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Ausgerechnet vor Weihnachten: Neue Preiserhöhungen betreffen Aldi, Dm, Lidl und Co.

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Von: Kilian Bäuml

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In der Weihnachtszeit gibt man schonmal mehr Geld aus. Doch jetzt wird es noch teurer, denn weitere Preiserhöhungen sind geplant, die auch Aldi, Dm, Lidl und Co. betreffen.

Kassel – Die Weihnachtszeit ist für viele eine besinnliche Zeit, die man im Kreis geliebter Menschen verbringt. Häufig wird es aber auch teuer, wenn man viele Geschenke kauft.

Egal ob Körperpflegeprodukte, Kleidung oder die Zutaten fürs Weihnachtsessen – in fast allen Branchen gehen die Preise vor den Feiertagen nochmal hoch, obwohl in diesem Jahr wegen der Inflation bereits mehrfach die Preise erhöht wurden. Insgesamt planen jedoch weniger Unternehmen als im Vormonat, die Preise zu erhöhen, teilt das Ifo-Institut in einer Pressemitteilung. Eine Umfrage der Ifo zeigt, in welchen Branchen die Preise in der Vorweihnachtszeit steigen und ob es auch Branchen gibt, in denen die Preise sinken.

Preiserhöhungen vor Weihnachten: Diese Branchen erhöhen am meisten

Wer Kindern gerne etwas schenken möchte, muss dieses Jahr wohl besonders tief in die Tasche greifen, denn vor allem Anbieter von Spielwaren wollen ihre Preise dieses Jahr nochmals anheben. Der Anteil der Hersteller, die ihre Preise erhöhen möchten, liegt bei 94,4 Prozent. Von steigenden Preisen dürften demnach nicht nur große Spielwarengeschäfte wie MyToys, sondern auch Geschäfte wie Rossmann und Karstadt sowie Supermärkte und Discounter, die Spielzeug im Sortiment haben, betroffen sein.

Person verpackt Geschenke im Spielwarenladen
Vor allem Spielwaren könnten teuer werden. (Symbolbild) © Manuel Geisser/Imago

Für andere Branchen wird in der Vorweihnachtszeit ebenfalls mit steigenden Preisen gerechnet. Wer Schreibwaren, Kleidung oder Produkte aus der Drogerie verschenken möchte, sollte sich in der Vorweihnachtszeit auf steigende Preise einstellen. Der Schreibwarenhandel (96,1), Hersteller von Bekleidung (91,9) und Drogerien (92,4) planen laut Ifo Preisanhebungen. Betroffen sind demnach auch Dm und Rossmann.

Steigende Preise vor Weihnachten: Auch Aldi, Lidl, Rewe und Co. betroffen?

Dasselbe gilt für die Lebensmittelindustrie: Ein Großteil der Lebensmitteleinzelhändler (95,1) plant die Preise zu erhöhen. Der Einkauf für das Weihnachtsessen wird in diesem Jahr voraussichtlich teurer – egal ob man bei Aldi, Lidl, Rewe oder einem anderen Anbieter einkauft. Doch auch Warenengpässe beschäftigt die Lebensmittelbranche weiterhin – die Eierbranche warnt vor einer Eier-Knappheit in Supermärkten vor Weihnachten.

Wie das Ifo-Institut die Preiserwartungen berechnet

Die Punkte bei den ifo Preiserwartungen geben an, wie viel Prozent der Unternehmen per Saldo ihre Preise erhöhen wollen. Der Saldo ergibt sich, indem man vom prozentualen Anteil der Unternehmen, die ihre Preise anheben wollen, den prozentualen Anteil derer abzieht, die ihre Preise senken wollen. Wenn alle befragten Unternehmen beabsichtigten, ihre Preise zu erhöhen, läge der Saldo bei plus 100 Punkten. Würden alle ihre Preise senken wollen, läge er bei minus 100. Der Saldo wurde saisonbereinigt. Das ifo Institut fragt nicht nach der Höhe der geplanten Preisänderung.

Preise in der Vorweihnachtszeit: Hier bleiben Preise gleich oder sinken sogar

Insgesamt rechnet der Handel mit weniger Preissteigerungen als in vorigen Monaten. Dienstleister wie Gastronomen planen laut den Umfrageergebnissen nicht, weiter die Preise zu erhöhen. Auch Verkäufer im Einzelhandel, beispielsweise von Fahrrädern, sowie Hersteller von Textilien und Hersteller von Druckerzeugnissen heben voraussichtlich weniger häufig ihre Preise an. Das Ifo-Institut geht davon aus, dass in einer Branche die Preise sogar sinken könnten: Im Papiergewerbe. (kiba)

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