Wetter

DWD warnt erneut vor schweren Unwettern – Hochwasser-Alarm in Deutschland!

Tief Bernd rollt über Deutschland und bringt starke Unwetter und Dauerregen mit sich. Meteorologen schlagen jetzt Hochwasser-Alarm.

Update vom Mittwoch, 14.07.2021, 10:15 Uhr: Auch am Mittwoch (14.07.2021) hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) Unwetter-Warnungen für Teile Deutschlands herausgegeben. Bis Donnerstag (15.07.2021) sind in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und in Teilen Hessens extreme Unwetter möglich.

Dauerregen und länger anhaltender Starkregen könnten bis Donnerstagmorgen örtlich 50 bis 100 Liter Niederschlag pro Quadratmeter mit sich bringen. Lokal seien auch bis zu 200 Liter möglich. „Die Auftrittswahrscheinlichkeit entsprechender Mengen sind dabei recht sicher, die Schwerpunkte sind allerdings weiter unsicher“, heißt es beim DWD.

Tief Bernd sorgt in den kommenden Tagen gebietsweise für starke Unwetter und heftigen Dauerregen. Wetter-Experten warnen vor Hochwasser.

Im Laufe des Mittwochs (14.07.2021) seien laut DWD auch im Norden, im Westen und am Alpenrand Gewitter heftiger Starkregen möglich. Hagel und Sturmböen seien bei den Unwettern nicht ausgeschlossen. Am Nachmittag soll es auch im Schwarzwald verstärkt Dauerregen geben. Bis in die Nacht zum Freitag (16.07.2021) seien hier Niederschlagsmengen von bis zu 100 Litern pro Quadratmeter möglich.

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Wetter in Deutschland: Unwetter mit schweren Gewittern in weiten Teilen des Landes

Erstmeldung vom Dienstag, 13.07.2021, 12.00 Uhr: Kassel - In den letzten Wochen kam das Wetter über Deutschland noch kaum zur Ruhe. Schwülwarme Luftmassen sorgten gebietsweise für extreme Unwetter mit Starkregen, Sturzfluten und zahlreichen Überschwemmungen. Die nächsten Tage könnten wieder ähnlich ablaufen, denn Tief Bernd soll uns heftigen Dauerregen und teils starke Gewitter bescheren.

Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) sei bereits am Dienstag (13.07.2021) der Westen und Südwesten des Landes betroffen. In Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Saarland, Teilen von Hessen und Bayern sollen sich im Tagesverlauf schwere Gewitter bilden, die spätestens nachts in Starkregen und Hagel übergehen könnten. Besonders im Schwarzwald und in der Eifel werden in kurzer Zeit Niederschlagsmengen bis zu 220 Liter Regen pro Quadratmeter erwartet. Wetter-Experten hatten bereits für Deutschland eine „Gruselprognose“ mit weiteren Hitzewellen und Hochwasser abgegeben.

Wetter in Deutschland: Tief Bernd sorgt in den kommenden Tagen gebietsweise für starke Unwetter und heftigen Dauerregen. Wetter-Experten warnen erneut vor Sturzfluten.

Wetter in Deutschland: Tief Bernd sorgt für Unwetter und Dauerregen

Meteorologen rechnen damit, dass aber auch der Norden und östliche Teile Deutschlands von der Extremwetterlage nicht verschont bleiben. Spätestens in der Nacht zu Mittwoch (14.07.2021) sollen sich diese Gewitter weiter bis in die norddeutsche Tiefebene verlagern. Von Nordbayern bis nach Niedersachsen und Brandenburg seien dann auch größere Gewittercluster mit anhaltendem Starkregen von bis zu 100 Litern pro Quadratmeter möglich.

Besonders im Osten herrschen aktuell noch hohe Temperaturen von über 30 Grad und genau dies sei laut Wetter-Experte Dominik Jung von wetter.net das Problem. „Wir sitzen zwischen den Stühlen. Im Westen Deutschlands vermengen sich die feuchtwarmen Luftmassen aus Osten und die kühlen Luftmassen aus Westen.“ Die Folge sei schließlich nahezu dauerhafter Regen.

Der DWD warnt aktuell in vielen Regionen Deutschlands vor Unwettergefahren. (Screenshot, Stand 13.07.2021, 15.51 Uhr)

Unwetter mit Starkregen in Deutschland: Wetter-Experte warnt - „Könnte brenzlig werden“

Aufgrund der akuten Unwettergefahr warnt Jung vor erneuten Überflutungen. „Bitte achten Sie auf die aktuellen Pegelstände. In ohnehin immer wieder durch Hochwasser gefährdeten Regionen sichern Sie ihren Keller. Das könnte recht brenzlig werden.“ Eine solche intensive Dauerregenlage im Sommer sei besonders im Westen „eher selten“. Im Westen soll sich eine Gewitterlinie „mit Hagel, vielleicht sogar mit Tornadogefahr“ bilden, warnt Meteorologe Jan Schenk vom Wetterportal The Weather Channel

Die kommenden Tage sollen schließlich bis zum Freitag (16.07.2021) weiter nass bleiben. Erst zum Wochenende könnten sich die dicken Regenwolken weitestgehend verziehen - dann soll das Wetter mit mehr Sonnenschein auch wieder freundlicher werden. Ab nächster Woche würde sich die Wetterlage etwas entspannen und es seien sehr wenig Niederschläge und Temperaturen bis zu 30 Grad zu erwarten. (Alina Schröder, Helena Gries)

Rubriklistenbild: © Florian Gaertner/Imago

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