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Zahnbürste wird schnell zur Keimschleuder: Tipps gegen Schimmel und Bakterien

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Von: Stefan Ruhl

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Zahnhygiene: Eine Frau putzt sich die Zähne.
Die Zahnbürste kann zur Gesundheitsgefahr werden. © Imago

Das Zähneputzen zählt zur alltäglichen Routine. Doch mit jedem Tag steigt bei falscher Reinigung der Zahnbürste das Gesundheitsrisiko.

Kassel – Schon als Kind bekommt man beigebracht, mindestens morgens und abends seine Zähne zu putzen. Nur so schützt man auf Dauer die Zähne vor Schäden und Zerfall. Dementsprechend wird die Zahnbürste regelmäßig und über einen längeren Zeitraum verwendet.

Dabei lagern sich immer mehr Plaque und Essensreste im Bürstenkopf ab, wodurch sich bei schlechter Reinigung Bakterien und sogar Schimmel absetzen und vermehren können. Laut Prof. Dirk Bockmühl von der Hochschule Rhein-Waal im SWR Gespräch, können sich sogar Tröpfchen von der Toilettenspülung über die Luft auf der Zahnbürste absetzen, wenn diese nicht geschützt steht. So entsteht eine Gefahr für die Gesundheit.

Langanhaltende Feuchtigkeit und Speisereste, die sich zwischen den Borsten sammeln, bieten ideale Bedingungen für das Wachstum von Mikroorganismen.

Prof. Dirk Bockmühl von der Hochschule Rhein-Waal gegenüber dem SWR

Damit das nicht passiert, ist eine regelmäßige Reinigung der Zahnbürste unabdingbar. Hierfür gibt es einige nützliche Tipps und Tricks, die vor einem Befall mit Bakterien und Schimmel schützen.

Zahnbürste als Gesundheitsrisiko: Tipps gegen Bakterien und Schimmel

Bakterien und Schimmelsporen lieben feuchte Orte. Um bereits hier die Nahrungsgrundlage zu entziehen, sollte die Zahnbürste nach jeder Verwendung aufrecht zum Trocknen hingestellt und bestenfalls abgetrocknet und gereinigt werden. So verhindert man die Bildung von feuchten Stellen im Bürstenkopf. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann auch zwei unterschiedliche Zahnbürsten für morgens und abends verwenden, sodass die Trocknungszeit länger ist.

Wer gerne in den Urlaub fährt oder fliegt, kennt sie bestimmt: die Schutzkappe oder das Transportgefäß für die Zahnbürste. Man sollte es vermeiden, seine Zahnbürste längere Zeit darin aufzubewahren, dass die Trocknung darin weitaus langsamer vonstattengeht, als an der freien Luft.

Zahnbürste als Gesundheitsrisiko: Diese Tipps helfen

Zahnbürste wird schnell zur Keimschleuder: So reinigt man sie richtig

Eine weitere Keimquelle sitzt im Zahnputzbecher. Wer zur Spülung einen Becher oder ein Glas nutzt und darin seine Zahnbürste aufbewahrt, sollte diese nicht kopfüber hineinstellen. Dadurch würde die Feuchtigkeit sich länger halten und zeitgleich würden mögliche Bakterien zusätzlich den Zahnputzbecher kontaminieren. Auch diesen sollte man oft ausspülen oder von der Spülmaschine reinigen lassen.

Über all den Tipps steht natürlich die Devise: Nach und vor dem Nutzen der Zahnbürste gründlich reinigen. Doch wie reinigt man die Zahnbürste richtig?

Spülungen oder heißes Wasser helfen nur bedingt bei der Entfernung von Bakterien, so Prof. Dirk Bockmühl gegenüber dem SWR. Dazu müsste man im Zweifel kochendes Wasser nutzen. Dies gilt auch, wenn man einen viralen oder bakteriellen Infekt hatte, da sich die Mikroorganismen in der Zahnbürste festsetzen können.

„Das Abwaschen mit heißem Wasser oder das Behandeln mit Mundspülungen wird im Zweifel nicht dafür sorgen, dass ich die Keimzahl sehr stark erniedrige.“

Prof. Dirk Bockmühl von der Hochschule Rhein-Waal gegenüber dem SWR

Bei jedem Zähneputzen darf natürlich die Zahnpasta nicht fehlen. Stiftung Warentest hat mehrere Zahnpasten getestet. Dabei musste auch die Note „Mangelhaft“ vergeben werden. (stru)

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