.

Typische Fehler beim Plätzchenbacken vermeiden:

  • Beim Plätzchenbacken ist gründliche Vorbereitung die halbe Miete.
  • Zum Backen sollte zudem ausreichend Zeit eingeplant werden.
  • Zutaten checken und vorher bereitstellen.
  • Teig vor dem Ausrollen ausreichend kühlen.
  • Auf die richtige Temperatur der Butter achten.
  • Backofen vorheizen.
  • Mehrere Backbleche verwenden.
  • Lagern Sie ihre Plätzchen in Blechdosen.

Weihnachtsplätzchen richtig lagern: So geht‘s

Kommen die Plätzchen duftend und schön durchgebacken aus dem Ofen, ist der Hauptteil geschafft. Doch auch nach dem Backen passiert oft ein typischer Fehler. Damit Weihnachtsleckereien nicht matschig werden, müssen sie abkühlen. Das funktioniert am besten auf einem Gitter. Erst dann geht es ans Dekorieren und genießen. Vielleicht zusammen mit einem selbstgemachten Glühwein?

Sollen sich die Kekse auch noch für die nächsten Tage halten, ist es wichtig, sie richtig zu lagern. Am besten funktioniert das in einer Blechdose. Die gibt es in schön weihnachtlichen Motiven in vielen Läden zu kaufen. So lassen sich die Leckereien auch gut verschenken. Achtung: Damit sich die Aromen nicht vermischen lieber die Sorten trennen. Zwischen den Schichten immer mal wieder ein Stück Backpapier legen, damit sie nicht aneinander festkleben. Trockene Plätzchen, wie Vanillekipferl lassen sich bis zu vier Wochen lagern. Lebkuchen halten noch länger. Kekse mit Marmeladenfüllung, Makronen und Schaumgebäck sollte schneller verbraucht werden. (svw)

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Rubriklistenbild: © Robert Kalb/Imago

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