Messenger-Dienst

Whatsapp-Nutzer empört über neues Feature: „Panik macht sich breit“

Whatsapp will künftig ein neues Feature nutzen, das die Nutzer beruhigen soll. Doch viele sind verärgert und üben erneut massiv Kritik.

  • Neues Feature bei Whatsapp*: Der Messenger veröffentlicht seine Neuigkeiten im eigenen Status.
  • Nach Verlust zahlreicher Nutzer und heftiger Kritik für neue Datenschutzrichtlinien will Whatsapp die Nutzer jetzt vom Verbleib überzeugen.
  • Nutzer sehen seit Kurzem eine Status-Meldung von den App-Entwicklern - das sorgt erneut für Kritik.

Kassel - Es gibt Neuigkeiten bei Whatsapp: Das Unternehmen aus dem Facebook-Konzern nutzt seit geraumer Zeit selbst die Status-Funktion, um unter anderem Werbung für sich zu machen. Wie zahlreiche Nutzer des beliebten Messenger-Dienstes im Status lesen konnten, will das Unternehmen auf diesem Weg „über neue Funktionen und Aktualisierungen informieren“.

Doch das ist nicht alles: In der ersten eigenen Statusmeldung von Whatsapp bekommen Benutzer Infos zu Datenschutz und Privatsphäre. Demnach wolle sich der Messenger nämlich weiterhin für die Privatsphäre seiner Nutzer einsetzen, heißt es. Außerdem geht Whatapp in seinem Status auf die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ein: „Whatsapp kann deine persönlichen Nachrichten nicht lesen oder anhören“, schreibt das Unternehmen.

Whatsapp in der Kritik: Messenger will Nutzer mit neuem Feature halten

Der Grund für die Aktion: Whatsapp wollte mit einem höchst umstrittenen Update seine Datenschutzrichtlinien anpassen. Nutzer des Messengers mussten den neuen Richtlinien aktiv zustimmen, um die App überhaupt weiter nutzen zu können. Die Änderung der Nutzungsbedingungen stieß bei zahlreichen Verbrauchern auf Kritik und sie wechselten zu anderen Anbietern.

NameWhatsapp
EntwicklerWhatsapp Inc./Facebook Inc.
Erscheinungsjahr2009
KategorieInstant Messaging

Nachdem das Update mit den geänderten Datenschutzrichtlinien nach herber Kritik vorerst von Whatsapp auf Eis gelegt wurde, versucht der Messenger jetzt offenbar, mit dem neuen Feature seine Nutzer vom Verbleib zu überzeugen.

Auffällig ist jedoch, dass - anders als Statusmeldungen von Kontakten - die Meldung von Whatsapp nicht stummgeschaltet werden kann. Mit dem Status-Reiter teilen Nutzer normalerweise Inhalte, die sie für persönliche Kontakte freigeben möchten.

Kritik für Neuheit bei Whatsapp: Nutzer machen ihrem Unmut Luft

Doch auch mit der aktuellen Neuerung sorgt Whatsapp für Unmut unter seinen Nutzern. In diversen sozialen Medien wurde nach der Veröffentlichung des Status-Reiters des Unternehmens Kritik bei den Verbrauchern laut.

Whatsapp will künftig im eigenen Status über Neuerungen informieren. Das sorgt wieder für Kritik bei den Nutzern des Messengers. (Symbolbild)

Während einige Nutzer des Messengers über die Ankündigung von Whatsapp, sich weiterhin für die Privatsphäre seiner Nutzer einzusetzen, schmunzeln, machen andere ihren Unmut beispielsweise auf Twitter publik: „Whatsapp schwimmen die Felle weg und Panik macht sich breit“ oder „Auf einmal machen sie alle Werbung für Datenschutz“ heißt es dort in den Nutzerbeiträgen. Ein anderer Twitter-Nutzer geht sogar noch weiter und schreibt über Whatsapp: „Vertrauen ist wie ein Stück Papier. Wenn es einmal zerknüllt ist, wird es nie wieder perfekt.“ (Helena Gries) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Martin Gerten/dpa

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