Wetterdienst warnt

Unwetter-Warnungen für Deutschland: Starkregen und heftige Gewitter möglich

In Deutschland treten aktuell heftige Unwetter auf. Am Mittwoch sind einige Regionen erneut betroffen: Der DWD warnt vor Gewitter und Starkregen.

+++ 18.55 Uhr: Sturzbachartige Regenfälle, überflutete Keller, weggeschwemmte Autos - nach hitzereichen Tagen sind in der Nacht zu Mittwoch (30.06.2021) erneut heftige Unwetter über Teile Deutschlands hinweggezogen. In Frankfurt/Main drückte der sturzbachartige Regen Kanaldeckel aus dem Boden, in Bayern schwemmte er Autos davon: Nach hitzereichen Tagen haben heftige Unwetter und extreme Niederschläge in Teilen Deutschlands erneut Chaos verursacht.

Vor allem im Süden und Westen hatten die Menschen mit vollgelaufenen Kellern und überspülten Straßen zu tun. Aber auch in Tschechien gab es schwere Unwetter. In Griechenland und Kanada ist es derweil die brütende Hitze, die Medizinern und Meteorologen Sorgen bereitet.

Der DWD warnt in Deutschland erneut vor Unwetter.

Gewitter-Hotspots in Deutschland: Unwetter folge des Klimawandels?

Nach Ansicht von Uwe Schickedanz passen solche Unwetter in das Bild, das Klimaforscher von der Entwicklung zeichnen. Dazu gehöre die sommerliche Abwechslung zwischen Dürre und Starkregen, sagte der Leiter des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Stuttgart dem „Südkurier“.

Der Physiker Christian Plaß-Dülmer, Leiter des Bergobservatoriums auf dem Hohen Peißenberg am Starnberger See, rechnet infolge des Klimawandels mit mehr schwierigen Wetterlagen. „Wir erwarten, dass Extremwetterlagen häufiger werden. Solche schweren Gewitter wird es dann häufiger geben“, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“.

Am Mittwoch beruhigte sich die Wetterlage zwar vielerorts, im Tagesverlauf könnten nach DWD-Einschätzung aber im Osten und Nordosten wieder Unwetter drohen. Teilweise bestehe die Gefahr von Überschwemmungen und Überflutungen. Am Donnerstag dürfte sich das Gewittertief „Xero“ dann aber über die Ostsee aus Deutschland verabschiedet haben.

Gewitter-Hotspots: Neue Unwetter ziehen über Deutschland

Update vom Mittwoch, 30.06.2021, 6.46 Uhr: Auch am heutigen Mittwoch bricht die Unwetter-Serie in Deutschland nicht ab. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt in einigen Regionen erneut vor schweren Gewittern. Am Morgen kann es vor allem im Osten von Sachsen bis in den Süden von Brandenburg teils kräftige Schauer und Gewitter mit heftigem Starkregen geben.

Tagsüber kann es auch in Mecklenburg-Vorpommern, im Nordosten Niedersachsens und im Süden Schleswig-Holsteins verbreitet zu Schauern und schweren Gewittern mit teils extrem heftigem Starkregen kommen. Es sind Niederschläge mit 30 bis 60 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit, teilweise auch mit deutlich mehr als 100 Liter pro Quadratmeter binnen 2 bis 4 Stunden möglich. Die größten Mengen fallen laut dem DWD dabei regional eng begrenzt.

Auch in Rheinland-Pfalz und Hessen kann es erneut Gewitter mit Starkregen geben. Am Nachmittag und Abend sind laut dem DWD Mengen bis in den extremen Unwetterbereich nicht ausgeschlossen. In einigen Orten kann es dann heftigen Starkregen mit mehr als 40 Liter pro Quadratmeter geben.

Der DWD warnt in Deutschland erneut vor Unwetter (Archivbild).

Gewitter-Hotspots am Nachmittag: Neue Unwetter ziehen über Deutschland

+++ 16.00 Uhr: Erneut ziehen Unwetter über Deutschland. Der Deutsche Wetterdienst warnte bereits am Morgen vor Starkregen und Hagel. Eine Grafik des DWD zeigt nun, dass sich mehrere Hotspots der Gewitter bilden.

Wie bereits am Montagabend scheint es vor allem in Baden-Württemberg am Nachmittag zu krachen, besonders rund um die Region Stuttgart. Aber auch in München ist das Gewitterrisiko derzeit sehr hoch. Hohes Potenzial für Unwetter gibt es wohl auch in der Region um Kiel.

Der Deutsche Wetterdienst warnt am Dienstagnachmittag vor Unwettern in Deutschland. (Stand: 29.06.2021, 16.00 Uhr/Screenshot)

Für Hessen gibt es ebenfalls DWD-Warnungen. Zudem warnt der Wetterdienst in Niedersachsen vor Unwettern.

+++ 10.00 Uhr: Am Dienstagnachmittag stehen schon die nächsten Unwetter in Deutschland an. Während bereits am Montag (28.06.2021) teils heftige Unwetter mit viel Regen, Hagel und Sturmböen vor allem im Süden der Bundesrepublik herrschten, ist laut Meteorologe Dominik Jung auch am Dienstag (29.06.2021) mit Überschwemmungen im Süden zu rechnen. Die Gewitter sollen nur sehr langsam von Ort und Stelle kommen und daher für Überflutungen sorgen. Diese Prognose bestätigt der Deutsche Wetterdienst.

Die Hitze soll vorerst bleiben, besonders im Osten des Landes, ehe diese von den Unwettern gänzlich verdrängt werden. Besonders in den kommenden Tagen soll sich der Temperaturumschwung bemerkbar machen: So werden bis Freitag (02.07.2021) Höchsttemperaturen von nur 23 Grad angegeben. Am Wochenende könnte es mit Höchsttemperaturen von 26 Grad, Sonne und leichten Schauern allerdings schon wieder etwas freundlicher werden.

In Deutschland wird vor Unwettern gewarnt. (Archivfoto)

Deutschland: Unwetter ziehen über die Bundesrepublik

Update vom Dienstag, 29.06.2021, 6.34 Uhr: Starkregen, Hagel und Überschwemmungen: Wegen heftiger Gewitter in Deutschland sind am Montagabend in vielen Regionen Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei ausgerückt. Alleine in Stuttgart hat die Feuerwehr eigenen Angaben zufolge bis in die frühen Morgenstunden am Dienstag 330 Einsätze gezählt. Der anhaltende Starkregen und Wind habe dazu geführt, dass diverse Tunnel in kürzester Zeit mit Wasser vollliefen.

Auch über Rheinland-Pfalz und Teile Hessens zogen teils heftige Unwetter hinweg. Betroffen war in Hessen zunächst insbesondere Südhessen. Bei Lützelbach im Odenwald wurde nach Angaben der Polizei wegen umgestürzter Bäume eine Landesstraße gesperrt. In Michelstadt wurde ein Gullydeckel hochgespült, auf einer Kreisstraße landete Geröll auf der Fahrbahn. In Dieburg schlug ein Blitz in ein Dach ein. In der Vorderpfalz habe es 265 Einsätze aufgrund des Starkregenereignisses binnen kurzer Zeit gegeben, teilte die Feuerwehr am frühen Dienstagmorgen mit. Allein im Stadtgebiet Ludwigshafen waren es demnach 84 Einsätze, die Wasser aus Keller und Wohnungen gepumpt oder umgestürzte Bäume beseitigt haben.

Unwetter in Deutschland: „Noch kein Ende in Sicht“

Eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur am Dienstagmorgen, dass noch kein Ende des Unwetters in Sicht sei. Zwar sei das aktuelle Unwetter, das sich über Baden-Württemberg und Bayern formiert habe, nun teilweise nach Tschechien gezogen, doch die Wetterlage bleibe komplex. Immer wieder komme es zu neuen Unwetterlagen. Vor allem der Starkregen und die Sturmböen seien weiterhin ein Problem.

In Bayern wütete das Unwetter am späten Dienstagabend bis tief in die Nacht. Innerhalb kürzester Zeit waren 101 Feuerwehr- und 25 Rettungsdiensteinsätze im Einsatz, wie die Stadt Würzburg mitteilte. Die Kräfte beseitigten demnach umgestürzten Bäumen, sicherten herumfliegenden Teile, pumpten vollgelaufene Keller aus und sicherten überflutete Fahrbahnen ab.

Auch in der nordrhein-westfälischen Stadt Bocholt mussten der Feuerwehr zufolge zahlreiche Keller ausgepumpt und Bäume beseitigt werden. Insgesamt hab es bis Mitternacht 119 Einsatzstellen in der Stadt gegeben.

Unwetter ziehen über Deutschland – Tornados, Hagel und Starkregen möglich

+++ 20.15 Uhr: Der DWD warnt weiterhin vor Unwetter in Deutschland. Vor allem im Westen und Südwesten des Landes wird vermehrt Gewitter und teils heftiger Starkregen erwartet.

+++ 17.00 Uhr: Mittlerweile breiten sich die Unwetter vor allem in der Westhälfte Deutschlands aus. Laut Angaben des DWD gibt es vereinzelte, lokale Hotspots wie, beispielsweise um Düsseldorf und südwestlich von Stuttgart.

Wetter in Deutschland: Örtlich teils Tornados möglich

+++ 15.15 Uhr: Wie bereits berichtet (s. Update von 12.30 Uhr) soll sich die Gewitterfront am Abend insbesondere im Süden von Deutschland entladen. In Bayern warnt der Deutsche Wetterdienst diesbezüglich explizit vor Gefahren: „Ab dem späten Abend ziehen von Südwesten Gewitter oder ein größerer Gewitterkomplex auf. Dabei können heftiger Starkregen zwischen 25 und 40 l/qm in kurzer Zeit oder in wenigen Stunden sowie großer Hagel um 3 cm und schwere Sturmböen um 100 km/h (Bft 10) auftreten“, heißt es wörtlich im DWD-Bericht.

Dieser „Gewitterkomplex“ erstreckt sich laut Einschätzung der Experten wahrscheinlich über Baden-Württemberg, Hessen und Teile von Thüringen. Am Mittag beziehungsweise Nachmittag treten bereits in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen die ersten Unwetter auf. Einer der lokalen Hotspots ist die Stadt Münster, wie aus einer Deutschland-Grafik des DWD hervorgeht. In NRW besteht die „leicht erhöhte Wahrscheinlichkeit für Tornados, speziell nahe der Grenze zu den Niederlanden“, warnt der Wetterdienst.

Der Deutsche Wetterdienst warnt am Nachmittag bereits vor teils starken Unwettern. (Stand: 15.15 Uhr/Screenshot)

Wetter in Deutschland: Unwetter-Gefahr steigt – Überflutungen drohen

+++ 12.30 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst hat aktualisierte Warnungen vor Unwettern herausgegeben – unter anderem für Hessen und Niedersachsen. Gegen Nachmittag werden die Gewitter in Deutschland erwartet, Fachleute warnen vor Sturmböen, Hagel und Platzregen. Überschwemmungen können die Folge sein.

Gegen Abend und in der Nacht auf Dienstag soll sich die Gewitterfront vornehmlich im Süden Deutschland entladen. Am Sonntagabend gab es bereits erste Warnmeldungen* zu sogenannten „Superzellen“, die sich als Gewitter entladen können. Dieses Wetter-Phänomen kann unter anderem die Entstehung von Tornados bedingen.

Erstmeldung vom Montag, 28.06.2021, 10.00 Uhr: Kassel – In ganz Deutschland wird es derzeit wieder wärmer: Die heißen Temperaturen haben uns momentan wieder fest im Griff. Doch nach solchen heißen Tagen folgen auch meist Unwetter.

Und tatsächlich warnt der Deutsche Wetterdienst bereits für den heutigen Montag (28.06.2021) vor schweren Gewittern.

Wetter in Deutschland: Hitze-Gewitter im Anmarsch

Für einige Regionen in Nordhessen und Südniedersachsen wurden besondere Warnungen herausgegeben. So warnt der DWD beispielsweise den Kreis Waldeck-Frankenberg, den Kreis und die Stadt Kassel sowie den Kreis Northeim vor starken Gewittern ab den Mittagsstunden.

Mit unserer Wetter-News-Themenseite bleiben Sie über aktuelle Entwicklungen stets informiert.

Dabei können heftiger Starkregen zwischen 25 und 40 l/qm in kurzer Zeit, großer Hagel um 3 cm sowie schwere Sturmböen bis 100 km/h (Bft 10) auftreten. Es bestehe sogar eine leicht erhöhte Wahrscheinlichkeit für Tornados, die aber deutschlandweit speziell nahe der Grenze zu den Niederlanden auftreten sollen. „Deutschland bekommt ab [...] Nachmittag eine neue Unwetterlage und die könnte regional noch heftiger als vergangene Woche ausfallen“, warnt unter anderem Wetterexperte Dominik Jung. „Tornados könnten sich bilden“, so Jung.

Unwetter: Nordhessen und Südniedersachsen besonders betroffen

Stadt und Landkreis KasselMontag 28.06.21, 12.00 Uhr bis 22.00 Uhr
Kreis Waldeck-FrankenbergMontag 28.06.21, 12.00 Uhr bis 22.00 Uhr
Kreis NortheimMontag 28.06.21, 12.00 Uhr bis 22.00 Uhr

Der DWD weist in seiner Wetterwarnung außerdem darauf hin, dass Gewitter mit den genannten Begleiterscheinungen typischerweise sehr lokal auftreten. Mit voller Intensität seien dann meist nur wenige Orte betroffen. Experte Jung verweist darauf, dass Folgen der Unwetterlage vor allem Überschwemmungen sein können. Sturzfluten seien zu erwarten, so der Fachmann. (nak/lwe/tu mit dpa/afp) *hna.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

Erst vor einer Woche tobten die letzten Unwetter über Nordhessen. Sie waren das Ergebnis einer starken Hitzewelle, die sich von Anfang bis Mitte des Monats zog.

Rubriklistenbild: © Theo Titz/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.