Prognose

Wetter: Neue Hitzewelle bringt „Tropensommer“ – Unwetter brauen sich im Osten zusammen

Derzeit jagt eine Hitzewelle in Europa die nächste - die Temperaturen steigen sogar bis über 40 Grad. Vielerorts in Deutschland kommt es zu schweren Unwettern. 

Kassel – Die Temperaturen in Europa sind hoch. Die letzte Hitzewelle, welche Deutschland in der vergangenen Woche geplagt hat, erwischt nun vor allem Süd- und Südosteuropa mit voller Wucht. Insbesondere in Griechenland und der Türkei hält die Hitze Einzug. Temperaturen von deutlich über 40 Grad werden gemessen. Auch Süditalien bekommt die Hitze an den ersten Juli-Tagen noch einmal richtig zu spüren bevor die heißen Luftmassen vorerst wieder abziehen.

Vorerst – denn eine lange Verschnaufpause ermöglicht das Wetter nicht. Am Wochenende wurden vielerorts bereits Temperaturen von bis zu 35 Grad erwartet. Schwüles Wetter war in vielen Fällen die Folge.

Wetter in Deutschland: Nach den Unwettern kommt die nächste Hitzewelle

In Deutschland ist das Wetter nach der letzten Hitzewelle zunächst wieder deutlich abgekühlt. Tief „Xero“ hat stattdessen dafür gesorgt, dass schwere Unwetter mit Starkregen und Gewittern über weite Teile des Landes gezogen sind. Und so wird es auch erst einmal weitergehen. Deutschland stecke derzeit nämlich in einer Art „Tropensommer“ fest, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst Q.met. Hohe Temperaturen und Unwetter mit sintflutartigen Regenfällen wechseln sich demnach ab.

Europa wird von einer Hitzewelle nach der anderen getroffen. Die Folge: vielerorts kommt es zu heftigen Unwettern. (Symbolfoto)

Temperaturen in Deutschland nähern sich 40 Grad: Dann weitere Unwetter

Ab Montag (05.07.2021) bahnt sich im Osten bereits die nächste Hitzewelle mit Temperaturen bis zu 35 Grad an, so Jung. Am kommenden Donnerstag sind sogar Höchsttemperaturen mit bis zu 37 Grad möglich. Gleichzeitig zieht aus Westen wieder kühle Luft bei etwa 15 bis 20 Grad nach Deutschland. Dadurch bildet sich wieder eine empfindliche Luftmassengrenze, sodass die Unwetterlage in die nächste Runde geht. Jung warnt in dem Zusammenhang vor sintflutartigen Regenfällen und Gewittern mit Sturmböen und gebietsweise Hagel.

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Nach Ansicht des Meteorologen Uwe Schickedanz sind die heftigen Unwetter in Deutschland eine Folge des Klimawandels. Sie passten in das Bild, das Klimaforscher zeichnen, mit sommerlicher Abwechslung zwischen Dürre und Starkregen-Ereignissen, sagte der Leiter des Deutschen Wetterdienstes dem Südkurier. Gewitterlagen wie die der vergangenen Tage und der kommenden Woche seien in der Heftigkeit zwar immer noch ein relativ seltenes Ereignis. „Aber auch ich habe den Eindruck, dass sie in dieser Heftigkeit häufiger geworden sind“, sagte Schickedanz. (iwe)

Rubriklistenbild: © Ameer Al Mohammedaw/dpa

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