Aktualisierung der Datenschutzrichtlinien

Whatsapp: Neues Datum für Zwangsupdate - Messenger-Dienst startet Kampagne

Bloß ein großes Missverständnis? Whatsapp plant erneut das heftig kritisierte Update und startet eine Kampagne, um das Vertrauen der Nutzer zurückzugewinnen.

  • Der beliebte Messenger Whatsapp* hat ein neues Datum für die Aktualisierung der Datenschutzrichtlinien bekannt gegeben.
  • Das Update wurde aufgrund massiver Proteste der Nutzer verschoben - mithilfe einer Kampagne soll das Vertrauen zurückgewonnen werden.
  • Doch zu der Verwendung der Daten herrscht auch weiterhin Unklarheit.

Kassel - Nachdem der beliebte Messenger das Update mit der geplanten Einführung der neuen Nutzungsbedingungen verschoben hat, will Whatsapp schon bald einen neuen Versuch starten. Diesmal sollen die Änderungen klar und deutlich kommuniziert werden, damit die Zustimmung der Nutzer ohne weitere Missverständnisse eingeholt werden kann.

Das Update sei nun für den 15. Mai 2021 vorgesehen - das berichtet der Nachrichtendienst heise online. Die geplante Aktualisierung der neuen Datenschutzrichtlinien sorgte zuvor für Verärgerung bei den Whatsapp-Nutzern. Damit sie die App weiterhin nutzen können, mussten diese bis zum 08. Februar den neuen Bedingungen zustimmen oder Whatsapp ist für sie nicht mehr nutzbar. Aufgrund des massiven Protests wegen des Zwangsupdates sah sich der Messengerdienst daher gezwungen, das Update nach hinten zu verschieben.

Update bei Whatsapp: Messenger startet Kampagne - Falschinformationen sollen verhindert werden

Nun soll eine Kampagne dafür sorgen, dass Missverständnisse und Falschinformationen verhindert und die Nutzer ordnungsgemäß aufgeklärt werden. Der Messenger möchte auf diesem Weg das Vertrauen der User zurückgewinnen. Das Unternehmen stellt klar, dass auch nach dem Update alle privaten Nachrichten weiterhin Ende-zu-Ende verschlüsselt seien und weder Whatsapp selbst, noch der Mutterkonzern Facebook diese mitlesen könne.

Name: Whatsapp Inc.
Erscheinungsjahr: 2009
Eigentümer: Facebook Inc.
Betriebssystem:Android, iOS, Windows 8 und neuer, MacOS X und neuer

Jedoch gibt es immer noch Unklarheiten, ob Daten geteilt werden und auch Facebook somit darauf Zugriff hat. Auf der neu eingerichteten Landingpage heißt es: „Wir glauben, dass die Menschen Apps möchten, die sowohl zuverlässig als auch sicher sind. Whatsapp benötigt dafür lediglich eine eingeschränkte Menge an Daten“. Welche Daten das allerdings nach dem Update betrifft, wird nicht erläutert. Die betreuende Agentur erklärt zumindest, dass der beliebte Nachrichtendienst lediglich Telefonnummern mit Facebook teile, jedoch keine Kontaktlisten.

Wegen Protest: Whatsapp hat das umstrittene Update mit der Aktualisierung der Nutzungsbedingungen auf Mai verschoben. (Symbolbild)

Werden Daten mit Facebook geteilt? - Whatsapp-Update birgt weiterhin Unklarheiten

Trotz allem lautet der Vorwurf, dass mit dem Update und der Aktualisierung der Nutzungsbedingungen auch Daten zu Marketingzwecken mit Facebook geteilt werden. Whatsapp selbst würde diese aber nicht für eigene Zwecke nutzen. Bei Facebook heißt es wiederum, dass alle Daten des Social-Media-Konzerns und die der Tochterunternehmen zusammengeführt und zu Werbezwecken gebraucht würden.

Um sich die eigene Machtposition und das geplante Update zu verteidigen, teilte Whatsapp bereits gegen andere Messenger aus: „Wir haben mitbekommen, wie einige unserer Mitbewerber fälschlicherweise behauptet haben, sie könnten die Nachrichten von Benutzern nicht sehen.“ Fraglich ist allerdings, ob die Konkurrenten auch so ein großes Geheimnis über die Datenverwendung machen, wie Whatsapp es tut. (Alina Schröder) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Viele Whatsapp-Nutzer haben empört auf das Zwangsupdate reagiert und sind auf die Suche nach Alternativen Messengerdiensten gegangen - doch wie sicher sind die Daten bei Threema, Ginlo und Wire?

Rubriklistenbild: © Silas Stein/dpa

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