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Neue Betrugsmasche bei WhatsApp: Kriminelle nutzen Amazon-Weihnachtsgeschenk als Lockvogel

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Von: Ines Baur

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Eine Frau mit weihnachtlich bemalten Fingernägeln schreibt eine Nachricht «Frohe Weihnachten» auf einem Smartphone.
Immer wieder nützen Betrüger WhatsApp für ihre kriminellen Machenschaften.(Symbolbild) © Jens Kalaene / dpa

Mit einem angeblichen Spezial- Weihnachtsgeschenk von Amazon wollen Kriminelle die Daten von Nutzerinnen und Nutzern abgreifen.

München – Wohnungseinbrüche, Kfz- und Taschendiebstahl – die klassischen Verbrechen waren laut Kriminalstatistik 2021 rückläufig. Angestiegen ist dagegen die Zahl an Onlinedelikten. Rund 124.000 polizeilich erfasste Straftaten gab es im Bereich Cyberkriminalität. Das sei jedoch nur die Spitze des Eisberges, schätzen Experten. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher sein. Ist das Passwort gehackt oder die Software beschädigt, nervt das. Weiter kann es teuer werden.

Neue Betrugsmasche bei WhatsApp - Kriminelle nutzen Weihnachtsgeschenk als Lockvogel

Immer wieder versuchen Kriminelle das Netz für ihre betrügerischen Handlungen zu nutzen. Vor Weihnachten gibt es jetzt eine Warnung für WhatsApp-Nutzerinnen und Nutzer. Wie chip.de von mehreren Menschen erfuhr, würden aktuell fragwürdige Nachrichten via WhatsApp versendet. In diesen Posts wird demnach ein „Amazon-Spezial-Weihnachtsgeschenk“ angeboten. Doch das Spezialgeschenk zu Weihnachten ist nichts anderes als eine perfide Masche von Kriminellen, berichtet merkur.de.

Wer darauf hereinfällt und auf den Link klickt, kommt nicht zu Amazon. „Klickt man auf den Link in den Nachrichten, wird diese automatisch an Nutzer in der Kontaktliste weitergeleitet“, so das Computermagazin. Auch eine Chip-Redakteurin hätte diese WhatsApp-Nachricht erhalten, weil eine Freundin den Link geöffnet hätte.

Immer wieder sind Betrugsmaschen über WhatsApp im Umlauf. Geht es richtig schief, können Tausende Euro weg sein.

Neue Betrugsmasche bei WhatsApp ist jedoch zu durchschauen

Wer sich die Nachricht und den verbauten Link genauer ansieht, dem fällt eine Sache auf. Es kann sich genaugenommen nicht um eine echte Nachricht von Amazon handeln. „Zum einen werden Ihnen Großkonzerne bezüglich derartiger Aktionen nie über einen Messenger schreiben“, sagen die Experten von Chip. Zum anderen sei der verbaute Link ein deutliches Indiz dafür, dass es sich nicht um eine echte Nachricht handeln könne. Diese würden nämlich immer von offiziellen Domains wie „amazon.de“ oder „amazon.com“ gesendet.

Betroffene, die eine entsprechende Nachricht erhalten haben, sollten den Link nicht anklicken. Empfehlenswert ist es, die Nachricht direkt zu löschen. Weiter macht es Sinn, den oder die Absenderin der Nachricht zu informieren. Bei derartigen Phishing-Links besteht immer die Gefahr, dass Daten abgegriffen oder auf das Gerät sogenannte Malware installiert wird.

Betrugsmaschen via WhatsApp und Internet nehmen rasant zu

Wer von der zunehmenden Kriminalität im Netz profitiert sind Versicherungen und teilweise die IT-Branche. In einer Unternehmensumfrage des britischen Spezialversicherers Hiscox meldete mehr als die Hälfte der IT-Firmen in Deutschland gestiegene Auftragszahlen in diesem Jahr, um Schwachstellen ihrer Firmenkunden in der Cybersicherheit zu beheben. 

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