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Wetter-Hammer im Januar: Bis zu 50 Grad Temperaturunterschied denkbar

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Von: Sarah Neumeyer

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Im Januar kann das Wetter von Jahr zu Jahr unterschiedlich werden, dabei sind extreme Temperaturunterschiede von bis zu 50 Grad möglich.

Kassel - Während kurz vor Weihnachten noch unklar ist, ob es pünktlich zum Fest doch noch Schnee in Deutschland geben wird, wagen sich einige Meteorologen bereits an eine Wetter-Prognose* für das Jahr 2022.

Im Januar und Februar wird es traditionell noch einmal kalt, denn in Europa findet dann der Hochwinter statt. Rekordwerte liegen häufig bei minus 20 Grad. Auch minus 30 Grad sind im Januar möglich, berichtet wetter.de.

Im Januar sind extreme Rekord-Temperaturen möglich. Zwischen diesen können bis zu 50 Grad liegen.
Im Januar sind extreme Rekord-Temperaturen möglich. Zwischen diesen können bis zu 50 Grad liegen. © Bruno Kickner/Imago

Extremes Januar-Wetter: Temperaturunterschiede von bis zu 50 Grad möglich

Doch nicht immer wird es im Januar eisig. Die Vorboten des Frühlings sorgen teils bereits für ungewöhnliche hohe Temperaturen. „Selbst Tageshöchstwerte von knapp 20 Grad plus finden sich in der Wettergeschichte des Januars“, so wetter.de. Blickt man auf die höchsten und niedrigsten Werte, ergibt sich eine unglaubliche Temperaturspanne von 50 Grad.

Doch nicht nur extreme Temperaturen sind möglich. Auch zu Orkanen, Stürmen und anderen Wetterkatastrophen kommt es im Januar immer wieder. So zog im Jahr 2018 Orkantief Friederike über Deutschland, 2017 sorgte Orkan Axel für Überschwemmungen an der Ostseeküste.

Für das kommende Jahr gibt es bereits erste Wetter-Prognosen. Der Januar 2022 wird laut dem amerikanischen Wettermodell Noaa leicht vom langjährigen Klimamittel abweichen. Im Norden von Deutschland wird es demnach 0,5 Grad wärmer als das langjährige Mittel, im Süden werden die Temperaturen weitgehend normal, so Diplom-Meteorologe Dominik Jung. Im Februar 2022 rechnet das amerikanische Wettermodell mit einer großen Abweichung nach oben. Teilweise 2 bis 3 Grad zu warm könnte es demnach vor allem im Osten von Deutschland werden. „Das wäre eine sehr starke Abweichung nach oben“, so Jung. Im vergangenen Februar wurde im niedersächsischen Göttingen ein neuer Wetter-Rekord* verzeichnet - innerhalb nur einer Woche gab es hier 40 Grad Temperaturunterschied.

JahrMittelwertAbweichung vom langjährigen Mittel
Januar 2021+0,6 Grad+1,1 Grad
Januar 2020+3,3 Grad+3,8 Grad
Januar 2019+0,6 Grad+1,1 Grad
Januar 2018+3,8 Grad+4,3 Grad
Januar 2017-2,3 Grad-1,8 Grad
Quelle: wetter.com

Wetter im Januar 2022: Laut Meteorologen könnte es eiskalt werden

Laut dem europäischen Modell ECMWF könnte das Wetter im Januar jedoch deutlich anders ausfallen. „Da sehen wir eine große Überraschung“, so Jung. Demnach könnte es im Januar in Deutschland eiskalt werden. Und zwar etwa 0,5 bis stellenweise 1,5 Grad zu kalt verglichen mit dem langjährigen Klimamittel. Der Januar 2022 könnte laut Jung daher noch eine winterliche Überraschung bereithalten.

Ab dem vierten Advent könnte es zu dem Wetter-Umschwung in Deutschland kommen. Denn ab dann sieht ein Teil der Vorhersagen, dass sich das Hochdruckgebiet tendenziell Richtung Nordatlantik, Island und Grönland verlagert, sagt RTL-Meteorologe Björn Alexander. Ist dann auch noch der Polarwirbel abgeschwächt, könnte das für einen Wintereinbruch sorgen.

Dauerfrost und -10 Grad: Wintereinbruch im Januar 2022 möglich

„Sollte es tatsächlich so kommen, dann dürften wir bereits ab dem Jahreswechsel in den Dauerfrostbereich rutschen. Nachts würde es knackig bis eiskalt. Sollte sich noch Schnee dazu gesellen, dann wäre verbreitet auch strenger Frost, also unter -10 Grad möglich“, so Alexander gegenüber wetter.de.

Für Februar gleichen sich die Wetter-Prognosen des europäischen Modells dann an das amerikanische Wettermodell an. Nach den Berechnungen des europäischen Wettermodells soll der Februar 2022 zu warm werden. (sne) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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