Von Feuer bis Zange

Weinflasche öffnen ohne Korkenzieher - Diese Tricks helfen wirklich

Eine gute Flasche Wein öffnet man mit einem Korkenzieher. Experten verraten, wie das funktioniert. Doch bei manchen Tricks ist Vorsicht geboten.

  • Was tun wenn man eine leckere Flasche Wein, dafür aber keindn Korkenzieher parat hat?
  • Experten verraten welche Tricks wirklich helfen.
  • Aufgrund von Verletzungsgefahr ist stets Vorsicht geboten.

Kassel - Da freut man sich auf ein Gläschen Wein und auf einmal ist der Schreck groß: Der Korkenzieher hat sich in Luft aufgelöst. Hat man dann nicht zufällig ein Taschenmesser mit integriertem Korkenzieher oder ein anderes, praktisches Gadget zu Hand, rückt der Wein plötzlich in weite Ferne.

Was ist also zu tun, wenn zwar ein toller Wein, dafür aber kein Korkenzieher vorhanden ist? Das Magazin Weinfreunde hat sich mit der Problematik auseinandergesetzt und klärt auf: Welche Tipps bringen wirklich was und welche Methoden kann man getrost vergessen?

Die Hitze-Methode: Öffnet die Flasche, verdirbt den Wein

Die Methode funktioniert folgendermaßen: Man kippt die Flasche leicht und erhitzt diese mithilfe eines Feuerzeugs unterhalb des Korkens. Statt mit Feuer kann man den Trick auch mit heißem Wasser ausprobieren. Durch die Hitze dehnt sich die Luft in der Flasche aus, sodass der Korken nach oben aus der Öffnung geschoben wird.

Je nachdem wie viel Zeit dieses Vorgehen in Anspruch nimmt, ist der Wein jedoch schnell warm. Und auch wenn es allmählich auf die kalten Wintermonate zugeht, sei gesagt, dass sich nicht jeder Wein als Glühwein eignet. Besonders ein Tropfen, den man lieber kühl genießen möchte, wäre durch diese vermeintliche Problemlösung geradezu verdorben.

Die Schlag-Methode statt Korkenzieher: Riskant aber effektiv - Wein könnte verschüttet werden

Wer keinen Korkenzieher zur Hand hat aber unbedingt die Weinflasche öffnen muss, kann zum Handtuch oder zu einem Schuh greifen. Die Flasche wird dabei in den Schuh gesetzt, beziehungsweise der Flaschenboden wird von einem Handtuch fest umwickelt. Anschließend schlägt man den Flaschenboden mehrfach gegen den Boden oder eine Wand, bis der Korken letztlich von selbst aus der Flasche hüpft.

Laut dem Magazin Weinfreunde tun diese kräftigen Bewegungen dem Wein allerdings alles andere als gut. Sollte man im Notfall wirklich zu dieser Methode greifen, sollte man das Verfahren also nur so lange anwenden, bis der Korken mit der Hand aus der Flasche gezogen werden kann. Zudem warnen die Experten vor „erhöhter Kleckergefahr“.

Anstatt des Korkenziehers: Die Werkzeug-Methode - Wein dank Schraube und Zange?

Ob Messer, Nägel oder sogar eine Küchenschere - wenn der Korkenzieher plötzlich unauffindbar ist, greifen viele Menschen schnell zu Hilfsmitteln aus der Küche oder Kammer. Wie die Experten von Weinfreunde betonen, ist das Öffnen der Flasche mithilfe eines Messers zwar möglich, jedoch aufgrund der hohen Verletzungsgefahr auch recht gefährlich.

Vielmehr sollte man zum Werkzeugkasten greifen und darin eine Schraube mit möglichst großem Kopf suchen. Die Schraube wird anschließend möglichst tief in den Korken gedreht und daraufhin mit einer Zange wieder herausgezogen. Im Optimalfall samt des Korkens. Sollte diese Methode scheitern, können aber auch drei bis vier Nägel dicht nebeneinander in den Korken geschlagen und die Zangen-Prozedur wiederholt werden. Mit Geduld und ein wenig Fingerspitzgefühl könnte auch diese Methode zum geöffneten Wein führen.

Den Korken aus der Weinflasche bekommen ohne Korkenzieher - warum nicht ein Feuerzeug dafür verwenden?

Die Drahtbügel-Methode: So kommt man garantiert an den geliebten Wein - ohne Korenzieher

Mit am einfachsten soll das Öffnen einer Weinflasche mit einem Drahtbügel funktionieren. Bevor man den Wein genießen kann, muss der Henkel des Bügels jedoch zurechtgebogen werden: Der Henkel sollte seitlich am Korken vorbeikommen, aber auch genügend hervorstehen um letztendlich unter den Korken greifen zu können. Ist dies erst einmal geschafft, muss der Verschluss nur noch vorsichtig aus der Flasche gezogen werden.

Die umgekehrte Methode: Korken rein - Wein mit interessantem Beigeschmack

Wieso den Korken mühselig herauspicken, wenn man ihn auch einfach in die Flasche drücken kann? Wie die Experten von Weinfreunde meinen, ist dies nur etwas unvorteilhaft, wenn man den Zustand des Korkens nicht einschätzen kann. Zudem dürfte der Verschluss zum Hindernis beim Einschenken werden.

Wenn es aber schnell und unkompliziert gehen soll, und der „korkige Beigeschmack“ nicht stört, ist auch diese Methode zu empfehlen. Denn für viele Menschen dürfte schlussendlich nur zählen, dass sie dann endlich ihren Wein trinken können. (Nail Akkoyun)

Rubriklistenbild: © Rolf Vennenbernd / dpa

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