Prognose

Schwüle Luftmassen stauen sich: Starke Gewitter-Wetter zieht nach Deutschland

Das sonnige Wetter in Deutschland wird bald von starkem Gewitter vertrieben. Es besteht hohes Unwetter-Potenzial. Sind die schönen Sommertage damit bereits wieder vorbei? 

Kassel – Die sonnigen und sommerlichen Tage neigen sich so langsam aber sicher dem Ende zu. Durch die warmen und teils schwülen Luftmassen besteht nun ein erhöhtes Gewitterrisiko mit starkem Unwetter-Potenzial. Wird der Sommer dadurch erstmal vertrieben?

In den letzten Tagen hatte eine Hitzewelle aus der Sahara für sommerliches Wetter in Deutschland gesorgt. Ab der zweiten Wochenhälfte seien aber nun zunehmend kräftige Schauer und starke Gewitter möglich, wie das Onlineportal Wetteronline.de berichtet. Die Ursache dafür ist laut einiger Wetterexperten schwülwarme und gewitteranfällige Luft, die aus Südwesteuropa nach Deutschland zieht. Aus diesem Grund steigt das Gewitterrisiko in den nächsten Tagen bundesweit deutlich an. Aktuelle Prognosen zeigen, welche Gebiete besonders betroffen sein könnten.

Wetter in Deutschland: In den nächsten Tagen besteht ein erhöhtes Gewitterrisiko mit starkem Unwetterpotenzial. Es herrscht zudem die Gefahr von Überflutungen.

Wetter in Deutschland: Erhöhtes Gewitterisiko in diesen Regionen – Überflutungen möglich

Es werden unter anderem teils große Niederschlagsmengen erwartet, die sogar für Überflutungen und volllaufende Keller sorgen können. „Auch Unwetter mit großen Regenmengen von mehr als 30 Liter pro Quadratmeter in sehr kurzer Zeit, kleinem Hagel und Sturmböen sind örtlich möglich“, sagt Björn Goldhausen, Pressesprecher und Meteorologe von Wetteronline.de. Der Grund für dieses starke Unwetter-Potenzial seien Gewitterwolken, die nur sehr langsam ziehen oder sogar ortsfest bleiben. „Dadurch kann es am selben Ort über einen längeren Zeitraum hinweg Starkregen geben“, so der Experte.

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Ein besonders erhöhtes Risiko bestehe für den Westen Deutschlands und vor allem in den westlichen Mittelgebirgen. Die Gewitterprognose sei allerdings zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht sicher und zudem schwierig festzulegen. „Wo sich exakt die kräftigsten Gewitter bilden, kann auch einen Tag vorher nicht genau vorhergesagt werden. Die Entwicklung hängt maßgeblich davon ab, wie viel Energie den Gewittern wirklich zur Verfügung steht“, erklärt Goldhausen. Im Osten des Landes soll sich das freundliche Wetter mit über 25 Grad aber noch bis Anfang nächster Woche durchsetzen.

Wetter-Prognose für Deutschland: Bleiben uns die sommerlichen Temperaturen erhalten?

Goldhausen verweist darauf, dass selbst die besten und zuverlässigsten Wettermodelle einen natürlichen Prozess wie das Wetter nicht immer konkret erfassen können. Laut dem Meteorologen sei es bei Unwettern noch komplizierter. „Grundsätzlich ist die Wetterlage gut im Voraus erkennbar. Das heißt, wir können angeben, dass Gewitter in einer bestimmten Region sehr wahrscheinlich sind. Welcher Ort aber vom Gewitter getroffen wird, ist nicht vorhersagbar“, so Goldhausen. Das ändert sich demnach erst, wenn ein Gewitter bereits entstanden und auf einem Wetter-Radar eindeutig zu erkennen ist. Wetter-Experten würden jedoch im Voraus schon sehr genau wissen, in welchen Regionen ein Potenzial für Gewitter vorhanden sein wird.

Wie der Meteorologe Dominik Jung von Wetter.net erklärt, soll die Wärme Deutschland trotz der bevorstehenden teils schweren Gewitter zunächst wohl aber nicht so schnell verlassen. Diese werde uns weiterhin bis mindestens Mitte des Junis mit warmen Temperaturen über 20 Grad erhalten bleiben. (Alina Schröder)

Rubriklistenbild: © Boris Roessler/dpa

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