Druck auf Nutzer steigt

Neue Nutzungsbedingungen für WhatsApp: Verweigerern wird erste Funktion gesperrt

Wer die neuen Nutzungsbedingungen von WhatsApp nicht akzeptiert, kann den Dienst nicht mehr nutzen. Einen ersten Vorboten bekommen die User nun zu spüren.

München - WhatsApp hat den Druck auf seine Nutzer zunehmend erhöht, nun gibt es Konsequenzen: Wer sich nicht auf die neuen Nutzungsbedingungen des Messengerdienstes einlässt, kann seit 16. Mai 2021 mit einem Problem konfrontiert werden. Beim Wechsel des Smartphones oder einer Neuinstallation von WhatsApp auf dem gleichen Gerät können Nachrichtenverläufe nicht mehr als Backup gespeichert werden - und wären somit verloren.

Dass Maßnahmen wie diese eintreten, ist nicht überraschend: Ursprünglich war die Frist bis Februar 2021 anberaumt, aufgrund der entstandenen Diskussion und Gegenwind vonseiten zahlreicher Nutzer wurde jedoch der Termin verschoben. Das US-Unternehmen sprach von Missverständnissen und bemüht sich um Aufklärung, was den Datenschutz betrifft. So würde die Änderung der Nutzungsbedingungen in Europa lediglich die Kommunikation mit Unternehmen per WhatsApp Business betreffen.

WhatsApp: Nutzungsbedingungen zustimmen - oder der Dienst ist nicht mehr nutzbar

Wenngleich die Facebook-Tochter beteuert, private Inhalte werden auch künftig nicht unter den Social-Diensten ausgetauscht, haben viele Nutzer den neuen Bedingungen nicht zugestimmt. Nun bekommen WhatsApp-User die erste Auswirkung* zu spüren: Es können keine Backup-Verläufe der Chats mehr vollzogen werden, die Verbindung zu Google Drive ist nicht möglich. Im nächsten Schritt plant WhatsApp angeblich, dass Verweigerer nicht mehr auf den Chatdienst zugreifen können, zunächst jedoch noch Anrufe entgegennehmen und Nachrichten beantworten.

Endgültig verloren sind die Nachrichten jedoch nicht, sofern man auch künftig darauf zugreifen möchte. Nutzer haben weiterhin die Möglichkeit, den neuen Nutzungsbedingungen zuzustimmen, worauf der Kurznachrichten-Dienst wieder uneingeschränkt nutzbar* ist. Wer doch noch einwilligt, kann die bisherigen Chatverläufe sichern.

Abgesehen davon zeichnet sich eine wichtige Änderung ab, die sich Nutzer schon lange wünschen: der Übertragung von WhatsApp-Daten zwischen Google Android und Apple iOS.

WhatsApp und Datenschutz: User fürchten Verlust der Privatsphäre

Und darum gibt es um die angepassten Nutzungsbedingungen von WhatsApp* Aufruhr: Mit dem Setzen des Häkchens sollen Benutzer eine stärkere Verzahnung des kostenlosen Messengers mit der Facebook-Mutter akzeptieren. Die Befürchtung von Kritikern: Was der Anbieter aus Kalifornien als Service zur besseren Kommunikation präsentiert, könne bedeuten, dass persönliche Informationen mit Facebook geteilt werden. Diese Vermutungen bestreitet WhatsApp jedoch vehement.

Währenddessen plant WhatsApp offenbar ein neues Feature* für seine Nutzer: Dabei handelt es sich um eine Erweiterung zu den selbstlöschenden Nachrichten. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Roman Moebius/imago-images

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