Messenger-Dienst

Whatsapp-Konto wegen neuer AGB gesperrt? Unternehmen gibt Entwarnung

Offenbar sollen bei Whatsapp bald neue Nutzungsbedingungen gelten. Diese müssen bestätigt werden, um die App nutzen zu können. Nun gibt das Unternehmen Entwarnung.

Update vom Montag, 10.05.2021, 19.58 Uhr: Wer bis zum 15. Mai den neuen Geschäftsbedingungen von Whatsapp nicht zustimmt, wird gesperrt - diese Befürchtung haben derzeit viele Nutzer. Allerdings gibt es nun Entwarnung.

Wie die Technologie-Website thenextweb.com berichtete, habe sich das Unternehmen offenbar selbst erneut zu den AGB geäußert: „Während die Mehrheit der Benutzer, die die neuen Nutzungsbedingungen erhalten haben, diese akzeptiert haben, verstehen wir, dass einige Leute noch nicht die Möglichkeit hatten, dies zu tun.“

Laut dem Unternehmen werden am 15. Mai also keine Konten gelöscht, noch verlieren Nutzer „die Funktionalität von Whatsapp“. Dennoch werden in den kommenden Wochen immer wieder Erinnerungen zu den geänderten Nutzungsbedingungen auftauchen. Demnach können Nutzer, die den AGB noch nicht zugestimmt haben, die App auch nach dem 15. Mai noch in vollem Umfang nutzen.

Wer Whatsapp nutzt, muss künftig den neuen Richtlinien zustimmen.

Whatsapp erhöht Druck in Sachen AGB: Chat-Funktionen werden eingeschränkt

Update vom Sonntag, 09.05.2021, 14.16 Uhr: Nicht mehr lang, dann kann es für Whatsapp-Nutzer haarig werden - denn der Messenger-Dienst aus dem Hause Facebook erhöht in Sachen AGB den Druck auf die Nutzer. Zwar ist das Unternehmen jetzt abgerückt von der Drohung, die Nutzer, die bis zum 15. Mai 2021 den neuen Geschäftsbedingungen nicht zustimmen, zu sperren - doch Konsequenzen drohen offenbar dennoch.

Wie Chip.de berichtet ist geplant, die Chat-Funktionalität der Nutzer einzuschränken bis sie den AGBs zugestimmt haben. So könnten die Nutzer dann zum Beispiel nicht mehr auf ihre Chat-Liste zugreifen. Laut einem Sprecher von Whatsapp, soll es jedoch zumindest noch ein paar Wochen lang möglich sein, Nachrichten und Anrufe zu empfangen.

Doch auch das soll dann eingestellt werden, berichtet Chip.de - dann kommen weder Nachrichten noch Anrufe durch. Laut Chip.de verteidigte ein Sprecher diese drastischen Maßnahmen, indem er erklärte, dass in den vergangenen Monaten intensiv über die neuen AGBs aufgeklärt wurde und eine breite Mehrheit diese bereits akzeptiert hätte.

Whatsapp erhöht Druck auf Nutzer: Wer nicht zustimmt, wird gesperrt

Erstmeldung vom Freitag, 07.05.2021: Kassel - Dass Whatsapp bestimmte Kontoinformationen und Nutzungsdaten sammelt, ist kein Geheimnis. Wenn nun ein Pop-up in der App eine geänderte Datenschutzrichtlinie ankündigt, die am 15. Mai in Kraft tritt, gehen bei vielen Nutzerinnen und Nutzern vielleicht die Alarmleuchten an.

Allerdings soll es in der für die EU und Großbritannien geltenden überarbeiteten Richtlinie keine Änderungen geben, die das Teilen von Daten mit anderen Facebook-Unternehmen betreffen, wie ein Whatsapp-Sprecher erklärte. Zunächst war auch in der EU geplant die Nutzungsbedingungen dahingehend zu ändern - und zwar bereits zum 8. Februar 2021. Doch Nutzer waren wegen dieses Zwangsupdates sauer - und dann kam die Wende bei Whtasapp.

Whatsapp ändert die Nutzungsbedingungen: Ohne Zustimmung bald keine Nutzung mehr

Anders sieht es global aus. Denn für den Rest der Welt gilt eine andere Datenschutzrichtlinie. Außerhalb der EU fließen Whatsapp-Nutzerdaten an Facebook zu Werbezwecken oder zur Verbesserung von Produkten - allerdings bereits seit dem Jahr 2016.

Den neuen Bedingungen muss in jedem Fall zugestimmt werden, um Whatsapp auch künftig weiter nutzen zu können. Allerdings lässt sich das Pop-up vorerst noch mit einem Fingertipp auf das Kreuz ganz oben rechts (iPhone) oder auf den Button „Nicht jetzt“ (Android) verbannen. In diesem Fall funktioniert Whatsapp noch bis zum 15. Mai weiter. Anschließend hat man ohne Zustimmung jedoch keinen Zugriff mehr auf den Dienst.

Auch wenn Whatsapp-Nutzerdaten aus der EU-Region nach wie vor nicht für Facebook-Produktverbesserungen oder -Werbung eingesetzt werden: Die geänderte EU-Datenschutzrichtlinie offenbart weiterhin, welche Informationen Whatsapp erhebt und teils auch mit anderen Facebook-Diensten austauscht: Neben der Mobiltelefonnummer, Status-Informationen oder Transaktionsdaten gehören dazu automatisch erhobene Daten wie Nutzungs- und Protokollinformationen, Geräte- und Verbindungsdaten oder der Standort in Gestalt der IP-Adresse.

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Neue AGB bei Whatsapp: Wofür Daten verwendet werden dürfen

Den Zweck dieser Metadaten-Sammlung legt der Dienst in der neuen EU-Datenschutzrichtlinie wie folgt dar: Gemeinsam wolle man „gegen Spam, Drohungen, Missbrauch oder Rechteverletzungen“ vorgehen, heißt es. „Whatsapp arbeitet auch mit den anderen Facebook-Unternehmen zusammen und teilt Informationen mit diesen, damit sie uns dabei helfen können, unsere Dienste zu betreiben, bereitzustellen, zu verbessern, zu verstehen, anzupassen, zu unterstützen und zu vermarkten.“

Dann wird aber eingeschränkt: Keine der Informationen, die Whatsapp auf dieser Grundlage weitergibt, dürfen für die eigenen Zwecke der Facebook-Unternehmen verwendet werden. Soll heißen: keine Produktverbesserungen und keine personalisierte Anzeigen bei Facebook und seinen Diensten mit Hilfe dieser Daten.

Bei Whatsapp geht seit einiger Zeit ein schädliches Virus um. Experten warnen: Die Schadsoftware verbreitet sich immer schneller. (luw)

Rubriklistenbild: © imagebroker/Imago

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