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Rundfunkbeitrag: Wer nicht aufpasst, muss ab sofort mit höheren Kosten rechnen

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Von: Nadja Austel

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Nach einer Erhöhung der Beiträge verkündet die GEZ nun, dass sie die Verbraucher auch Zinsen zahlen lassen wird.
Nach einer Erhöhung der Beiträge verkündet die GEZ nun, dass sie die Verbraucher auch Zinsen zahlen lassen wird. © Imago/Hans Scherhaufer

Die Rundfunkbeiträge können jetzt sogar noch höher werden. Bisher gab es regelmäßige Erinnerungen an die Zahlungen. Diese entfallen jetzt.

Kassel – Fast jeder Haushalt in Deutschland muss den Rundfunkbeitrag zahlen. Die Pauschale ist dabei – im Gegensatz zu einer früheren Regelung, bevor der Empfang via Internet auch über Computer und Handy möglich war – unabhängig davon, ob überhaupt und wenn ja, wie viele Rundfunkgeräte der Inhaber einer Wohnung besitzt. Er ist die Haupteinnahmequelle für ARD, ZDF und das Deutschlandradio. Eingetrieben wird er vom Beitragsservice der Landesrundfunkanstalten und das zur Not mit Vollstreckungsverfahren über das zuständige Amt der Stadt.

Erst im Sommer 2021 wurden die Rundfunkbeiträge auf 18,36 Euro pro Monat erhöht, schon folgt die nächste Entscheidung mit Folgen für die Verbraucher: Die mehrfache Erinnerung an die Zahlung wird nun eingestellt. Im Falle einer Zahlung pro Quartal sollte man deshalb die Fristen unbedingt im Kalender vermerken. Denn bisher bekamen Verbraucher, die ohne Lastschriftverfahren überweisen, viermal im Jahr eine Zahlungserinnerung und auch den Überweisungsschein zugesandt.

Änderung beim Rundfunkbeitrag für ARD, ZDF und Deutschlandradio – Das raten Verbraucherschützer

Damit ist jetzt Schluss. Nur noch ein Mal pro Jahr würden die Erinnerung nun erfolgen, warnt die Verbraucherschutzzentrale. Möglich ist es, das Zahlungsintervall zu ändern, und nur noch ein Mal jährlich für alle zwölf Monate zu bezahlen. Dann dient das jährliche Schreiben weiterhin als Erinnerung. Die Summe der Beiträge eines Jahres beträgt dann 220,32 Euro.

Haushalte sind weiterhin aufgerufen, fristgerecht zu bezahlen. Wer vergesslich ist, den kommt das in Zukunft außerdem noch teurer zu stehen: Wer seine Rundfunkgebühren nicht pünktlich bezahlt, muss künftig mit Verzugszinsen rechnen, teilt die Verbraucherschutzzentrale mit. Die Verbraucherschützer raten deshalb dazu, der GEZ ein Sepa-Lastschriftmandat zu erteilen. So werden die Rundfunkbeiträge automatisch vom Konto abgebucht und können nicht vergessen werden. Wer das Lastschriftverfahren nutzen möchte, kann seine Daten einfach per Online-Formular hinterlegen.

Rundfunkbeitrag: Wer nicht aufpasst, muss mit Extra-Kosten rechnen

Denn Zinsen können bei wiederholtem Vergessen einen großen Unterschied ausmachen. Ein Prozent des geschuldeten Betrags, mindestens aber acht Euro, sind künftig bei Verzug zusätzlich fällig - das kann sich auf das Jahr dann auf 32 Euro zusätzliche Kosten hoch summieren.

Wer die Zahlung weiterhin nicht leistet, muss mit Mahnungen und einem Festsetzungsbescheid rechnen. Beides ist laut Verbraucherzentrale mit weiteren Kosten verbunden. Wer Fragen hat, zum Beispiel zu Befreiungsmöglichkeiten vom Beitrag, erreicht die telefonische Beratung dienstags von 8.30 bis 10.30 Uhr sowie donnerstags von 14 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 030/21485160. (na)

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