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Weihnachtsstern verliert Blätter: So hält die empfindliche Pflanze bis nach Weihnachten

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Von: Romina Kunze

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Besonders seine roten Blüten passen perfekt zur Adventszeit. Doch wie kann man sich auch lange am festlichen Weihnachtsstern erfreuen? Die richtige Pflege macht‘s.

Kassel – Für viele Menschen gehört der Weihnachtsstern zur festlich geschmückten Stube genauso dazu, wie Tannenbaum und Adventskranz. Die kleine Topfpflanze trägt vor allem mit ihrer roten Optik perfekt zum Weihnachts-Feeling bei. Doch kaum zu Hause angekommen, fallen häufig schon die ersten Blätter. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern auch ein wichtiger Hinweis für den falschen Umgang mit der Pflanze.

Auch wenn die Zierpflanze bei den meisten spätestens nach Weihnachten in die Tonne kommt, ist der Weihnachtsstern (auch „Euphorbia pulcherrima“ genannt) eigentlich eine mehrjährige Pflanze. Und mit der richtigen Pflege wird der kleine Saisonarbeiter zum dauerhaften Bestandteil der Zimmereinrichtung. Wie diese aussieht, verrät das Ratgeber-Portal Ökotest.de.

Weihnachtsstern verliert Blätter: Was ist die Ursache?

Ursprünglich kommt der Weihnachtsstern aus Südamerika und mag es damit paradoxerweise eigentlich eher warm. Lässt er seine Blätter fallen, möchte der dem Besitzer damit sagen, dass es ihm zu kalt oder zu feucht ist. Idealerweise braucht er damit auch in der dunklen Jahreszeit ein möglichst helles und lauschiges Plätzchen in der Wohnung.

Doch aufgepasst bei der direkten Sonneneinstrahlung. Denn vor allem in einer knalligen Mittagssonne kann es dem kleinen Exoten schnell zu warm werden. Verbrennungen sind die Folge. Und auch ein Platz unmittelbar am Heizkörper ist für den Weihnachtsstern tabu. Der Weihnachtsstern sollte also wie viele andere Zimmerpflanzen niemals auf der Fensterbank stehen. Die perfekten Temperaturen liegen laut Ökotest.de für die Zimmerpflanze zwischen 18 und 22 Grad Celsius – und somit auch voll im Soll für die empfohlene Raumtemperatur im Winter.

Eine Person gießt etwas Wasser aus einem Glas in eine Weihnachtsstern-Pflanze.
Feingefühl beim Gießen: Weihnachtssterne sind Tropenpflanzen und brauchen daher nur wenig Wasser. © Ekaterina Yakunina/Imago

Weihnachtsstern verträgt nicht viel Wasser - Tipps für Hobby-Gärtner

Pflanzen brauchen Wasser; das ist klar. Auge und Fingerspitzengefühl ist aber gefragt. Ist die oberste Erdschicht schon spürbar angetrocknet, braucht der Stern etwas Wasser. Die Betonung liegt hier auf „etwas“. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden. Stattdessen kann auch der Wurzelballen entnommen und für einen Moment ins Wasser gehängt werden. Wichtig: Ob gegossen oder getunkt, das Wasser sollte lauwarm sein.

Einen kleinen Snack zwischendurch tut jedem gut – auch den Pflanzen. Kaliumreicher Dünger ist für den Weihnachtsstern das, was für uns Menschen in der Adventszeit der Schoko-Nikolaus oder die Plätzchen sind. Nur brauch die Topfpflanze nicht ganz so häufig was zum „Naschen“. Alle zwei Wochen sollte sie eine Dünger-Kur bekommen.

Weihnachtsstern verblüht: Worauf man schon beim Kauf unbedingt achten sollte

Schon beim Kauf der dekorativen Pflanze gibt es einiges zu beachten. Es verhält sich ein bisschen wie mit dem Mythos um Bananen: Haben sie schon in der Obstabteilung dunkle Flecken, werden sie in der heimischen Küche auch nicht mehr lange genießbar sein. Ähnlich ist es beim Christstern: Er sollte kräftige, dunkelgrüne Blätter und in der Mitte geschlossene Knospen haben. Fehlen die Knospen oder sind schon offen, ist die Blütezeit der Pflanze bereits vorbei. Also: Augen auf beim Christstern-Kauf.

Mal eben einen Adventsstern beim Einkauf im Supermarkt mitnehmen; dagegen ist nichts einzuwenden. Doch stehen sie hier meistens im zugigen Eingangsbereich oder gar in der Kälte vor dem Eingang. Und das – haben wir gelernt – mögen die sensiblen Pflänzchen gar nicht. Also sollte der Stern gut eingepackt werden, damit er sich auf dem Heimweg nicht „erkältet“. Ebenso wenig kann er Zugluft leiden. Das gilt auch für zu Hause. Lüften muss zwar auch im Winter sein, aber der Weihnachtsstern kann gut und gerne darauf verzichten.

Weihnachtsstern richtig pflegen: So hält er bis zum nächsten Winter

Up- und Recyclen ist bekanntlich „in“. Wer sich in seinen Adventsstern verliebt hat, dem wird im Januar das Herz bluten, wenn die Weihnachtsdeko weggeräumt und die Pflanze weggeschmissen wird. Warum nicht einfach im nächsten Jahr nochmal verwenden? Auch die Pflanze über den Winter zu bringen geht, wenn ein paar Sachen beherzigt werden.

Um den Weihnachtsstern ganzjährig fit zu machen, braucht er nach den Feiertagen erst einmal Ruhe. Das dürfte dem einen oder anderen bekannt vorkommen. Dazu stellt man die Pflanze circa zwölf Wochen lang an einen eher dunklen, nicht zu warmen Ort. Dafür eignet sich beispielsweise der Keller. Steigen draußen die Temperaturen und es droht kein Nachtfrost mehr, können die Triebe zurückgeschnitten werden und der Stern darf auf den Balkon, die Terrasse oder in den Garten umziehen. Da sollte er einen neuen Topf und frische Erde bekommen, informiert Ökotest.

Selbst im Sommer braucht das anspruchsvolle Gewächs nicht viel Wasser. Dafür aber einen halbschattigen Platz und im Herbst dann nicht mehr als zwölf Stunden Licht. Et voilà – dann steht auch fast schon wieder die Weihnachtszeit vor der Tür. Und damit die Blütezeit des roten Weihnachtssterns. (Romina Kunze)

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