Das müssen Nutzer wissen

Hin und Her bei Whatsapp: Gibt es nun Einschränkungen durch das Zwangsupdate?

Die nächste Kehrtwende bei Whatsapp: Erst sollte das Update für alle Nutzer verpflichtend sein, dann ruderte der Konzern zurück. Jetzt folgt erneut eine Wende. 

Update vom Samstag, 29.05.2021, 14.10 Uhr: Whatsapp kündigte in der Vergangenheit neue Datenschutzrichtlinien an. Medienberichten zufolge könnten sogar Konsequenzen drohen, wenn Nutzende die AGBs nicht akzeptieren. Das sorgte für heftigen Gegenwind.

Doch jetzt macht das Unternehmen offenbar einen Rückzieher. Wer den neuen Nutzungsbedingungen nicht zustimmen möchte, soll keine Nachteile haben. Zum aktuellen Zeitpunkt gebe es keine Pläne, die Funktionen einzuschränken. Das teilte ein Sprecher der Facebook-Firma am Freitag (28.05.2021) den Technologieblogs The Next Web und The Verge mit. Dennoch sollen Nutzer des beliebten Messenger-Dienstes regelmäßig an das Update erinnert werden. „Es werden aufgrund der Aktualisierung am 15. Mai weder Accounts gelöscht, noch die Funktionalität von Whatsapp eingeschränkt“, heißt es seitens des Unternehmens.

Das ändert sich für Whatsapp-Nutzer, die den neuen Datenschutzrichtlinien des Messenger-Dienstes nicht zustimmen.

Whatsapp macht einen Rückzieher: Keine Nachteile bei Nicht-Zustimmung der neuen AGB

Seit etwa zwei Wochen gelten die neuen Datenschutzbestimmungen. Das sind drei Monate später als ursprünglich geplant, da sich viele Nutzer vom Messenger abwendeten. Dabei betonte das Unternehmen wiederholt, dass mit den neuen AGB keine erweiterte Datenweitergabe an den Mutterkonzern Facebook verbunden sei. Es gehe lediglich darum, bessere Möglichkeiten für die Kommunikation mit Unternehmen zu schaffen, so ntv.de.

Erstmeldung vom Freitag, 21.05.2021: Kassel - Bereits mehrmals machte Whatsapp in den vergangenen Monaten Schlagzeilen. Der beliebte Messenger-Dienst kündigte neue Datenschutzrichtlinien an und drohte sogar mit Kontensperrung für Nutzer, welche die neuen AGBs nicht akzeptierten.

Whatsapp-Nutzern, die den neuen Richtlinien bis zum 8. Februar nicht zustimmten, könnten den Messenger ab dem 9. Februar nicht mehr nutzen, hieß es Anfang des Jahres. Die Folge war massive Kritik und Abwanderung zur Konkurrenz. Daraufhin ruderte der Konzern wieder zurück und gewährte seinen Usern eine neue Frist bis 15. Mai.

Datenschutz-Update: Whatsapp droht Nutzern mit eingeschränktem Funktionen

Für Benutzer solle sich durch die aktualisierten Nutzungsbedingungen nichts ändern. Wer dem Update bisher nicht zugestimmt hatte, solle entgegen früherer Ankündigen die App vorerst weiter ohne Einschränkungen nutzen können. Der Funktionsumfang soll für diese Nutzer aber nach und nach schrumpfen, so hieß es von Whatsapp. Derweil wurde von Seiten des Messenger-Konzerns immer wieder betont, dass kein erweiterter Datenaustausch mit Facebook stattfinden würde.

Auf der Website des Messengers heißt es zu den aktualisierten Datenschutzrichtlinien: „Wenn du bis zu diesem Datum nicht zugestimmt hast, wird Whatsapp deinen Account nicht löschen. Dir wird dann allerdings nicht mehr die volle Funktionalität von Whatsapp zur Verfügung stehen, bis du zugestimmt hast. Du wirst zwar für kurze Zeit Anrufe und Benachrichtigungen erhalten, aber in der App weder Nachrichten lesen noch welche senden können“.

Nächste Kehrtwende bei Whatsapp: Das ändert sich für Nutzer, die den neuen Datenschutzrichtlinien des Messenger-Dienstes nicht zustimmen.

Neue AGB bei Whatsapp: Messenger rudert zurück

Doch was bedeutet das konkret für die Whatsapp-Nutzer, die den neuen AGBs und dem Zwangsupdate, welches für massive Kritik gesorgt hat, nicht zustimmen? Faktisch könne die App dann nicht mehr genutzt werden. Laut Whatsapp habe man dann jedoch zwei Möglichkeiten: Nutzer können nachträglich noch einwilligen oder ihren Account bei dem Messenger-Dienst löschen.

Doch angesichts des neuen Frist-Endes macht der Messenger-Dienst jetzt einen erneuten Rückzieher. In der englischen Version des FAQ-Eintrags zu den neuen AGBs von Whatsapp heißt es: „Wir werden weder Konten löschen, noch wird jemand die Funktionalität von Whatsapp aufgrund des Updates verlieren“.

Alle weiteren Whatsapp-News finden Sie auf unserer Themenseite.

Es sollen in den nächsten Wochen vorerst weitere Erinnerungen an die Nutzer versendet werden, bevor der Hinweis schließlich dauerhaft im Messenger angezeigt werde. Wer den neuen Nutzungsbedingungen von Whatsapp also bisher nicht zugestimmt habt, kann die App trotzdem in vollem Umfang weiternutzen. (Helena Gries)

Rubriklistenbild: © Roman Moebius/Imago

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