Neue Studie

Wetter in Deutschland: Forschende warnen vor „Bedrohung für die Gesellschaft“

Unwetter und Hitzewellen dominieren aktuell die Wetter-Lage, auch in Deutschland. Einer neuen Studie zufolge dürfte das künftig sogar zum Normalzustand werden.

Kassel – Aktuell dominieren eher Unwetter, Überflutungen und Stürme das Wetter in Deutschland, auch extreme Hitzewellen sind hierzulande keine Seltenheit mehr. So knackte bereits im März eine Kleinstadt in Baden-Württemberg einen Hitzerekord von über 31 Grad.

In den besonders stark betroffenen Flutgebieten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen ist man hingegen noch mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Ein Meteorologe warnt nun jedoch erneut vor einem „gefährlichen Wochenende“.

Dramatisch zeigt sich die Wetter-Lage allerdings nicht nur in der Bundesrepublik. Auf der ganzen Welt kommt es derzeit immer wieder zu gefährlichen Unwettern und verheerenden Hitzewellen. Waldbrände sorgen in den Urlaubsgebieten der Türkei für Chaos, auch in Kanada nahm eine Hitzewelle* jüngst fatale Dimensionen an. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, dürften solche Extreme in Zukunft laut einer neuen Studie deutlich häufiger auftreten.

Unwetter und Hitzewellen dominieren aktuell die Wetter-Lage, teils auch in Deutschland. Einer neuen Studie zufolge dürfte das künftig zum Normalzustand werden. (Archivbild)

Neue Studie: Wetter-Lage soll auch in Deutschland weiter extrem bleiben

Laut der Studie sollen Zustände, wie die Menschen sie gerade weltweit und somit auch in Deutschland erleben, künftig zum Normalzustand werden. Demnach stünden rund zwei Drittel des Festlandes ein feuchteres und zugleich schwankendes Klima bevor.

Der Unterschied zwischen extrem trockenem und extrem nassem Wetter werde dadurch deutlich größer, heißt es in der im Fachjournal Science Advances veröffentlichten Studie. Zu den trockener werdenden Gebieten mit erhöhten Wetterschwankungen zählen die Forschenden unter anderem Südwesteuropa sowie das südliche Afrika.

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Indes geht man davon aus, dass in Europa der Anstieg von extremen Niederschlagsereignissen „eine Bedrohung für die Infrastruktur und die Gesellschaft allgemein“ darstellen werde. Grund für das sehr unbeständige Wetter sei nach Ergebnissen der Studie die Erderwärmung durch den Klimawandel.

Wie die Autoren und Autorinnen schreiben, werde das Wetter „extremer sowohl in den nassen als auch in den trockenen Zuständen“. Nach den Einschätzungen der Experten und Expertinnen dürfte sich die Wetter-Lage dementsprechend auch in Deutschland weiter verändern. (Nail Akkoyun) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Thomas Frey/dpa

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