Sicherheit

Whatsapp: Neue Änderung nach Update – mit einem Trick können Nutzer sie umgehen

Ein neues Update von Whatsapp sorgt für Aufsehen. Mit einem Trick kann man die Änderung umgehen. (Symbolbild)
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Ein neues Update von Whatsapp sorgt für Aufsehen. Mit einem Trick kann man die Änderung umgehen. (Symbolbild)

Ein Whatsapp-Update sorgt für eine zeitraubende Änderung. Das neue Feature soll für mehr Sicherheit sorgen. Mit einem Trick lässt es sich umgehen.

  • Ein Update der AGB von Whatsapp* hat vor kurzem für massive Kritik gesorgt.
  • Jetzt will Whatsapp mit einem Update die Sicherheit erhöhen. Doch viele Nutzer sehen das kritisch.
  • Das Update wird nicht auf allen Smartphones verfügbar sein.

Kassel - Um mit Freunden, Familie und Arbeitskollegen zu kommunizieren, verlassen sich viele Menschen auf den Messenger-Dienst Whatsapp. Ein Update der AGB hat vor kurzem für großes Aufsehen gesorgt, denn es änderte auch Passagen zum Datenschutz. Viele Nutzer machten sich daraufhin Sorgen, wie viele Daten Whatsapp mit dem Mutterkonzern Facebook teilt. Jetzt sorgt ein neues Update für Aufsehen.

Alternative Messenger-Apps wie Signal bekamen nach der massiven Kritik an Whatsapp großen Zuwachs. Doch der Whatsapp-Konzern versuchte Bedenken von Nutzern entgegenzuwirken. Das neue Update soll die Sicherheit erhöhen - mit einem Trick kann die zeitraubende Änderung jedoch umgangen werden.

Neues Update bei Whatsapp: Mit einem Trick kann man die Änderung umgehen

Wer Whatsapp zur Kommunikation mit Arbeitskollegen oder während der Arbeit nutzt, greift gerne auf die Whatsapp-Web-Version zurück. Über den Browser kann der Whatsapp-Chatverlauf aufgerufen und der Messenger zum Senden von Nachrichten und Dateien genutzt werden. Ähnliche Funktionen bietet die Whatsapp-Desktop-App, die auf dem PC installiert werden kann.

Für die Nutzung von Whatsapp am PC oder im Browser ist bislang die Installation der App auf dem Smartphone notwendig. Über das Scannen eines QR-Codes wird dann der Zugriff auf den Chatverlauf freigeschaltet und die Daten werden synchronisiert. Diesen Prozess will das Unternehmen mit einem Update für Whatsapp Web sicherer gestalten. Doch das neue Verfahren sorgt auch für einen zeitlichen Mehraufwand. Die Änderung lässt sich jedoch umgehen, berichtet zum Beispiel Der Westen. Das bringt allerdings Sicherheitsrisiken mit sich.

Facebook und Whatsapp-DiensteNutzung
Whatsapp-Nachrichten Insgesamt 100 Milliarden Nachrichten pro Tag (Stand:Oktober 2020)
Whatsapp-Business50 Millionen Nutzer (Stand: Oktober 2020)
Video-Anrufe per Whatsapp oder Messenger700 Millionen Anrufe pro Tag (Stand: April 2020)
Quelle: allfacebook.de

Whatsapp will Sicherheit erhöhen: Nutzer sehen die Änderung kritisch

Mit dem neuen Sicherheitsupdate führt Whatsapp ein, dass sich Nutzer vor dem Verwenden der von Whatsapp Web per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung am Smartphone identifizieren müssen. Erst im Anschluss wird der QR-Code zum Synchronisieren des Chatverlaufs freigeschaltet. Die neue Funktion wird nicht für alle Smartphone freigeschaltet, sondern lediglich für Geräte, die die Nutzung biometrischer Daten unterstützen.

Das neue Update stößt bei einigen Nutzern offenbar auf Kritik. „Das Problem ist, dass es nur ein paar kleine Änderungen an den Datenschutzbestimmungen nötig wären, damit sie mein Gesicht und Fingerabdruck speichern können“, schreibt eine Frau auf Twitter-Post von Whatsapp, berichtet Der Westen. Dem widerspricht Whatsapp: Das Unternehmen könne Fingerabdrücke oder das Gesicht des Nutzers nicht sehen. Doch auch unter dem Facebook-Post des Unternehmens äußern viele Nutzer Unmut über die Änderung. „Ihr habt kein Interesse an Sicherheit, nur an unseren Daten“, schreibt ein Nutzer.

Video: Neue Funktion bei WhatsApp - ein Account auf mehreren Geräten möglich?

Änderung nach Update: Wie kann man Whatsapp Web ohne Fingerabdruck oder Gesichtsscan nutzen?

Wer die zusätzliche Funktion zur Verifikation für Whatsapp Web nicht nutzen möchte, kann diese durch eine Änderung der Einstellungen umgehen. Dafür müssen Nutzer die Sicherheitseinstellungen für das gesamte Smartphone ändern. Wer dies tut, sollte sich bewusst sein, dass damit Sicherheitsrisiken verbunden sind.

Wer keine Lust hat, die Synchronisation des Chatverlaufs regelmäßig freizuschalten, muss in den Einstellungen die Nutzung von biometrischen Daten für das gesamte Gerät deaktivieren. Die Fingerabdrücke oder der Gesichtsscan können dann auch nicht für das Entsperren des Smartphones und anderer Apps genutzt werden. Mit einigen Einstellungen kann man die Sicherheit der eigenen Daten bei Whatsapp besser schützen. (Sarah Neumeyer) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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