Neue Regeln

Corona-Prämie und Whatsapp-Update - diese Änderungen kommen im Mai 2021

Neben aktualisierten Whatsapp-AGB und einem neuen Jugendschutzgesetz, winkt einigen Handwerkern ab Mai 2021 eine Corona-Prämie.

Kassel – Im Mai 2021 wird sich in vielen Bereichen einiges ändern. Neben neuen Geschäftsbedingungen des Messengers Whatsapp, tritt auch ein neues Jugendschutzgesetz in Kraft. Zudem darf so mancher Handwerker künftig mit mehr Geld rechnen – auch dank der Corona-Pandemie.

Das alte Jugendschutzgesetz, das zu großen Teilen noch aus dem Jahr 2002 stammt, wird ab Mai aktualisiert, sodass in Zukunft auch in-App-Käufe sowie die Altersfreigabe von gewissen Apps berücksichtigt werden.

Ab Mai 2021 greift ein neues Jugendschutzgesetz. Künftig könnten auch Apps wie Whatsapp davon betroffen sein. (Symbolfoto)

Neues Jugendschutzgesetz greift ab Mai: Auch Whatsapp könnte künftig betroffen sein

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) freut sich, eine neue Regelung für den Jugendschutz umsetzen zu können. „Mit dem Update des Jugendschutzgesetzes sorgen wir für moderne und zeitgemäße Regelungen. Wir haben die heutigen technischen Möglichkeiten im Blick und begegnen den verschiedenen Interaktionsrisiken für Kinder und Jugendliche, die das Internet mit sich bringt: Belästigungen, Beleidigungen, Abzocke“, so Bundesfamilienministerin Franziska Giffey in einer Mitteilung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Jugend und Frauen.

Laut der SPD-Politikerin würden Kinder und Jugendliche dank der neuen Regelungen besser geschützt, da Anbieter von Spielen oder sozialen Netzwerken zu altersgerechten Voreinstellung verpflichtet werden. Um diese Gesetze ab Mai durchsetzen zu können, so Giffey, stehen Bußgelder im Raum, die bei Verstößen fällig werden. Möglich wäre, dass solche Bestimmungen künftig auch Apps wie Whatsapp für Kinder und Jugendliche einschränken.

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Stichtag ist Mitte Mai: Wer die AGB nicht akzeptiert, kann Whatsapp nicht mehr nutzen

In den vergangenen Monaten sorgten neue, umstrittene Geschäftsbedingungen bei Whatsapp für reichlich Unmut bei den Nutzern des Messengers. Die Frist um die neuen Bedingungen zu akzeptieren, endet jedenfalls am 15. Mai. Wer den neuen Regelungen bis dahin nicht zugestimmt hat, kann die App, welche zum Konzern Facebook gehört, nicht mehr verwenden. Daraufhin bleibt nur der Wechsel zu einer anderen Messenger-App, wie etwa Signal, übrig.

Laut Angaben des Unternehmens fallen die Änderungen bei Whatsapp im Mai* aufgrund der Reglementierung der Europäischen Union allerdings nicht drastisch aus. Gegenüber dem Spiegel betont ein Sprecher, dass es „weiterhin der Fall“ sei, „dass Whatsapp keine Nutzerdaten aus der europäischen Region mit Facebook teilt, damit Facebook diese Daten zur Verbesserung seiner Produkte oder von Anzeigen nutzen kann“. In den USA gelten diese Reglementierungen nicht.

Neben Whatsapp und Jugendschutz: Handwerkern winkt im Mai eine Corona-Prämie

Neben neuen Jugendschutzgesetzen und aktualisierten Whatsapp-Geschäftsbedingungen, gibt es im Mai auch eine Änderung* beim Mindestlohn für Arbeitnehmer im Maler- und Lackiererhandwerk. So sollen ungelernte Arbeitskräfte einen Mindestlohn von 11,40 Euro in der Stunde erhalten. Für Gesellen und Gesellinnen steigt der Mindestlohn auf 13,80 Euro. Gelten soll die Lohnerhöhung vorerst nur bis zum 31. Mai 2022. Zusätzlich bekommen einige Beschäftigte dank Gewerkschaftsverhandlungen eine Corona-Prämie in Höhe von 330 Euro gezahlt, so der Deutsche Gewerkschaftsbund.

Apropos Corona: Reiserücktrittsversicherungen, die oft im Paket mit Auslandsreisekranken- und Reiseabbruchversicherungen angeboten werden, sollen zumindest anteilig rückerstattet werden – zumindest wenn die Reise aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt wird. Laut dem Bundesverband der Verbraucherzentrale seien Versicherer verpflichtet, bereits bezahlte Prämien für ungenutzte Versicherungen zurückzuerstatten. (Nail Akkoyun) *fnp.de und ruhr24.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Tobias Hase/dpa

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